Zu Gast: Stephan Helms von Flensburger Brauerei (#06)
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Stephan Helms, Marketingleiter der Flensburger Brauerei, über die Herausforderungen und Strategien einer Traditionsmarke in einem sich wandelnden Biermarkt, die Bedeutung des ikonischen Plop-Geräusches und die Zukunft der Marke Flensburger.
Themen der Folge:
- Die Positionierung der Marke Flensburger im schrumpfenden Biermarkt
- Diversifizierung des Produktportfolios mit alkoholfreien Getränke
- Neuausrichtung der Marketingstrategien von TV zu CTV und Audio
- Einsatz von KI zur Prozessoptimierung in der Brauerei
Über Stephan Helms
Seit Juli 2023 ist Stephan Helms als Marketingleiter bei der Flensburger Brauerei für die Bereiche Marke, Marketing und Unternehmenskommunikation verantwortlich. Vor seinem Wechsel zu FLENS hatte der 52-jährige interimistisch die Position des Head of Consumer Marketing bei der Lavazza Group in Frankfurt am Main inne. Davor war er jeweils10 Jahre für Jägermeister tätig, wo er zuletzt alle Trade-Marketing-Aktivitäten für Handel und Gastronomie verantwortete und die Go-to-Market-Strategie für den eCommerce entwickelte, sowie für Pernod Ricard, wo er lange im Brand Management tätig war und dann die neu geschaffene Abteilung „Trade-Marketing & -Advocacy” übernahm, um alle Vertriebs- und Marketing-Initiativen der über 20 Marken zu zentralisieren und effizienter zu steuern.
Beyond The Screen ist eine Produktion der TLDR Studios
Transkript anzeigen
00:00:02: Beyond the Screen, der Marketing Podcast von Isam Advertising Technologies.
00:00:20: Herzlich willkommen bei Beyond the Screen.
00:00:22: Heute geht es um ein Geräusch, das jeder kennt, das Plopp einer Bügelflasche.
00:00:26: Es steht für Tradition, für den Norden und für Bier.
00:00:29: Aber wie führt man eine solche Kultmarke im Jahr twenty-fünfzwanzig in die Zukunft, wenn der gesamte Biermarkt herausfordernd ist?
00:00:36: Darüber spreche ich mit einem, der es wissen muss, Stefan Helms.
00:00:39: Seit rund zweieinhalb Jahren Marketingleiter bei der Flensburger Brauerei.
00:00:43: Er kommt nicht aus der Bierwelt, sondern hat seinen Handwerk bei Giganten wie Jägermeister, Pernurika und Lavazza gelernt.
00:00:49: Stefan, herzlich willkommen bei Beyond the Screen.
00:00:51: Ja, danke.
00:00:51: Schön, dass du da bist.
00:00:53: Ich glaub, zum Start, bevor wir loslegen, haben wir eine herrliche Flasche Flensburger Wasser.
00:00:58: Kriegen wir das mit dem Plop auf?
00:00:59: Auf
00:00:59: jeden Fall.
00:01:04: Ja, wer kennt das Geräuschen nicht?
00:01:06: Das ist ikonisch.
00:01:07: Das werden wir auf jeden Fall nachher nochmal genauer beleuchten.
00:01:10: Aber vielleicht erzähl erst mal, wie bist du von Jägermeister über Lavazza bei der Flensburger Brauerei gelandet?
00:01:17: Ja, also mein Werdegang ging oder fing tatsächlich etwas früher auch an.
00:01:23: Ich habe mal Koch gelernt, bin dann über die Ausbildung in der Gastronomie gelandet und in der Gastronomie dann an die Bar gekommen und habe da so ein bisschen das Bahnhandwerk gelernt und auch die Ja, die Liebe zur Spirituose, zu guten Drinks und dann anschließend nach dem Studium dann in München und in Frankreich, hat es mich dann zu Pernorika geschlagen, französischen Spirituosenhersteller, der ja nicht nur französische Produkte vertreibt, sondern eben auch Whiskeys rum, also beispielsweise Havana Club.
00:01:59: Ich war viele Jahre für Havana Club auch zuständig.
00:02:03: Und hab damals Handwerk gelernt und hab da verschiedene Marketingposition begleitet.
00:02:09: Ein sehr interessanter Reise mit Pernurika, weil die sich auch wirklich vom Underdog dann auch zum Marktführer in Deutschland entwickelt haben in der Zeit.
00:02:18: Und nach zehn Jahren hat es mich dann zum Hirschen verschlagen, zu Jägermeister.
00:02:24: Das war auch eine Chance für mich, mal auch in Vertrieb zu wechseln für vier Jahre.
00:02:29: Ich habe dort den Trend- und Zehner Außendienst leiten dürfen für viele Jahre.
00:02:35: Und bin dann allerdings auch wieder zurückgegangen ins Strategische Marketing.
00:02:39: Ich habe dort vor allem im Bereich Customer Marketing betreut, also Shopper Trade Marketing.
00:02:45: und das E-Commerce-Business aufgebaut.
00:02:49: Und die letzte Station tatsächlich war Lavazza.
00:02:51: Das war auch eine bewusste Entscheidung, nochmal eine andere Kategorie zu gucken.
00:02:57: Kaffee ist auch ein sehr interessanter Markt und da bei einer italienischen Marke wie Lavazza mal reinzugehen, reinzuschnuppern und mal über eine Interimfunktion mal zwölf Monate das Consumer-Marketing zu leiten, das war richtig spannend.
00:03:11: Und dann irgendwann, wie das in der Regel dann so hat man Kontakt zum Headhunter und dann wurde ich gefragt, ob ich mir Flens vorstellen kann.
00:03:21: Und tatsächlich war es so, dass, bevor der Kopf über Ort angefangen hat zu denken, hat eigentlich der Bauch schon entschieden, dass ich das machen will, weil, wie gesagt, ich komme aus Norddeutschland, ich kenne Flens und für mich ist das eine ikonische Lovebrand und insofern war für mich die Entscheidung relativ schnell klar, nach Flens zu wechseln.
00:03:43: Super, jetzt bist du zweieinhalb Jahre da.
00:03:45: Was hast du denn aus den alten Stationen jeweils als Top-Learning mitgenommen, was auch hier gut funktioniert?
00:03:52: Ja, also ein Stück weit ist das natürlich eine gute Schule, auch wenn man auch in etwas größeren Konstrukten, ich will nicht unbedingt Konzern sagen, aber doch in größeren Firmen einfach lernt und dort das Handwerk lernt, weil man einfach mit vielen Profis-Spezialisten auch zu tun hat.
00:04:12: Da bringt man ganz viel mit.
00:04:14: Ich glaube, ich hatte das Glück wirklich immer für Marken zu arbeiten, die den hohe Emotionalität mitbringen.
00:04:22: Und insofern einfach auch, dass das Gespür dafür und auch das Gefühl dafür, wie wichtig es ist, Marken eben nicht nur über einen klassischen, funktionalen Nutzen zu verkaufen, sondern eben hauptsächlich über Emotionen.
00:04:37: hat man natürlich gerade in der Spirituose sehr stark ausgeprägt und glaube, das hilft hier auch gerade in dem Bereich Bier und Pflänze ist ja jetzt nicht auch nur irgendein Bier.
00:04:47: Das sagt wahrscheinlich jeder Marketingleiter, der für Bier arbeitet.
00:04:51: Aber das ist schon ein besonderes, besondere Marke und insofern hilft das einfach diesen, dieses Verständnis für die Wichtigkeit von Emotionalität mitzubringen.
00:05:04: Okay, Emotionalität, merken wir uns mal für später.
00:05:08: Was ist denn hier der Unterschied von der Flensburger Brauerei als Unternehmen, dass ja ein bisschen kleinere Organisationen als die anderen großen, weht denn auch hier ein rauerer Wind an der Ostsee?
00:05:19: Oder ist das im Marketing für eine FMCG-Marke letztendlich relativ ähnlich?
00:05:25: Ja.
00:05:26: Also das Handwerk ist natürlich überall ähnlich.
00:05:29: Ich glaube, was uns unterscheidet, ist tatsächlich, dass wir im Konfreis sind.
00:05:33: Also Flensburger Brauerei steht eine hauptsächlich, also eine Eigentümerfamilie, die Flensburger... Kaufmannsfamilie, die auch andere Beteiligungen hat in anderen Firmen, aber dass hier einfach wie in einer klassischen KMU gearbeitet werden kann.
00:05:54: Wir haben keine Quartalsdruckzahlen zu liefern, sondern hier wird langfristig gedacht und das macht schon einen sehr großen Unterschied aus, dass man im Rücken eine Familie weiß, die einem Vertrauen entgegenbringt.
00:06:11: Und hier nicht Hardcore auf die Quartalzahlen pocht.
00:06:16: Also das ist schon ein großer Unterschied.
00:06:19: Und ja, eine gewisse, sag ich mal, Norddeutsche Gelassenheit, die findet sich natürlich auch hier in der Unternehmenskultur wieder.
00:06:30: Wenn man vorher bei Lavazava, wo man sehr stark natürlich auch mit italienischen Mitarbeitenden zusammengearbeitet hat, das ist dann schon ein kleiner kultureller Wandel.
00:06:40: von der italienischen Emotionalität zur norddeutschen Gelassenheit.
00:06:45: Interessant.
00:06:46: Ja, aber fühle ich sehr gut.
00:06:50: Was waren denn, als du hier gestartet bist, so die ersten drei Themen, die dir aufgefallen sind, die du angehen wolltest, so im Marketing?
00:07:01: Ich glaube auch, dass man damals der Prozess in der Nachbesetzung ist, da schon eine Rolle gespielt hat, dass man jemanden bewusst gesucht hat, der ein gewisses Skillset einfach auch mitbringt, also aus einem größeren Unternehmen einfach auch schon mal gearbeitet hat.
00:07:20: Und die Marke... Sag mal nicht die.
00:07:27: also die Marke wurde nicht vernachlässigt aber ein stückweit vielleicht nicht so.
00:07:33: Zukunftsgerichtet weiterentwickelt die letzten Jahre, wie man das hätte machen müssen.
00:07:38: Und insofern war die Aufgabe klar, dass hier eine gewisse Modernisierung stattfinden muss, sowohl auf der Magenseite, aber auch was das Portfolio angeht.
00:07:49: Also ich verantworte hier neben dem klassischen Kommunikationsteam eben auch sehr stark den Bereich Produktentwicklung, also Portfolio.
00:07:58: Wie sind wir hier aufgestellt?
00:08:00: Und da gab es durchaus ein paar Ein paar To-dos und das ist auch eines der Hauptthemen, tatsächlich das Portfolio neu auszurichten mit neuen relevanten Produkten, die einfach dann auch die Brauerei zukunftssicher machen.
00:08:15: Ja, ihr habt ja schon früher einige verschiedene Sorten gehabt.
00:08:18: Ich glaube, das Wasser, was wir aufgemacht haben, das habe ich schon vor zwanzig Jahren mal im Supermarkt gesehen.
00:08:23: Da gibt es ja heute Unternehmen in den USA, glaube ich, Liquid Death, die für den Mineralwasser in Dosen haben da einen riesen Unternehmen gebaut.
00:08:30: Ihr habt das schon seit Ewigkeiten im Programm.
00:08:33: Und auch wenn man so durch die Regale guckt, aktuell im Supermarkt gibt es ja deutlich mehr im Portfolio, was dazu gekommen ist.
00:08:38: Du hast ja gerade eine Cola, glaube ich, geöffnet.
00:08:42: Was habt ihr denn im Portfolio geändert?
00:08:45: Ja, also du hattest es ja am Anfang auch angesprochen.
00:08:47: Der Biermarkt ist jetzt nicht wirklich, macht jetzt nicht wirklich viel Spaß.
00:08:53: aktuell.
00:08:54: Das heißt, die Erosion nimmt zu, es werden der Alkoholkonsum grundsätzlich nimmt ab.
00:09:05: Das wissen ja alle, die Trendsgesundheit etc.
00:09:08: Aber das beschleunigt sich gerade.
00:09:11: gefühlt, vor allen Dingen in den Bereichen Pilz, also eher die tradierten Kategorien und Pflänz.
00:09:19: ist seit vielen, vielen Jahren einfach eine sehr starke Pilzbrand bzw.
00:09:25: Pilzbrauerei.
00:09:27: Und das heißt, uns trifft das natürlich auch ein Stück weit mehr als vielleicht jetzt einer Brauerei aus Bayern, die eher auf Weizen oder Hellbier konzentriert ist.
00:09:36: Und deswegen ist es für uns ganz wichtig, uns herzukunftslicher aufzustellen in Bereichen, die sowohl was... Moderne Pilzkategorien, Bierkategorien angeht, aber vor allen Dingen auch im alkoholfreien Bereich.
00:09:52: Und das ist im Prinzip die Aufgabe, die wir haben.
00:09:56: Damit, sage ich mal, man spricht immer so ein bisschen von strategischen Entscheidungen, aber am Ende ist es eine Überlebensstrategie.
00:10:05: sich da jetzt besser aufzustellen.
00:10:07: Sowohl mit alkoholfreien Bienen, mit Lagerbieren, mit milderen, zufälligeren Bienen, aber natürlich dann eben auch im Bereich alkoholfrei.
00:10:17: Und deswegen haben wir natürlich letztes Jahr sehr intensiv drauf gearbeitet, neben Bienen zweites Standbein aufzubauen und haben dieses Jahr dann die Flensburger Küstenlimus gelauncht.
00:10:29: Okay, und ich glaube das letzte davor waren die, war Strandlager, ist das richtig?
00:10:33: Genau, richtig.
00:10:34: An welchen Capy-Eyes macht ihr denn fest, dass denn so ein Relaunch funktioniert?
00:10:39: Wie guckt ihr darauf?
00:10:40: Da gibt es ja sicherlich verschiedene Perspektiven, Markenwerte, Absatz.
00:10:44: Was guckt ihr euch an?
00:10:45: Ja, also zum einen muss man sagen, dass sowohl Strandlage als auch Küstenlimo für uns ein sehr, waren beides sehr erfolgreiche Produkteinführung.
00:10:57: Wir haben beiden Bereichen, die ... Absatzerwartungen übertroffen.
00:11:01: Jetzt kann man natürlich sagen, da haben wir vielleicht ein bisschen zu defensiv geplant.
00:11:06: Am Ende war es, waren beide Sachen sehr erfolgreich im Lounge und wir gucken dann natürlich aber sehr intensiv drauf.
00:11:16: was passiert eigentlich hinten raus?
00:11:18: Also, wie rotiert das Produkt auch nach der ersten Euphorie im Markt?
00:11:25: Und da können wir sagen, dass sowohl Strandlager sehr gut funktioniert und auch angenommen wurde.
00:11:32: Für uns war bei Strandlager die Herausforderung, dass wir jetzt nicht einfach nur die Kategorien austauschen, also sprich innerhalb der der Flensverwender bleiben, sondern eben doch neue Verwender dazugewinnen.
00:11:42: Und das hat funktioniert, da gibt es natürlich dann einschlägige Analysen, sage ich mal durch die GFK oder Ugov, die das sehr gut zeigen, dass eben Strandlager uns auch hilft, neue Konsumenten zu gewinnen.
00:12:00: Zudem haben wir diverse Auszeichnungen bekommen, ob das jetzt ein Bestseller war oder ein Produkt des Jahres oder andere Auszeichnungen.
00:12:10: Das wird auf jeden Fall auch von Konsumenten gewertschätzt und das ist eine gute Bestätigung für die Entscheidung.
00:12:20: Wenn gleich das durchaus auch nicht ... nicht immer klar war, ob das so der richtige Weg ist, weil Strandlager ja auch ein Produkt ist, was auch eine gewisse, gewisse Alkohol mit sich bringt.
00:12:36: Also wir sind ganz bewusst eben nicht ins Leitbier, in die Leitbierkategorie gegangen, sondern haben gesagt, wir sind eine Marke, die auch eine gewisse Kantigkeit mit sich bringt und insofern war das auch ein gewisses Risiko, was wir eingegangen sind, aber der Konsument hat das.
00:12:53: am Ende gewürdigt und liebt das Produkt tatsächlich.
00:12:56: Also es gibt schon erste Fanclubs von Strandlager.
00:12:59: Also das ist ein ganz interessanter, interessanter Entwicklung.
00:13:02: Okay, Fanclub, was verbickt sich dahinter?
00:13:04: Ja,
00:13:04: also keine offiziellen Themen, aber Menschen, die einfach Strandlager für sich entdeckt haben und gerade Gruppen von Menschen, von Jungs, die dann sagen, das ist unser zukünftiges Bier, wenn wir uns treffen, wenn wir zusammen sind.
00:13:23: Und insofern freut uns das natürlich.
00:13:27: Okay, verstehe.
00:13:28: Wie weit seid ihr damit euren verschiedenen Portfolioprodukten im Handel distruiert?
00:13:33: Also ich glaube, Flens gibt es ja deutschlandweit zumindestens international sicherlich auch an der ein oder anderen Stelle.
00:13:39: Wie macht ihr das mit den anderen Marken des Portfolios?
00:13:41: Also ich glaube insbesondere so Helles etc.
00:13:43: oder Limo, da gibt es ja auch einigen Wettbefärb im Regal.
00:13:47: Das ist korrekt.
00:13:48: Also wir haben natürlich eine sehr starke... Regionalität in unserem Portfolio beziehungsweise auch in unserer Distribution.
00:13:58: Wir sind national vertreten, also uns gibt es auch in Garmisch zu kaufen, allerdings dann auch nur ausgewählte Produkte, also vielleicht ein oder maximal zwei Produkte von unserem Portfolio, wir haben insgesamt fünfzehn Produkte.
00:14:13: Und hier im Norden sind wir natürlich deutlich breiter aufgestellt.
00:14:16: Das Wasser, was du angesprochen hast, ich glaube, da hört die Distribution dann irgendwann nach dem Nordostekanal auf, weil das auch jetzt kein Fokus-Produkt von uns ist, sondern eher eine kleine Liebhaberei und für Fans, die einfach auch ploppen wollen mit dem Wasser.
00:14:35: Aber wenn wir launchen, dann konzentrieren wir uns natürlich immer sehr stark auf den Norden, da wo wir zu Hause sind, da wo wir auch einfach gute Kundenbeziehungen haben, da wo auch der Handel offen ist, gerade auch für regionale norddeutsche Produkte.
00:14:52: Und wenn wir dann hier erfolgreich waren, gehen wir in der Regel dann im zweiten Jahr weiter in den Süden.
00:14:59: Ja.
00:15:00: Spannend.
00:15:01: Also wir haben zum Beispiel für kleine Ergänzung bei den, bei den Limonaden.
00:15:05: Machen wir jetzt schon Listung, Distributionen in Nordrhein-Westfalen.
00:15:11: Das hat mir eigentlich noch gar nicht geplant.
00:15:12: im Jahr eins, aber da einfach die Nachfrage schon so groß war, kam dann, kam dann eins zum anderen.
00:15:19: Sehr gut.
00:15:19: Ja, das klingt, nach einem ziemlich großen Erfolg für die verschiedenen Dingen, die ihr da auf den Weg gebracht habt.
00:15:25: Ich möchte gerne nochmal zurückkommen auf die Marke, denn die Marke ist ja wirklich eine Ikone.
00:15:30: Das Plopp, die bügelige Flasche, so viele aus unserer meiner Generation kennen das noch aus.
00:15:36: Werner Beinhard, das war, glaub ich, so ein kultiges Ding, weil normalerweise Flaschen ja mit Kronkorken aufgemacht wurden.
00:15:44: Dieser Kultstatus, habt ihr den noch, kriegt ihr den transferiert?
00:15:48: Wo steht die Marke und wofür steht sie vielleicht
00:15:51: auch?
00:15:51: Ja, also ich ... Man kann ganz klar sagen, dass wenn wir über einen Markenkern sprechen, über das, was Flensburg oder Flensburger ist, dann ist es einfach der Bügelverschluss, dann ist es das Plopp.
00:16:06: Dann ist es sozusagen der ploppfrische Genuss, der ploppfrische Spaß, den das mit sich bringt.
00:16:15: Wir haben gerade bei der Einführung der Limonaden gemerkt, wie stark dieses Thema ploppen ist.
00:16:24: Also früher war das so, dass zum Teil dann einfach die Kinder gerne die Flaschen aufmachen wollten, weil das einfach Spaß macht.
00:16:33: Und das natürlich dann bei Bier nicht geht oder schwierig ist.
00:16:37: Und die haben jetzt einen Heidenspaß mit den alkoholfreien Produkten.
00:16:41: Und das ist einfach die DNA von Flens.
00:16:45: Und dazu kommt natürlich, dass gerade in der Kommunikation seit ... vielen Jahrzehnten auch der norddeutsche Humor sehr stark durchgetragen worden ist, also der klare Bezug zu Norddeutschland, zu den norddeutschen Menschen und auch ein Stück weit ihrer besonderen Art, also eine gewisse Wortkarge Art und Weise und genau das.
00:17:13: Verbindung mit einem norddeutschen Humor steht sehr stark für die Marke und wird auch heute natürlich noch in der Kommunikation dann auch genutzt und verwendet.
00:17:27: Wie weit glaubst du, kann man die Marke auch im Bezug auf Portfolio ausdehnen, ohne dass die verwässert wird?
00:17:34: Ja, das ist eine interessante interessante Gedanken, weil natürlich auch das im Zug an der langfristigen Strategie diskutiert wird.
00:17:45: Und wir hatten die Diskussion auch schon ganz klar bei den Limonaden.
00:17:48: Also sprich die Entscheidung zu gucken, Wir eigenständig sind eigentlich Limonaden.
00:17:55: Also ist es eher eine Subrange, ist es eine Subbrand, ist es eher schon ein Endorse Brand.
00:18:01: Da haben wir uns sehr, sehr viele Gedanken tatsächlich gemacht, weil wir natürlich auch nicht unendlich viel Budget haben.
00:18:07: Also wir müssen einfach auch budgetär Synergien nutzen, die die Marke bietet.
00:18:13: Auf der anderen Seite müssen wir eben auch ganz klar sagen, da drin ist kein Bier.
00:18:16: Also wir müssen den Konsumenten sehr deutlich sagen, dass es zwar Flens, aber es ist kein Bier.
00:18:21: Deswegen brauchten wir dann eine gute Mittellösung, dass wir die Identität behalten als Flensburger.
00:18:30: Auf der anderen Seite aber eine sehr starke Eigenständigkeit.
00:18:32: Deswegen war eben auch die Entscheidung des Produktkonzeptes so ausgeprägt.
00:18:39: Und die gleiche Frage stellen wir uns natürlich in anderen Bereichen, wo wir gucken, wo kann man gegebenenfalls auch die Marke noch weiter expandieren.
00:18:48: Wo sind wir?
00:18:50: Wo können wir das glaubwürdig tun?
00:18:52: Und natürlich schauen wir uns... Getränke an.
00:18:56: Wir schauen uns aber auch andere Bereiche an.
00:18:59: Und wir haben ja auch einen Whiskey, den wir anbieten, der allerdings auch immer nur als, sag ich mal, als limitierte Edition produziert wird.
00:19:10: Und das ist natürlich jetzt kein riesen Business Case für uns, sondern eher eher ein Content Case, also sprich, dass wir über die Marke reden, über Flens reden.
00:19:19: Und für viele Fans ist es einfach ein schönes Produkt.
00:19:22: Ist auch ein sehr hochwertiges.
00:19:23: Produkt.
00:19:25: Aber die überlegen jetzt sagen so, wir steigen jetzt hier irgendwie groß in Spritose ein, die haben wir momentan nicht, aber wir schauen uns durchaus auch andere Bereiche an.
00:19:36: Hast du schon was, was du, was du spoilern kannst oder so?
00:19:39: Nee, so noch nicht.
00:19:41: Wir sind momentan natürlich sehr stark fokussiert auf unser zweites Standband alkoholfrei.
00:19:47: Produkte.
00:19:48: Da fließt momentan sehr stark die Gedanken rein und auch die Zeit rein, uns hier fünftig aufzustellen und da wird definitiv dann auch, sag ich mal, in nächster Zeit dann auch noch was kommen.
00:20:00: Sehr gut.
00:20:03: Meine ersten Tipps wären dann natürlich Energy oder so Nahrungsergänzungsgetränke.
00:20:08: Was gibt es noch?
00:20:08: Crafty habe ich noch nicht entdeckt.
00:20:11: Ja.
00:20:12: Kann die Menti, okay, sehr gut.
00:20:13: Nein, nein, nein, also ich hab net genickt.
00:20:18: im Prinzip, aber das ist genau die Frage, passt Energie zu, also passt dieser, sag ich mal eher funktionale Wert von Energie, passt ja zu uns.
00:20:32: Energie ist sehr stark Dose.
00:20:35: ganz klar in der Flasche mit dem Plop.
00:20:37: Also da muss man halt einfach gucken, wie weit ist tatsächlich Energie weg.
00:20:40: Und falls du mal geguckt hast in der Vergangenheit, wir hatten tatsächlich auch schon mal ein Energie.
00:20:45: Wirklich?
00:20:47: Vor vielen Jahren, der hat aber auch nicht lange überlebt.
00:20:50: Also das hat damals konzeptionell, entweder waren wir zu früh oder das Konzept hat nicht funktioniert.
00:20:57: Also vor vielen, vielen Jahren gab es mal einen Energiebier tatsächlich.
00:21:02: Besonders.
00:21:04: Okay, ich bin gespannt, was als nächstes passiert.
00:21:06: Ich würde gern einmal ein bisschen tiefer einsteigen ins Marketing bei euch.
00:21:12: Was ist beim Marketing so der absolute Nordstern, hinter dem ihr euch versammelt, was worauf zielt ihr, wenn ihr Monks aufsteht und ins Büro geht und Marketing arbeitet?
00:21:26: Also es ist Absatz, Umsatz, Loyalität, Markenwerte.
00:21:31: Ja, also wir sind ... Wir sind ein ... vielleicht auch ein bisschen untypisch für Brauereien, sind wir eher Werte getrieben und weniger Absatz getrieben.
00:21:42: Also wir sind schon fokussiert auf, was bleibt am Ende hängen auch für uns und uns treibt einfach der Konsument um.
00:21:54: Also Bier ist tatsächlich auch ein Alter.
00:21:59: älterer markt wenn man sich die verwende anschaut das muss man ganz klar sagen.
00:22:03: also sechzig prozent ist das der der der mänge wird wird gekauft von menschen über fünfzig und Das sind natürlich viele, viele Menschen aufgrund der Demografie mit einer hohen Intensität als solche.
00:22:23: Also der Großteil des Absatzes liegt einfach in der älteren Zielgruppe und uns treibt einfach ganz klar rum, wie können wir langfristig auch neue Konsumenten... in unser Portfolio, in unser Bier-Portfolio kriegen, beziehungsweise dann entsprechend, wenn wir das nicht schaffen, dann eben in der zweiten Strategie zu gucken, welche Produkte brauchen wir, um die jüngeren Zielgruppe anzusprechen.
00:22:49: Also das treibt uns sehr stark rum, weil einfach der, gerade beim Thema Recruiting neuer Konsumenten zwei Effekte, wir haben einmal weniger Menschen aufgrund der Demografie und Diese trinken auch noch viel weniger Bier.
00:23:06: Also, diese doppelte Effekt ist für uns natürlich sehr herausfordernd.
00:23:12: Und den müssen wir entgegnen und das ist eines der Kernthemen, die uns umtreibt.
00:23:19: Okay.
00:23:20: In der Recherche habe ich geglaubt, rauszufinden, dass ihr schon starken Fokus auf digitale Kanäle seeligt, auf CTV.
00:23:30: Wie muss man sich eure Marketing-Wegs heute vorstellen?
00:23:32: Ja.
00:23:34: Der hat sich auch jetzt, seitdem ich angefangen habe, auch ein Stück weit verändert.
00:23:39: Also wir haben uns natürlich sehr stark die Zielgruppen angeguckt und haben uns natürlich damit beschäftigt, wie sprechen wir gewisse Zielgruppen an.
00:23:48: Und ich sagte vorhin, dass wir eher eine regionale... regionalen Fokus haben.
00:23:55: Das heißt, so klassisch das Lineare TV ist für uns kein Thema, weil wir einfach dazu große Streuverluste haben und offen gesagt ist es auch einfach nach wie vor ein sehr teureres Medium ist.
00:24:08: Das heißt, das Thema Targeting ist für uns essentiell und da schauen wir uns natürlich an, wo können wir gut targeten.
00:24:16: auch zielgruppenspezifisch tageten und da gab es für uns in der Vergangenheit auch immer so zwei Themen.
00:24:21: Das eigentlich mal war Audio, also Radio klassisch.
00:24:25: weil wir natürlich mit dem mit dem ploppen ein starkes sound logo haben was man sehr stark nutzen kann auch wieder wieder wieder erkennung hat.
00:24:32: und das zweite natürlich dann zu gucken wo geht man rein ob das jetzt connect tv ist oder oder oder e tv also beides durchaus eine spannende möglichkeit ist.
00:24:41: und da sind wir jetzt auch ja intensiv unterwegs seit seit circa zwei jahren vor allem im im ctv aber eben auch im im Audio nach wie vor und auch im Bereich ATV.
00:24:56: Und dazu macht ihr natürlich noch eine Reihe an Sponsoring.
00:24:58: Plantsburg-Handewit, das glaube ich, liegt auf der Hand.
00:25:01: Ich meine, ich hätte euch aber nur nicht auch bei anderen Bundesliga-Clubs auf Verbande gesehen.
00:25:05: Ja, wir sind tatsächlich natürlich lokal patriotisch verwundet mit der SK Flensburg-Kandevit, die in der ersten Bundesliga spielt für Handball.
00:25:17: Aber wir sind auch Partner des von Holstein-Kiel, die letztes Jahr ... natürlich in der ersten Bundesliga gespielt haben und jetzt in der zweiten Bundesliga wieder spielen.
00:25:31: Und da findet man uns natürlich auch auf der Bande.
00:25:34: Und ja, das ist natürlich ein klassisches Sportumfeld.
00:25:37: Wir sponsern aber auch noch weitere, nicht nur Vereine, sondern auch Sportarten, also den Schleswig-Holsteinischen Fußballverband.
00:25:46: den Schleswig-Holsteinischen Volleyball-Verband, wo wir gemeinsam die Flens Beach Trophy spielen, also klassisches Beach Volleyball-Wettbewerb, den wir dann sponsern.
00:26:03: Und ja, also natürlich lokale ... regionale Engagement zählen für uns natürlich auf jeden Fall dazu, um hier natürlich auch die Region zu stärken und uns auch als Bier der Region zu präsentieren.
00:26:18: Ja, sehr gut.
00:26:21: Finde ich alles super gute Investments und gute Dinge, was mich total interessieren würde.
00:26:26: Ist ja auch immer eine große Frage, wie messig den ganzen Impact eigentlich der Aktivitäten, die ich mache und der Euros, die ich investiere.
00:26:33: Du hast eben schon gesagt, ihr seid ein Familienunternehmen.
00:26:35: Ich kann mir vorstellen, dass ganz viele der Entscheidungen auch Bauchentscheidungen sind oder Entscheidungen aus dem guten Glauben, was Gutes für die Region zu tun, wo man nicht auf den letzten Cent guckt.
00:26:45: Aber bei den anderen Themen, wie isoliert ihr... Die Wirkung der einzelnen Maßnahmen z.B.
00:26:50: jetzt zieht ihr wie du machst einen Flight, wie schaust du drauf und bewegt sich die Tachonadel
00:26:57: danach.
00:26:57: Ja, also natürlich gucken wir erstmal... wen wollen wir ansprechen und welche medien nutzt er?
00:27:04: also das ist erstmal so.
00:27:06: die erste entscheidung für uns und dann die zweite entscheidung ist natürlich dann zu gucken wo in welcher eben des funnels wollen wir wollen wir reingehen?
00:27:15: und gerade wenn man natürlich auch neue produkte launch dann muss man da ein stückweit ja auch auf bekanntheit gehen.
00:27:22: und da schauen wir uns natürlich.
00:27:24: wir haben Dann Partner mit Jom, unserer Media Agentur, mit der wir natürlich dann tiefer in die Analysen steigen und auch gucken, was eigentlich für uns die richtigen KPIs sind.
00:27:37: Und ein Thema, was mich grundsätzlich immer bewegt, ist auch ein Stück weit die Akzeptanz von Werbung.
00:27:45: Weil ich finde, es gibt nichts Schlimmeres als eine Reaktanz.
00:27:50: Also da kann die Platzierung noch so toll sein, aber wenn einfach ... der Mensch kein Bock hat gerade, dann stößt das ja eher ab.
00:27:58: Und insofern, wir wollen ja unterhalten, wir wollen ja auch irgendwie Geschichten erzählen.
00:28:04: Und insofern hilft es für uns natürlich immer, wenn der Konsument in der Leanback-Position ist.
00:28:13: Big Screen ist natürlich für uns immer auch spannend, weil wir natürlich, wenn wir Geschichte erzählen, auch mit Bildern arbeiten.
00:28:20: Und insofern gucken wir uns schon an, auch so wie es auch die Werbeerinnerung in den jeweiligen Kanälen und da ist natürlich ein Mars TV relativ weit vorne, was die Werbeerinnerung angeht und auch die... die Dauer beziehungsweise, wie lange man sich dann auch tatsächlich auch Werbung anschaut.
00:28:42: Das ist dann in Social dann vielleicht noch nicht so stark ausgeprägt oder einfach viel zu schnell.
00:28:48: Und das steuern wir dann auch nach diesen Gesichtspunkten aus.
00:28:52: Also einmal eine reichweite Kontakte, aber eben auch, wo finden wir die höchste Akzeptanz auch für Werbung?
00:29:02: Ja, die, ja klar, die in Bettingsituationen im CTV ist ja eh gegeben.
00:29:08: Und da das Werbung fällt auch noch nicht so voll gepumpt ist, marschieren die Menschen ja nicht rein, weil sie dann weg vom Screen, sondern bleiben die ein, zwei Spots kurz sitzen.
00:29:18: Und beim Zwarsch ist natürlich klar, die Wahrnehmung ist eher flüchtig.
00:29:21: Ja.
00:29:21: Ja.
00:29:22: Und es passiert auch da relativ viel.
00:29:24: Also das sehen wir ja auch mit den neuen Formaten.
00:29:27: Die Post-Ed, die jetzt beispielsweise ja auch neu eingeführt wird.
00:29:30: Das sind ja Formate, wo man das Gefühl hat, das sind eine schöne Plattform auch für eine Marke irgendwo sich zu präsentieren.
00:29:39: Und also insofern ist das spannend, was da einfach jetzt dann auch vielleicht noch passiert in dem Bereich.
00:29:46: Ja, interessant, dass du das Sports-Alt ist ja relativ neu als Format und wird noch gar nicht so gern genutzt, das ist mein Gefühl, weil die meisten Werbungtreibenden eher auf ihren Spots setzen und dann nicht extra was produzieren wollen, aber finde ich auch ein interessantes Format.
00:29:59: Ja, ich könnte auch natürlich auch sein, dass die Medienpläne einfach einmal im Jahr definiert werden.
00:30:05: Und wenn dann unterjährig ein neues Format rauskommt, dass man dann nicht so flexibel ist als Unternehmen, dann direkt aufzureagieren.
00:30:11: Ja.
00:30:12: Also ich könnte mir vorstellen, dass es nächstes Jahr ein bisschen, ja, ein bisschen, bisschen dynamischer wird vielleicht bei dem Thema.
00:30:19: Das kann
00:30:19: auf jeden Fall sein.
00:30:20: Aber wenn man gute Dinge als erster entdeckt, hat man auf jeden Fall schon Vorteile, weil es kein anderer nutzt.
00:30:28: Das sollte man immer ... fleißig weitermachen.
00:30:31: Hast du ... ... Beispiel aus der Industrie in Bezug auf Messung ... ... oder so Marketing-Mix-Modelling, ... ... die das besonders gut machen, ... ... wo du sagst, hey, da kann man noch was lernen ... ... oder hast du jetzt bei deinen Stationen vorher ... ... beispielsweise auch ...
00:30:43: ...
00:30:44: ähnliche Vorgehensweisen gesehen?
00:30:47: Also ... ... so ein Bestcase habe ich tatsächlich nicht.
00:30:51: Also ich verfolge natürlich die ... ... Diskussion, wie man einfach auch ... Ja, gewisse Dinge zusammenbringen kann, auch kostmedial.
00:31:00: Aber dafür sind wir dann auch... sag ich mal, in der Struktur bei uns auch zu klein, dass wir so tief dann in die einzelnen Themen wirklich dann auch fachspezifisch einsteigen können.
00:31:11: Das machen wir dann auch dann eher mit unseren Partnern beziehungsweise dann auch mit unserer Media Agentur.
00:31:18: Aber so ein Best Case habe ich tatsächlich auch nicht gesehen.
00:31:20: und ja, also das wird nach wie vor für uns auch ein großes Thema, aber da haben wir noch keine Lösung.
00:31:28: Okay, ja, musst du auch immer noch was zu tun geben, was man noch erreichen kann.
00:31:32: Bei der Struktur des Marketing, du hast ja eben schon angesprochen, dass ihr ein relativ kleines Team seid.
00:31:36: Ihr macht Media mit Jom aus Hamburg, schönen Grüße.
00:31:41: Wie seid ihr bezüglich der anderen Gewerke aufgestellt?
00:31:45: Was macht ihr selber oder macht ihr überhaupt etwas selber?
00:31:49: Also wir ... Ja, wir sind sechs, also mein Team besteht noch aus sechs Mitarbeitenden, auch ein sehr heterogenes Team.
00:31:57: Eine Kollegin von uns, die ist jetzt auch schon fast sechszig, die ist halt vielen, vielen Jahren im Unternehmen, über fünfundzwanzig, dreißig Jahre, eine totale, eine totale Bank, wenn es darum geht, wenn man irgendwas wissen will.
00:32:12: Und wir haben natürlich gerade im digitalen Bereich ein paar jüngere Kollegen, Kolleginnen, also wir haben digital Team bestehen aus zwei Personen.
00:32:23: Wir haben ein Produkt- bzw.
00:32:27: Trade Marketing Team, also auch aus zwei Personen.
00:32:31: Wir bauen gerade auch das Thema Blend Experience ein Stück weit auf.
00:32:35: Die Brauereien haben ja immer sehr stark das Thema Bierwagenlogistik, weil das natürlich auch eine Absatz.
00:32:41: Kanal ist und wir versuchen gerade auch in dem Bereich die Marke stärker mit reinzubringen.
00:32:46: Das sind auch Themen, die ich natürlich auch mitgebracht habe, auch aus der Vergangenheit in Sachen emotionale Markenführung, gerade wenn man über junge Menschen spricht, dass man da eben jetzt nicht nur mit dem Bierwagen steht, sondern vielleicht auch die Menschen anderweitig anspricht.
00:33:01: Insofern haben wir da auch für die nächste Zeit auch was vor, dass wir da eben ein bisschen emotionaler und ein bisschen moderner auftreten.
00:33:12: Und wir haben natürlich auch das ganze Thema Unternehmenskommunikation, Besichtigungen.
00:33:15: Wir haben hier in der Brauerei im Jahr ca.
00:33:18: zwanzigtausend Besucher, Besucherinnen, die hier vorbeikommen.
00:33:23: Und das ist natürlich auch ein Thema, was wir managen müssen.
00:33:27: Wir haben dreizehn Guides.
00:33:29: Das sind dann eher auch Studenten hier aus Flensburg, von der Uni oder von der Hochschule, die dann hier für drei, vier Jahre bei uns die Führung übernehmen, die das ganz toll machen.
00:33:40: Und dem Bereich haben wir auch, wir haben hier unten noch einen Shop, ein Plop Shop, also alles, was DTUC angeht, sowohl online als auch hier vor Ort.
00:33:50: Genau, das sind die Themen, die wir sozusagen im Team selber machen.
00:33:54: Und ja, ich darf das Team leiten, ich darf das Team weiterentwickeln und das Thema Media liegt dabei dann auch bei mir in der Hauptverantwortung.
00:34:03: Okay, wer macht Kreation bei euch?
00:34:06: Das ist eine Agentur aus Hamburg, AdQuarter und das ist auch tatsächlich vielleicht gar nicht so gewöhnlich.
00:34:14: AdQuarter ist seit über twenty-fünf Jahren.
00:34:16: Partner und Agentur von von Flensburger.
00:34:20: Das heißt diese ganzen alten Filme, die man noch kennt mit mit den zwei Jungs auf dem Kutter, die sich die Mütze tauschen und dann ihr Stichwort Charisma und so oder die die Jungs auf der Schaukel mit dem kleinen mit dem Proll der vorbeifährt und nach dem Weg fragt und also all diese alten Geschichten, die sind aus der Feder auch von Adquater entstanden und mit denen arbeiten wir auch weiter weiter zusammen und da wird auch nächstes Jahr auch in der Kommunikation noch noch mal.
00:34:46: das Neues entstehen.
00:34:47: Das ist das zweite Thema, mit dem ich mich gerade beschäftige, neue Kampagnen aufzusetzen für nächstes Jahr.
00:34:53: Oh, auf den Zwanzigjahren, das ist eine wirklich tolle Kundebeziehung.
00:34:55: Ja.
00:34:55: Und toll, dass das so lange auch funktioniert, gibt es ja wahrscheinlich auch hauptsächlich in inhabergefüllten Unternehmen, wo man dann einfach beieinander steht.
00:35:03: Ja.
00:35:04: Stark.
00:35:06: Wie sieht das mit dem Thema KI aus?
00:35:08: Seid ihr da schon intern aufgesprungen und nutzt dein Team das schon, wahrscheinlich die Jüngerin eher als die älteren?
00:35:14: Ja, also jenseits der Bildgenerierung für irgendwelche Präsentationen.
00:35:22: Ich glaube, dass das so der typische Einstieg ist.
00:35:25: Ja, also wir nutzen KI.
00:35:28: Wir nutzen KI, aber eher aus dem Ansatz heraus ist sonst das Leben erleichtern.
00:35:35: Also sprich, wir gucken eher, wo kann uns KI helfen bei klassischen Prozessen, also Thema Automation
00:35:40: etc.,
00:35:42: weniger jetzt im kreativen Bereich.
00:35:44: Also da setzen wir KI ganz bewusst erstmal nicht ein, sondern es soll uns einfach das Leben erleichtern.
00:35:51: Wir beschäftigen uns natürlich auch damit zu gucken, wie kann uns dann vielleicht auch KI in der Produktion helfen.
00:36:01: Jetzt kommt wieder so ein bisschen die Markensicht, was passt eigentlich zu uns?
00:36:06: Was passt eigentlich zu Flens?
00:36:07: Und zu Flens gehört einfach auch eine gewisse Bootständigkeit und eine gewisse Natürlichkeit.
00:36:13: Und da muss man halt ganz genau gucken, wird der nächste CTV-Spot KI generiert oder nicht?
00:36:20: Und wahrscheinlich nicht, weil wir davon ausgehen, dass es schon wichtig ist, da auch dann innerhalb der MarkendNA einfach auch zu bleiben.
00:36:31: Aber wenn es darum geht, uns zu helfen, uns das Leben zu erleichtern, dann sind wir natürlich auch mit KI gut unterwegs.
00:36:37: Ja, finde ich eine super spannende Perspektive.
00:36:40: Natürlichkeit, Bodenständigkeit, diese ganzen Werte, die du auch total verinnerlicht hast.
00:36:44: Die merkt man schon in der Entscheidung, dass sie drin sind.
00:36:48: Ich würde gerne nach vorne blicken.
00:36:51: Was ist eine oder eine mutige Vorhersage für den Biomarkt-sweitausendsechsundzwanzig?
00:36:56: Weil der vielleicht die meisten deiner anderen Kollegen mal den Kopf schütteln würden.
00:37:04: Also nach vorne gucken im Biermarkt momentan ist tatsächlich echt schwierig.
00:37:12: Ich glaube, dass das Wachstum, also wenn wir überhaupt wieder von Wachstum sprechen können, Wachstum nur noch aus dem alkoholfreien Bereich kommen wird.
00:37:27: Weil das einfach jetzt ja nicht nur ein Trend ist, sondern das ganze Thema Subriety ist ja mittlerweile ein... ist ja Lifestyle geworden.
00:37:35: Also das sind ja nicht mehr nur Einzelne, die beispielsweise auch komplett auf Alkohol verzichten, sondern es werden ja immer mehr.
00:37:43: Und dieser Lifestyle wird, denke ich mal, die nächsten Jahre bleiben.
00:37:47: Insofern... bietet sich bei Bier einfach eine gute Chance, das traditionelle Getränk, Bier einfach neu zu denken, aber eben in alkoholfreien Bereichen.
00:37:57: Ich glaube, da gibt es viele spannende Themen.
00:38:01: Wir sind natürlich in Deutschland immer noch auch mit dem Reinheitsgebot, ich will nicht sagen eingegrenzt.
00:38:08: aber limitiert, was einfach die Rohstoffe angeht.
00:38:14: Aber ich glaube, dass einfach auch durch neue Techniken und neue Denken von Bier einfach auch nochmal viele spannende Produkte entstehen können.
00:38:26: vielleicht nicht ganz so kopfschüttelnd die These, wie du es erhofft hast, aber ich glaube, da wird noch viel entstehen.
00:38:34: Und wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann nach Generation Alpha wieder eine partywütige Generation, die heranwächst, Generation Beta oder so, die dann wieder voll auf Alkohol abgehen.
00:38:49: Wer weiß, also im Prinzip das... Das kann man nicht hervorsagen oder vorkasten.
00:38:58: Wie guckst du aufs Marketing nächstes Jahr?
00:39:00: Was sind da deine Gedanken?
00:39:01: Was muss man nächstes Jahr anpacken?
00:39:03: Was sind die großen Themen?
00:39:07: Also für uns tatsächlich ist, wir werden nächstes Jahr ein Stück weit uns mit der neuen Kampagne einfach beschäftigen.
00:39:17: Also neue Kampagnen-Launchen.
00:39:20: Wir haben ... neben dem klassischen Herausforderungen natürlich an der Bekanntheit, an der Reichweite zu arbeiten, die jungen Menschen einfach zu erreichen.
00:39:33: Und das eben dann auch zu gucken, hat man ja auch den richtigen Ansatz im Social.
00:39:39: Was sind die richtigen Knöpfe, die man drückt?
00:39:42: Auch das Thema KBIs werden wir nächstes Jahr nochmal für uns neu definieren.
00:39:46: Da haben wir jetzt aber auch einen guten Partner, mit dem wir da zusammen raufgucken können.
00:39:52: Wir sind das erste Mal mit den Coolies jetzt auch in TikTok reingegangen, weil Alkohol ja auf TikTok immer noch ein schwieriges Thema ist.
00:40:01: Und ich glaube, da wird noch viel entstehen, also alles, was Content angeht, was Entertainment angeht.
00:40:10: Wir werden nie die Marke sein, die sofort auf aktuelle Geschehnisse aufspringen wird, wie das andere tun.
00:40:21: Aber natürlich zu gucken... Ja, eine gewisse Entertainment-Formate dann einfach auch zu entwickeln.
00:40:27: Also, gerade für den Social-Bereich.
00:40:30: Also das sind so die Herausforderungen.
00:40:32: Du hast gerade eine ganz spannende Sache gesagt, dass du auf die KPIs nochmal schauen willst, neu schauen.
00:40:37: Was ist dir denn da aufgefallen, worüber man nachdenken sollte oder was vielleicht auch Missleading ist?
00:40:42: Ja, also grundsätzlich die Diskussion, die klassischen KPIs, die wir alle immer gleich im Blick haben, ob das jetzt die Follower sind oder Engagement-Rate.
00:40:57: Also ich finde, was wir merken ist, dass Also allein die allein die Unterscheidung zu sagen wie wie viel Content brauchen wir eigentlich also wie stark.
00:41:12: Gehen wir eigentlich rein wie stark gehen wir mit bewegt wird rein.
00:41:15: Das ist ja auch am Ende.
00:41:16: und Kosten fragen aber was ist noch effektiv was nicht.
00:41:20: Und am Ende merken wir das gewisse Formate einfach richtig richtig gut funktionieren.
00:41:27: Die mutig sind so und.
00:41:34: Und da schauen wir uns natürlich sehr stark Impressions an, beziehungsweise wie viele Konsumenten können wir erreichen, auch die noch nicht Follower sind, also außerhalb sozusagen unserer Follower-Schaft.
00:41:46: Und da haben wir letztes Jahr oder dieses Jahr Formate ausprobiert, wo sage ich mal ich hier durchaus den ein oder anderen Kopfschüttler.
00:41:55: geerntet habe innerhalb des Unternehmens, die aber richtig gut funktioniert haben.
00:42:00: Und das zu lernen und auch dem Team die Freiheit zu geben und dann zu sagen so, ja hat das funktioniert ja nein und dann guckt man eher darauf natürlich auf Engagement-Rate und Impressions und auch durchaus auch Follower-Rachstum als solches.
00:42:17: Und welche KPI es wird so rauswerfen am liebsten, die man nicht mehr angucken sollte?
00:42:23: Also ich glaube, dass das Follower-Wachstum uns nicht treiben sollte mehr, sondern eher die Qualität ein Stück weit, also der Austausch mit der Community.
00:42:37: Und auch die Qualität der... ... des Austausches.
00:42:45: Also, ich sag mal, so weit man das natürlich nicht ... ... kann man natürlich auch stückweit nur qualitativ trecken.
00:42:53: Aber wie groß beziehungsweise ... ... auch wie qualitativ gut ist das Engagement, ... ... was dabei rumkommt.
00:43:00: Also, jetzt sagen, ... ... klar, du kannst natürlich über ein Gewinnspiel ... alles hochtreiben, aber das ist am Ende ja nicht langfristig gedacht.
00:43:08: Insofern ein gutes organisches Wachstum zu haben.
00:43:11: Für uns ist es wichtig, die Alterstrukturen im Blick zu haben.
00:43:16: Also das zum Beispiel eine KPI, wie groß ist eigentlich unser Anteil meiner Frauen.
00:43:22: Also da haben wir ein KPI definiert, weil wir uns eben auch ein bisschen weiter öffnen wollen und auch, ja, als, sag ich mal, Lifestyle-Brand auch mehr Frauen ansprechen wollen, als vielleicht in der Vergangenheit.
00:43:38: Mhm.
00:43:39: Interessante Altersko-Horten, finde ich, auch eine spannende KPI.
00:43:42: Denkt ja wegen viele, glaube ich, gar nicht so in der Tiefe drüber nach.
00:43:46: Ich hätte noch eine letzte Frage.
00:43:49: Und zwar, wir sind ja bei Beyond the Screen und möchten von dir deine Tipps, die man anschauen sollte im Streaming, einmal einsammeln.
00:43:57: Was sind deine drei Streaming-Tipps?
00:44:01: Filmserie?
00:44:04: Ja, also ich muss ganz ehrlich sagen, ich striebe gerne.
00:44:10: Ich habe doch das Einwanderne-Abo, aber ich bin da jetzt nicht sehr anspruchsvoll.
00:44:16: Also ich mag auch gerne mal ein bisschen... paar einfache Themen.
00:44:22: Also ich bin zum Beispiel ein Fan von Below Deck.
00:44:27: Also ich weiß gar nicht, wie die in Deutschland heißen.
00:44:32: Sie halt so eine Dokumenterie über Crews, die dann auf so Yachten unterwegs sind.
00:44:42: Das mache ich hauptsächlich.
00:44:44: auch so ein bisschen um englisch drin zu bleiben.
00:44:47: Wenn man hier in der Flensburger Brauerei arbeitet, hat man jetzt nicht so viel, also benutzt man das Englisch jetzt nicht so häufig, deswegen gucke ich mir links und rechts einfach an, wo man auch ein bisschen im Kopf fit bleibt, auch mit der Sprache.
00:45:01: Das ist ein Thema, ansonsten bin ich da auch immer auch in einem Kompromiss mit meiner Lebenspartnerin, was man dann abends zusammen guckt und dann geht das halt auch manchmal auch sehr stark in die Krimine.
00:45:14: Richtung oder zu crime oder ähnliches.
00:45:17: Okay, klasse.
00:45:18: Vielen Dank, Stefan.
00:45:20: Damit sind wir am Ende des Podcast angekommen.
00:45:22: Vielen Dank, dass du unser Gast bist, warst.
00:45:25: Vielen Dank für die tiefen und ehrlichen Einblicke über Flensbrauerei, über die Marken, DNA und das alles, was vor euch liegt.
00:45:32: Ja, ganz Spaß gemacht.
00:45:33: Vielen Dank.
00:45:34: Du willst mehr
00:45:35: in die Digital Marketing-Welt von morgen eintauchen?
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