Zu Gast: Tim Alexander von SwissLife AM (#24)
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Tim Alexander, Geschäftsleitungsmitglied bei Swiss Life Asset Managers die Bereiche Marketing und Kommunikation verantwortet, darüber, wie er Marketing-Organisationen als „Ecosystem-Architekt“ radikal umbaut und warum er das Beschwerdemanagement aus dem Keller direkt in das Marketing-Zentrum geholt hat. Außerdem erfahrt ihr, weshalb klassische Agentur-Pitches für ihn der Vergangenheit angehören und warum er die eigenen Mitarbeitenden zu den glaubwürdigsten Botschaftern der Marke zählt.
Themen der Folge:
- Human Centricity: Warum der Mensch der Anfang jeder Entscheidungskette sein muss und wie Tim Alexander das Beschwerdemanagement direkt ins Marketing geholt hat.
- Der CMO als Architekt: Die Transformation vom kreativen „Sender“ hin zum Gestalter von Echtzeit-Betriebsmodellen und digitalen Ökosystemen.
- Radikaler Inhousing-Kurs: Warum er über 70 Agenturen reduziert hat, um die kreative Verantwortung wieder direkt ins Team zu holen und Prozesse durch KI-Sourcing zu unterstützen.
- Kultur als Erfolgsfaktor: Die Bedeutung von psychologischer Sicherheit, angstfreien Räumen und die kulturellen Unterschiede in der Arbeitsweise zwischen Deutschland und der Schweiz.
- Social Media im B2B: Wie authentische Markenbotschafter die klassische Mediaplanung ergänzen und warum „Sentiment“ die entscheidende KPI für 2026/27 wird.
Über Tim Alexander:
Tim Alexander ist ein führender Kopf für strategische Transformation und verantwortet als Geschäftsleitungsmitglied bei Swiss Life Asset Managers die Bereiche Marketing und Kommunikation. Seine Karriere begann operativ in der Agenturwelt bei Grey, bevor er die Markenführung bei Unternehmen wie O2 und Swisscom verantwortete. Als CMO der Deutschen Bank trieb er über zehn Jahre lang den kulturellen Wandel voran und etablierte psychologische Sicherheit als Basis für die Team-Performance.
Beyond The Screen ist eine Produktion der TLDR Studios.
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:19: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Beyond the Screen.
00:00:22: Unser heutiger Gast ist eine der profiliertesten strategischen Köpfe der Marketingwelt, von O-Too über die Deutsche Bank bis hin in die Geschäftsleitung bei Swiss Life Asset Managers hat er bewiesen dass er Marken nicht nur kommunikativ sondern tief in der Unternehmensstatik verändern kann.
00:00:36: Er versteht den CMO als Dirigenten, holt das Beschwerdemanagement direkt ins Marketing und baut aktuell radikal externe Agenturen ab um mit KI eigene interne Kreativität zu entfesseln.
00:00:47: Wie man Transformation im Maschinenraum großer Unternehmen umsetzt besprechen wir heute!
00:00:51: Herzlich willkommen Tim Alexander.
00:00:52: schön dass du da bist.
00:00:54: Hallo, das ist ja schon alles verraten.
00:00:55: Also was kann ich dann auch erzählen?
00:00:57: Ja,
00:00:57: ich glaube einiges einiges!
00:00:59: Ich würde ganz gerne direkt einsteigen in eins deiner philosophischen Credos Mensch im Zentrum.
00:01:04: Human Centricity is'n riesige Schlagwort Was du häufig benutzt, häufig auch öffentlich auf LinkedIn kommunizierst und ich habe das fairerweise selbst erleben dürfen.
00:01:13: als du damals In der deutschen Bankrolle es erstmal bei uns in der Agentur warst Hast Du dir gewünscht dass du mal das ganze Team kennenlernst.
00:01:20: Und als ich gefragt hab das ganze team hast du gesagt Das ganze Team.
00:01:24: Da haben wir einen sehr vollen Konfi und das wirklich mit den Menschen interessiert gesprochen, die gefragt was sie so umtreibt auch nicht nur beruflich sondern auch in der Freizeit.
00:01:32: Und nachdem du weg warst oder das halbe Stündchen da hattest du alle Menschen für dich gewonnen durch deine zugewandte Art und dein ernsthaftes menschliches Interesse und dass du gezeigt hast die Menschen sind dir wichtig.
00:01:44: und schwupp die Wupp!
00:01:46: Waren alle Fans und haben echt sich gefreut, vor euch arbeiten zu dürfen.
00:01:49: Weil sie wussten das ist jetzt nicht so ein Typ mit geliehener Macht der die ausspielt sondern er meint es ehrlich und er ist wirklich interessiert hat Lust was zu verändern?
00:01:57: Was macht diese persönliche menschliche Führungsphilosophie mit der Performance unter Kultur in deinen Teams aktuell
00:02:05: also ich war mal vorne.
00:02:06: also schön dass du die Beobachtung so hier geteilt hast.
00:02:09: ja und das ist ja nicht irgendwie ein Spiel oder was ich mir ausgedacht habe irgendwie mehr Performance zu kommen, es liegt schon in mir selbst.
00:02:16: Ich freue mich mit Menschen zu arbeiten und ich interessiere mich auch dafür.
00:02:19: Und ich glaube ein guter Marketier muss sich auch für die Menschen interessieren.
00:02:23: Das habe ich dann zur Philosophie gemacht, hab ja auch einen Buch dazu geschrieben Human First weil ich halt glaube dass wir genau an Menschen anfangen müssen und muss nicht nur weil's mir Spaß macht oder auch mir Freude macht sondern auch an den Anfang jeder Kette jeder Entscheidung zu setzen und ich habe festgestellt in den fast fünfundzwanzig Jahren jetzt beruflich aktiviert.
00:02:41: das ist zwar viele sagen, aber nicht die immer alle tun.
00:02:45: Und ja das ist ich sage mal das Interesse schon am Azubi an Leuten, die dann etwas dazu beitragen, aber ehrlichweise auch das Interessen der Organisation so umzubauen und das mache ich gerade in meinem neuen Job wieder einmal nämlich wirklich einem Kundenradikal auszurichten.
00:03:00: Dafür brauchst du natürlich auch ein bisschen Mut, ein bisschen Kraft.
00:03:04: Ehrlichweise auch einen Mandat und das durfte ich in den letzten Jahren auch übertun.
00:03:08: Und dadurch wird dann nachher die Performance besser.
00:03:10: aber es ist nicht um die Performance zu machen sondern am Ende tatsächlich besser zu verstehen.
00:03:15: Das beginnt immer ganz am Anfang.
00:03:17: Okay, spannend!
00:03:20: Human first da kommt ja auch AI second Jetzt bist du in der Finanzwelt gewesen, die letzten Jahre und auch jetzt wieder.
00:03:26: Wie passt das in die Zahlen getriebene Finanzwelt rein?
00:03:29: Dass wir den Menschen sehr erst setzten.
00:03:30: Dass wir Menschen zuerst kommen, nicht die Zahl!
00:03:33: Naja weil ich wie gesagt glaube dass wenn wir Dinge bewegen wollen und ich meine wir sind ja im Business... wo etwas da passieren soll, also Aktivierung am Ende des Tages auslösen soll.
00:03:44: Und dann brauche ich natürlich auch das genaue Wissen wie der Mensch sich verhält.
00:03:48: was kann ich denn tun damit quasi auch Aktivitäten auch ausgelöst werden?
00:03:52: und die Finanzindustrie ist genau das gleiche.
00:03:56: Ich brauche am Anfang erstmal das Verständnis dessen der tiefen Insight und vielleicht machen wir so zwei drei Dinge die ich da so getan habe auch bei der Deutschen Bank zum Beispiel aber jetzt auch neu bei Swiss Life nämlich wirklich zum Beispiel den Menschen in Form von dem Beschwerdemanagement, die am besten verstehen.
00:04:14: Weil sie kümmern sich nämlich genau immer dann wenn alles kaputt gegangen ist darum das zu lösen aus dem Keller und die waren ja wirklich im Keller untergebracht in das Marketing zu bewegen auf die zweieinste Etage um vor dorthaus quasi mitzugestalten.
00:04:27: Das heißt jeder Marketingaktivität, jedes Marketingmaßnahme begann mit einem Gespräch Was ist gut, was ist schlecht an dem Produkt?
00:04:35: Mit den Leuten, die es am besten können.
00:04:36: Weil sie sich mit den Menschen unseren Kunden auseinander setzen und das ist einmal der Philosophie geworden.
00:04:42: aber das heißt ja auch da muss man etwas in einer Organisation verändern.
00:04:45: Das war gar nicht so einfach wobei dass wie gesagt immer die Kellerkinder waren und später wollten Sie dann alle haben weil sie verstanden haben was da ein Wert darin ist.
00:04:53: Und jetzt wenn ich das auch als Beispiel mache darf habe ich die Kommunikation mit dazu bekommen das heißt nicht nur Marketing sondern auch Communications Und mein Büro befindet sich halt in der Kantine.
00:05:04: Also ich habe meinen Büro dort hingelegt, das ist ganz lustig genau anliegend weil da sind ja die Menschen.
00:05:10: Da verstehe ich Narrative, da verstehe was gerade passiert und da ist mein Kunde der Mitarbeitende den ich genau verstehen möchte und von daher würde ich sagen Finanzindustrie oder Versicherungsgeschäft oder Formmanagement.
00:05:23: am Ende geht es alles darum nämlich den Menschen besser zu verstehen und daraus dann quasi Handlungsoptionen abzuleiten.
00:05:29: Das tue Tag und Nacht.
00:05:30: Ja, also es ist total spannend, dass Kultur halt in unterschiedlichen Branchen auch ehrlich funktioniert?
00:05:35: Absolut!
00:05:36: Ja die Kultur ist das was am Ende des Tages nach der Therion Angel Punkt ist.
00:05:39: nur nicht jeder Marketier hat Kultur für sich als Werkzeug verstanden.
00:05:43: Das habe ich bei der Deutschen Bank gelernt weil dabei die Kultur natürlich sehr schwierig war wie wir sie am Anfang vorgefunden haben.
00:05:48: Und verändert haben wir am Ende eines Tages eigentlich den Kunden im Mittelpunkt stellen den Menschen quasi zu verstehen oder miteinander zu arbeiten auf Augenhöhe Das sind die Veränderungspunkte.
00:05:59: Klingt gleich, ist aber nicht so echt gewesen.
00:06:01: Genau
00:06:01: also lässt sich auch leicht immer behaupten als Lippenbekenntnis, Augenhöhe... Aber gar nicht so leicht ernsthaft herzustellen.
00:06:09: Ja das nächste ich meine wenn ich ja plaudern bin dann ist natürlich der Mitarbeiter die Nächste Teil der Kette.
00:06:15: und das, was du erzählt hast in der Agentur.
00:06:18: So haben wir das ja bei uns auch im Unternehmen gemacht oder einer meiner liebsten Funktionen ist als sage ich mal der Vorstand von den Mitarbeiter Beirat zu sein also aufgrund durch ein Bieter weiter Beirats nicht aus bedrieblichen Gründen sondern wirklich zu verstehen was passiert gerade in der Organisation.
00:06:33: Und was kann ich da besser tun?
00:06:35: Weil man findet ja selbst, sage ich mal, irgendwo mal blinde Flecken die man nicht mehr so genau sieht.
00:06:40: Nachlässigkeiten Dinge die man schon immer so gemacht hat.
00:06:42: aber Mitarbeiter wenn sie eine Chance haben dir Feedback zu geben dann sind die total ehrlich und das baut sich erst auf wenn man sich immer wieder trifft miteinander spricht und genauso nenne ich immer Gremien Abläufe organisatorische Funktionen aufzubauen.
00:06:58: Da beginnt, glaube ich, auch Transformationsmanagement.
00:07:01: Was Marketing ganz gut steht ist auch für die
00:07:03: Zukunft.".
00:07:04: Ja und ich fand auch imposant insbesondere bei Deutschland Bank das Thema psychologische Sicherheit, dass die Menschen ernst genommen wurden und auch keine Angst hatten zu versagen und eine gewisse Ehrlichkeit hatten – auch in ihrer Kleidung!
00:07:16: Und als ich das erste Mal jemand gesehen habe mit so sieben Achtelhose Birkenstocks, offenen Birkenstocks ohne Socken und zum Karo-Kurz am Hemd.
00:07:24: Da hab ich dann verstanden, dass das wirklich ernst gemeint ist.
00:07:26: bei euch... Die Kultur
00:07:26: hat sich verändert!
00:07:28: Ja, schon wusste es, Herr Stuhl weiß, was ich Dich meine.
00:07:32: Finde ich, fand ich super spannend Und das zeigt, dass ... das ernst gemeinte ist und das glauben und sehen auch die Menschen
00:07:37: an.
00:07:38: Aber du musst jetzt nochmal bevor wir gleich mal einsteigen, was Swiss Life Assetmanagers genau macht und was ich bei dir dann kaufen kann, musst Du noch einmal deinen Weg erzählen denn der ist ja super spannend.
00:07:49: Hast in der Schweiz mal angefangen irgendwann, glaub ich, in Regensburg studiert.
00:07:53: Höhn' ich mich nicht total irre und bist ja dann mit CMO der Deutschen Bank einer der wichtigsten Cmo's des Landes auch gewesen?
00:08:02: Wie bist du da hingekommen... Und wie kommst du jetzt in
00:08:06: die Schweiz?
00:08:06: Ich hab ein Schweizer Pass und einen Deutschen Pass, das erklärt schon mal warum ich immer zwischen Deutschland und Schweiz hin und her in meinen Top-Leben gependelt bin.
00:08:14: Tatsächlich auch bei deutschen Banken zehn Jahre hin und Her gependet sind.
00:08:18: Ach, ich fang mal nicht ganz ganz früher an aber so das Wichtigste von jeder Station weil man ist ja das als Persönlichkeit was einen über die Jahre begleitet hat und was man gelernt hat.
00:08:27: Ich habe tatsächlich von der PIKAUS Werbung studiert.
00:08:30: Nee, ehrlich war es so ausgebildener bei Gray im Kopierkeller unten damals die Booklets gebunden.
00:08:36: Das war meine erste Station und von daher also wirklich von der Pike auf Werber gewesen dann studiert.
00:08:43: übrigens vorzheim war die Hochschule.
00:08:45: das war damals ich habe mich auch heute immer noch eine tolle Adresse um dann auch Betriebswirtschaft als Fundament darauf zu legen.
00:08:53: weil ich bei Gray damals nicht vergessen ersten Tag reingekommen bin dachte wow dass bin ich, das gefällt mir und das wollte ich dann halt wirklich alle auch mal weiter treiben.
00:09:03: Ja ja und dann hatte ich die Chance immer liebevoll weitergegeben zu werden so sehe ich es im Nachhinein oder irgendwelchen Chancen mal zu ergreifen.
00:09:09: Das war einer meiner ersten Stationen waren bei Daimler damals smart einzuführen.
00:09:13: dort habe ich gelernt wie so ein Konzern funktioniert.
00:09:15: ehrlicherweise und da hat man Freude daran so einen Konzert zu bewegen ist nicht immer ganz einfach politische Winkelzüge zu verstehen aber fürs gute dann quasi einzusetzen.
00:09:25: Dann einer der nächsten Stationen war bei Grey in der Werbeagentur, da bin ich jetzt zurück quasi.
00:09:30: Da wo ich mal meine Ausbildungszeit verbracht habe und hab dort dann verstanden wie wirklich Marke funktioniert?
00:09:35: Dann bei Satchin Satchiner Agentur die Kundenticken das waren so die Love Brand Company, die verstanden hat wie Insights gehen.
00:09:42: Und dann bin ich relativ bald auf Telekommunikationsseite gekommen Das waren sehr viele Jahre bei O-Too Power of Brand.
00:09:49: Das heißt wirklich Wie funktioniert ein branding.
00:09:52: Das war ganz interessant, weil die Produkte waren genau gleich.
00:09:54: Wir haben sie dann in diese blaue Welt.
00:09:56: Ich weiß nicht ob ihr noch erinnern kannst mit diesem Blasen und Franz Beckenbauer
00:09:59: oder so?
00:10:00: Ja ja, da oben.
00:10:01: Das war legendär ist es schon heute schon Weihnachten.
00:10:03: Weiß ich nicht, dass der einander nur weiß... Aber das war einfach nur eine andere Brandwelt!
00:10:07: Und du konntest die Produkte besser verkaufen und Value generieren.
00:10:12: War irre.
00:10:13: Irre Zeit.
00:10:14: Marktwachs zum Ohneende.
00:10:15: Da hat man dort schon Telekom geklaut unter Vodafone, also das heißt nur Angreifermarke.
00:10:19: Bei der Swisscom in der Schweiz habe ich dann nochmal gelernt, wie man zusammenarbeitet.
00:10:24: Da kommen alle diese ganzen Elemente her die ich vorhin schon angefangen habe.
00:10:27: Anges Freiräume schaffen, gemeinsam am Tisch sitzen... Wie geht denn Scrump und so?
00:10:32: Alles das hab' ich dort quasi auch sehr demokratisch gelernt weil die Schweiz auch noch mal andere Art des Arbeiten hat was so ein bisschen sehnsuchsmäßig ist wenn da einer nach Deutschland über die Schweiz nachdenkt.
00:10:42: Können wir vielleicht auch gleich nochmal ein bisschen diskutieren.
00:10:44: Da habe ich ganz viel gelernt wie man miteinander umgeht und was man tut, damit am Ende des Tages auch alle hinter der Entscheidung stehen.
00:10:52: Und dass keine Oppositionen mehr gibt sondern alle am gleichen Strick ziehen.
00:10:57: Ja, und dann kam die Deutsche Bank in mein Leben.
00:10:59: Und das hat ganz viel Transformationsmanagement gebraucht, Kultur verändert... ...und dort habe ich natürlich auch schon gelernt, viel schneller zu reagieren.
00:11:07: Also das heißt alles was jetzt heute so AI uns nochmal beschleunigt, wie funktioniert das denn?
00:11:14: Habe ich sicherlich eine deutsche Bank im schnellen Zyklen zu denken und zu arbeiten und dann auch wirklich reaktionsstark sein auf der Echtzeitwelt.
00:11:22: Na ja!
00:11:22: Dann bin ich jetzt wieder zurück in der Schweiz weil, wie gesagt ist meine Familie da bin ich zu Hause Bei der Swiss Live.
00:11:29: Und dort habe ich jetzt die Chance, Marketing-Kommunikation zusammenzuziehen und das auf der Geschäftsführerebene.
00:11:33: Das heißt tatsächlich auch mitverantwortlich zu sein aus Organen was mir auch noch mal einen ganz neuen Blick auf die Dinge bringt und Communications dann auch nochmal ein bisschen was anderes ist wie Marketing wobei auch dort konvergiert alles gerade.
00:11:45: also das heißt alles gehört mit allem zusammen und sich da durchzunaigieren das ist in meiner Aufgabe.
00:11:52: Swiss Live Asset Management oder Asset Managers ist ja nicht die Versicherung, sondern das glaube ich der Vermögensverwalter der Versicherung.
00:11:59: Das heißt es ist im Wesentlichen BtoB.
00:12:00: und habt ihr auch ein BtoC Arm?
00:12:02: Es ist BTOB im Kern.
00:12:04: aber ehrlicherweise laufen wir gerade genau in die Richtung Business to Consumer oder Business to Business to consumer.
00:12:10: zum Beispiel Frankreich kannst du Fonds- und Pensionslösungen auch direkt kaufen.
00:12:14: auf der Online Plattform Ist eine European Champion weiß man nicht Der größte Immobilienentwickler Europas.
00:12:21: Wow.
00:12:22: Bis hin, dass ich nie wusste das die Deutsche Bank also eins der Gebäude des Swiss Life gehörte und ich da ja lang schon drin saß.
00:12:28: Das weiß man nicht so.
00:12:29: oder ist das Geld angelegt aus dem Versicherungsgeschäft?
00:12:32: Und die Idee ist eben halt diese Geschäft zu stärken weil das wächst.
00:12:36: Versicherung bewegen sich kaum noch im Marktanteil.
00:12:38: Das kann man gut machen.
00:12:40: Es kann man auch perfekt machen.
00:12:41: aber wenn es darum geht wirklich wie schaffen wir, dass wir noch größer werden und dementsprechend das Geld anlegen?
00:12:46: ist das Management einer der Wachstumsquellen?
00:12:50: ich in der Geschäftsleitung und verantworte Marketing-Kommunikation gesamthaft.
00:12:54: Cool, wir können auf jeden Fall das Schweizer und Deutschland Thema jetzt fortziehen.
00:12:58: Ich hätte es eigentlich für hinten weiter oder das würde mich natürlich total interessieren was ist kulturell Unterschiede?
00:13:02: Also wahrscheinlich drei Sprachen ist das eine.
00:13:05: aber was macht die Arbeitsweise?
00:13:07: wie sind die Leute anders drauf?
00:13:09: Nein, es sind ja nicht nur drei Sprache sondern das schweizerlisches Arsch.
00:13:11: dann nochmal ne zusätzliche Sprache die du verstehen musst.
00:13:14: Nein, also ich fange mal an mit dem tatsächlich, den Bild das wir als Deutsche ja die Schweiz so als Sehnsuchtsort, ich sag mal momentan mindestens mal deklarieren.
00:13:23: Weil die Schweiz eins gemacht hat was ich bis heute faszinierend finde nämlich sie hat Traditionen bewahrt ohne all zu sein.
00:13:31: Das heißt dass was die Schweiz ausmacht nämlich natürlich Demokratie natürlich auch Kantone zu verstehen, also das heißt ihnen Kleinen nicht zu Hause zu fühlen.
00:13:41: Aber vor allen Dingen auch in der Diskussion in die Debatte zu gehen hat sie nicht angel-sextig über einen Haufen geworfen sondern hat es quasi in die Neuzeit gebracht und ich finde dass eine oder andere hätten wir auch nicht unbedingt infrage stellen müssen in Deutschland und vor allem wenn es um Qualität und Pünktlichkeit geht um Genauigkeit.
00:13:59: Das ist ein riesen Ja Die USP, wie wir es schön in unserer Sprache sagen.
00:14:04: Also eine Differenzierungsfaktor zu anderen Märkten und anderen Ländern.
00:14:08: Und das hat die Schweiz sehr gut bewahrt.
00:14:10: Und trotzdem daraus Kraft geschöpft.
00:14:13: Dann gibt's noch einen ganz fundamentalen Unterschied.
00:14:14: Das ist tatsächlich Demokratie.
00:14:16: Alles wird halt abgestimmt.
00:14:18: Abgestimmt heißt, es sind Riesendebatte – das macht einen auch nicht schnell!
00:14:21: Das heißt, alles wird diskutiert tatsächlich am Tisch.
00:14:24: Dann stimmt man ab und so habe ich das auch mit der Swisscom gemacht also bis hin zum Auszubildenden Der Mitstimmen nur auf die Hand hoch.
00:14:31: Was bin ich da für mich dagegen?
00:14:33: Und dann hat man eine Entscheidung erwirkt und die Entscheidung ist dann auch nicht mehr in Frage zu stellen.
00:14:39: und das ist dann der nächste Unterschied Nicht nur das Bewahren sondern auch dass da wirklich an einem Strick ziehen.
00:14:45: es gibt dann keine Opposition mehr.
00:14:47: Und ich hab so oft den anderen Jobs erlebt, wo dann irgendeiner doch noch mal sagt naja haben wir zwar entschieden aber und genau das ist der Unterschied.
00:14:55: Die Konsequenz also zuerst des Zulassen von verschiedenen Ideen ehrlicherweise auch lagen und dann das wirklich gemeinsam entscheiden und dann stellt man sich hinter die Mehrheit.
00:15:06: Das falle ich wahnsinnig.
00:15:06: Versuche ich heute immer in meinen Jobs möglich zu machen Und manchmal habe ich auch noch nicht recht, dann entscheidet die Mehrheit auch anders und da musst du dich auch demäugen.
00:15:14: Ja
00:15:14: das gehört zur Konsequenz dazu.
00:15:17: Das
00:15:18: bringt aber eine wahnsinnige Power in so ein Unternehmen und ehrlicherweise auch gerade Marketing braucht ja dann auch die Klarheit und das hab' ich sehr gerne aus der Schweiz in alle meine Jobs gebracht und freue mich jetzt, dass wieder so zu erleben und das macht einen stark!
00:15:34: Das Gemeinsame dann am Ende Entscheidungen gefällt werden und alle dahinter stehen.
00:15:39: Spannend!
00:15:40: Wir kommen jetzt gleich nochmal zum Thema Klarheit und Transformation, dass du ja auch bei SwissLife mit einbringst.
00:15:48: Du sprichst häufig davon in der Presse, dass der CMO vom reinen Sender Ökosystem Architekten werden muss und wir kommen jetzt gleich noch mal im nächsten Block so ein bisschen auf das, was du umbaust aktuell.
00:16:01: Was verbirgt sich hinter dieser Systemarchitektur?
00:16:04: Und was hast Du in ersten hundert Tagen als Radikals einen Schritt vorgenommen?
00:16:09: Radikal, ich habe mich in die Kantine gesetzt.
00:16:10: Das hat schon mal sehr viele Fragezeichen bewegt aber das war ja nur symbolisch.
00:16:13: Na schon noch ein bisschen mehr.
00:16:16: Naja also fangen wir mit dem Architekt an.
00:16:18: Also ich glaube dass eben halt Früher ein Marketier, einem CMO hat sicherlich das kreative Produkt verantwortet.
00:16:26: Also im Sinne von wie stellen wir uns denn draußen da und machen die Dinge hübsch und schön?
00:16:31: Das reicht aber heute halt nicht mehr aus!
00:16:33: Denn ich habe ja gar nicht mehr ... Ich sag mal... Die Medien um so ein schönes Bild eindeutig durchzudrücken.
00:16:39: Auch nachher nochmal ein bisschen drüber diskutieren, sondern ich muss eine Vielzahl von hyper-personalisierten Kanälen am Ende des Tages quasi orchestrieren.
00:16:47: Und dort, und das ist meine Vielfalt, Also kommt immer noch auf das, an was da rauskommt.
00:16:52: Aber vor allen Dingen wie kommt man denn dahin?
00:16:54: In der Echtzeit tausende Kanäle personalisiert.
00:16:59: mit einer AI auch das kann ich diskutieren die auch noch personalisiert kreation ausliefern kann kann ich gar nicht mehr einzel-eins überprüfen, wie eine große Copy wie es früher war.
00:17:09: Und deswegen ist unsere Aufgabe ist ein Operating Model zu bauen oder so ein Arbeitsmodell das quasi diese Vielzahl von Aufgaben tatsächlich streamen und ermöglicht.
00:17:18: Das heißt also vom Zuhören von Kunden ob sie jetzt Beschwerdemanagement sind digitale Twins sind, die man hat und durch den Salesforce quasi Kanal kommen.
00:17:28: Und weiß schon mal, die müssen wir ja alle ansprechen bis hin zu Delivery of the Creation dann tatsächlich das Messen.
00:17:34: Das ist ein Ablauf end-to-end Ablauf, den ich etablieren muss, natürlich einsetzen muss aber auch die Prozesse binden muss.
00:17:41: Und das ist Architekturaufgabe mit die früher mal entweder so einfach gegeben worden ist vererbt es ist die Abteilung und die musst du dann so übernehmen oder kann dann irgendwie ein Berater von McKinsey, der dir irgendwas aufgemalt.
00:17:54: Ich glaube das ist die Verantwortung von jedem Marketingverantwortlichen.
00:17:57: also dass heißt wirklich sich damit auseinandersetzen wie baue ich denn diese Organisation?
00:18:01: Dass sie real-time fähig wird.
00:18:03: und die zweite Architektur ist tatsächlich das was wir vorhin mit Kultur beschrieben haben nämlich wenn da individuelle Arbeiten in so einem Ablauf dann brauchen Sie ja Freiheit entscheiden zu können.
00:18:15: Und da darf ich keine Angst haben, wenn ich auch mal einen Fehler mache, bin schon drüber gesprochen, angstvolle Räume.
00:18:20: Das heißt, ich brauche eine selbst... also eigentlich Befähigung von den Mitarbeitenden aber auch eine Selbstentmächtigung.
00:18:27: Denn ich kann nicht mehr freigabe schleifen bis zum CEO nach oben und nach unten bewegen.
00:18:32: Wenn ich tausende von Kopies habe, wenn Ich direkt reagieren muss wie der Kunde was schreibt und am Ende des Tages natürlich auch dieses System dann auch wirklich nicht so ermöglichen.
00:18:40: Und das ist die zweite Architektur, die ich schaffen muss.
00:18:42: Also eine Kultur des Vertrauens mit Kultureschnellen Entscheidungen und quasi auf dem möglichst niedrigsten Level.
00:18:48: Ja.
00:18:49: Das heißt also wirklich da wo gearbeitet wird auch die Entscheidung fallen.
00:18:52: Ähm...und das Dritte, ich brauche ne ganz klare Marke.
00:18:56: Also
00:18:56: d.h.,
00:18:57: ich brauch eine ähm...ähne ich das jetzt noch ein Ordnungsprinzip?
00:19:00: Dass jeder auch die Entscheidungen treffen kann im Sinne der Marke weil wir arbeiten am Ende des Tages nach einem Bild draußen.
00:19:06: Auch wenn es viele kleine Entscheidungen sind.
00:19:08: Und das wiederum führt dazu, dass ich natürlich sehr klar wissen muss okay was steht die Marke?
00:19:13: Was sind die Versprechen.
00:19:15: Wie stellt sie sich da?
00:19:16: Verküpfel der Geschäftsstrategie weil sonst gibt es einen Verhau.
00:19:19: und das alles also in einer Echtzeitwelt von der Kultur über die Marcke bis natürlich hin zu den Abläufenprozessen.
00:19:27: Das ist die Aufgabe so wie ich sie sehe für einen modernen Marketiers und Kommunikationsverantwortlichen
00:19:33: Spannend.
00:19:33: Viel zu tun auf jeden Fall, vermute ich.
00:19:35: Das fällt ja nie auf!
00:19:36: Ich sag immer das ist so wie wenn mein Kinderzimmer aufräumt... Da fängst du vorne an und dann musst wieder aufräumen.
00:19:42: Und genau das ist die Aufgabe, die hört halt, dass es sich nie auf, weil auch Kultur sich natürlich verändert und dauerhaft quasi daran zu bleiben ist.
00:19:51: Also das ist sowas was ich täglich wirklich gerne mache.
00:19:54: also das heißt tatsächlich ...transformatorisch als Manager da zu arbeiten und mehr dahin zu bauen, als einfach nur eine kreative Copy.
00:20:03: Wo alle begeistert sind dass die da immer im Kino sehen oder im Fernsehen.
00:20:07: also das gibt's ja eigentlich nicht mehr.
00:20:09: Ja das stimmt
00:20:10: selten.
00:20:11: selten
00:20:12: was ich total spannend fand auch jetzt natürlich als jemand der auch im Agentursegment arbeitet allerdings media natürlich.
00:20:18: du hast angekündigt dass du europaweit siebzig Agenturen hattest ... drastisch reduzieren wolltest, weil dir das Thema Kreation auch KI hast du gerade beschrieben.
00:20:28: Weil ihr es in Haus aufbauen wollt.
00:20:31: Wo ist da die Grenze?
00:20:33: Was brauchst du eigentlich noch extern und was brauchst Du nicht mehr... Und was baust Du vielleicht neu auf?
00:20:38: denn ich verstehe mir jetzt schon die Frage jetzt mit dem Thema Retime Personalisierung.
00:20:42: Das hat ja super viel mit KI-Modellen, die stabil laufen mit natürlich API, Programmatic,... Direct buying etc.
00:20:52: etc.
00:20:52: zu tun, was alles vor der Tür steht.
00:20:54: Texteck wie gehst du mit den Themen um und was holt sie da von außen noch rein?
00:20:59: Und was auch nicht mehr.
00:21:00: Was
00:21:01: ist denn lauter Frage?
00:21:02: Die Radikale in Hundertal
00:21:04: Umbaus?
00:21:04: Ja ja, das hätte ich gedacht, dass sowas auch als er
00:21:07: ist.
00:21:07: Das ist dann die Folge von dem Gedanken und Philosophie.
00:21:11: aber natürlich ist es so, dass wir die Agenturen maximal jetzt schon reduziert haben.
00:21:16: also tatsächlich sind in ganz Europa unterwegs Eigentlich sogar mehr als siebzig Agenturen und Partner an der Seite zu haben.
00:21:23: Liegt daran, dass die CSLIFE sich über letzten Jahre vergrößert hat durch Zukäufe und dementsprechend auch jeder dann seine Organisation hatte und seine Agenturpartner und deswegen gab es dann auch einen relativ großen... Ich nenne das jetzt mal liebevoll stall von vielen tollen Partnern.
00:21:38: aber so kann man ja nicht arbeiten.
00:21:39: Das funktioniert so nicht.
00:21:42: Und weil eben halt auch die Power bei den Leuten liegt.
00:21:44: Das heißt wir haben die schon stark reduziert Bleiben auch Agenturpartner übrig, die sind jetzt gerade in der finalen Auswahl.
00:21:50: So dass du quasi da tatsächlich schon auch die Regeln hast.
00:21:52: aber die müssen auch bereit sein.
00:21:54: Jetzt kommt es genau dazu auch Platz zu nehmen in diesem gemeinsamen Arbeitsprozess weil das ist das nächste was ich glaube diese kreativen Prozesse durch EI assistiert tatsächlich ihnen Haus gemacht werden.
00:22:06: Das heißt ob ich ein Podcast aufnehme oder ob ich tatsächlich ein kreatives Asset erstelle?
00:22:11: Ich finde Event mache, das war früher alles außerhalb.
00:22:16: Und Marketingmanager sind heute wieder so.
00:22:19: meine Philosophie und das machen wir gerade ist die zweite Revolution bei uns tatsächlich die Arbeiten selbst an den kreativen Produkten und haben dann Konzeptioner an der Seite.
00:22:28: also bleibt eine kreative Aufgabe auch Partner dazu zu holen.
00:22:34: Aber das ist dann ein gemeinsamer Arbeitsprozess und nicht jeder Kreative hat Lust, ich sag mal in den Kreis von Kunden gemeinsam Buttertypen zu bauen.
00:22:43: aber das geht heute.
00:22:44: Ich finde das faszinierend.
00:22:45: da muss keiner mehr nach Hause und dann kommt er drei Wochen wieder und gibt es irgendwie eine Pitchesituation.
00:22:49: also ich sage jetzt mal ganz plakativ Pitchs sind vorbei die gibt's
00:22:52: nicht mehr
00:22:53: sondern das ist eine gemeinsame Arbeit, die tatsächlich eher so verliegt ist.
00:22:58: Sind das die richtigen Leute?
00:23:00: Sind es die richtige Arbeitsprozesse?
00:23:01: Markt man sich?
00:23:02: Versteht man das?
00:23:04: So dass man eigentlich diese Arbeit am Ende des Tages dann steigert.
00:23:07: und deswegen haben wir bei uns jetzt auch unsere Mitarbeitenden alle in die Luft geworfen liebevoll.
00:23:12: Das Gute ist, es gibt keinen Abbau von Mitarbeiternen bei uns sondern ein Matching zu den neuen Rollen.
00:23:18: Wir haben also Rollen definiert Vorhin erzählt von vorne zuhören im Kunden über Kreationen, Orchestrieren, Messen und dann auch Enablen.
00:23:27: Und diese Rollen quasi ausbeschrieben und die Leute sagen jetzt okay das ist mein Job also damit meine Experience und dass was ich kann dazu.
00:23:36: und dann bauen wir quasi in komplett Streamleiten Arbeitsmodell end-to-end Und diese Mitarbeit, das sind ungefähr hundertzwanzig in ganz Europa die sich quasi dann jetzt so Kompetenzcenter zu matchen und dann in einer Abfolge zusammenarbeiten.
00:23:51: Das ist schon ziemlich radikal weil wenn du jetzt die Agenturen reduzierst, die Arbeitsplätze quasi an Rollen ausrichtest und dann einen Ablauf bringst.
00:24:01: Das letzte Dritte ist AI-Technologie.
00:24:04: Da war schon viel da, aber alles sehr silorisiert und da gibt es eine eigene Einheit von Leuten die wir auch von außen dazu gewohlt haben, die jetzt nicht AI für die Kollegen machen sondern unsere Sourcing im Ende des Tages.
00:24:15: Welche Tools brauchen wir denn?
00:24:18: An welchem Use Case damit wir dort auch die Arbeit unterstützen können?
00:24:22: das ist eigentlich die dritte weil man IT ausgelagert und dann gibt's im besten Fall Co-Pilot hoch und runter.
00:24:29: Da kann man was mitmachen, aber ist natürlich für den Kreativprozess nicht ausreichend.
00:24:33: Und von daher gibt es da jetzt eine Einheit von vier Leuten die nichts anderes tun wie Dessorting von AI-Produkten.
00:24:39: Wie können wir das ins Leben bringen und dann auch natürlich gucken?
00:24:42: Weil's bewegt sich so schnell!
00:24:44: Das kann ich mir gar nicht von außen kaufen sondern das brauche ich eigentlich selbst.
00:24:47: Das sind so die drei großen radikalen Schritte.
00:24:49: Spannend, also bei KI ist es ja auch vor allem wichtig dass du dann stabile RAM-Parameter schickst oder festlegst für die Marke das auf jeden Fall immer gleich aussieht und das dann natürlich da die Inhalte freier werden können.
00:25:01: aber das halte ich für total essentiell.
00:25:03: und da ist das Thema KI noch nicht glaube ich hundert Prozent dar.
00:25:06: Ja, es ist
00:25:09: noch nicht perfekt.
00:25:10: Aber ehrlich gesagt, das ist jetzt schon so weit, dass man ohne schlechtes Gewissen daran arbeiten kann.
00:25:17: Was wir jetzt natürlich tun ... Claimen, also im Sinne von Aussagen das ist AI generiert.
00:25:24: Weil ich finde auch wenn man es gar nicht mehr sieht, finde ich trotzdem richtig zu sagen, ne?
00:25:28: Das ist ein Produkt, das gibt es doch nicht in der echten Welt und ich glaube dass die Verbraucher das auch zurecht wissen sollten.
00:25:35: aber allein auch solche Dinge.
00:25:36: Ich meine da ist es ein Bereich wird ja genau darüber nachdenken wie wir das so ermöglichen.
00:25:42: Wie denkst du denn jetzt über deine Herkunftsagenturen?
00:25:49: Transformation als Geschäftsmodell, also gefühlt was man so in den letzten Wochen sieht und auch was du jetzt beschrieben hast dass ihr die Kreation wieder reinholt.
00:25:58: Das ist ja dann wahrscheinlich eher eine Ideationsfabrik.
00:26:01: oder was bleibt dann über?
00:26:05: Also wie vorhin schon gesagt konzeptionell denkende strategisch denkende Menschen, die in einer Agentur organisiert sein können ich sag das jetzt mal so ein
00:26:14: bisschen
00:26:16: von mir aus ein Kollektiv sind glaube ich weiterhin geben, weil die Welt wirklich wahnsinnig schnell.
00:26:24: Nicht alles was in Haus an Leuten da ist, ist dann auch für jeden Fachbereich ausgebildet und brauchst du vielleicht auch nicht jeden Tag neu.
00:26:33: aber so eine Kampagnenkonzeption oder irgendwie auch eine Technologie, die wir dann auch einkaufen und so.
00:26:38: Da braucht es schon immer noch sehr schlaue Menschen.
00:26:41: Ich glaube auch gleichzeitig, dass du immer weniger Argetun dazu brauchst.
00:26:46: Die können sich in der Agentur als kollektiv zusammenbringen und sie könnten aber ein Jahr einzeln Platz nehmen oder ein bisschen zu anstellen lassen ist natürlich ja Frage will man das eigentlich?
00:26:57: Ja genau.
00:26:58: Top-Leute können ja auch ehrlicherweise woanders arbeiten, sondern für dich ist es auch interessant nicht nur irgendwie in einem Bereich zu arbeiten.
00:27:05: also ich glaube es wird ganz viel hybrid werden dort auch Und das auch wieder zum Managen.
00:27:09: Ich komme wieder zu meiner Ursprungsaussage, wir brauchen das richtige Operating-Model.
00:27:14: Das muss flexibel sein!
00:27:15: Also es gibt die Agentur für Träge X nicht mehr so eins zu eins.
00:27:19: Es wird auch nicht mehr die Arbeit geben.
00:27:20: Das heißt ich muss quasi ein atmendes Prinzip aufbauen und das versuchen wir jetzt tatsächlich darzustellen.
00:27:29: Die Agenturen, die wir haben.
00:27:30: Also ich meine, ich möchte jetzt keine Namen nennen aber das sind ein paar tolle Leute dabei und die haben auch weiterhin Platz an dem Tisch und können da arbeiten.
00:27:39: Aber es ist nicht wie man früher miteinander gearbeitet hat.
00:27:42: Weil die Verantwortung liegt in den Marketingmanagern und Kommunikations-Managern.
00:27:45: Der kann... Habt ihr's noch nie leiden können?
00:27:48: Das war einer der Treiber worum ich auf Kundenseite gegangen bin.
00:27:51: Ich war ja früher auf Agenturseite nämlich die Verantwortung wegzudelegieren.
00:27:54: Also das haben die gesagt oder das haben sie gemacht, ich rufe die mal an!
00:27:58: Nee, du hast die Verantwortung als kreativer Business Partner so nenne ich eigentlich unsere Zunft mit kreativen Mitteln das Business zu machen also wirklich wachstum zu schaffen oder die anderen Aufgabenstellungen und das kannst du nicht delegieren.
00:28:13: Du kannst dir Partner holen, die das ermöglichen mit dir zusammen.
00:28:16: aber die Verantwortung kannst du Unmittelbar, also direkt und zu dir ganz toll.
00:28:24: Okay ja super spannend und ein Thema Verantwortung.
00:28:27: das bringt mich so langsam schon zum nächsten Frage Block Media der jetzt gleich kommt.
00:28:31: Verantwortung.
00:28:32: gerade über KI gesprochen, KI generierte Werbung dass du sagst hey da sollte man den Menschen auch zeigen oder damit offen umgehen.
00:28:38: wie blickst du auf das Thema?
00:28:40: Wir haben Plattformen, Algorithmen, Fake News, Bubbles.
00:28:44: Lokale Publishing-Häuser.
00:28:46: gibt's da eine Verantwortung die die Kunden tragen sollen?
00:28:48: Gibt es die Verantwortung von den Werbeträgern, die gute Performance liefern müssen?
00:28:54: Wie bewegst du... wie denkst Du darüber?
00:28:56: das ja auch?
00:28:56: ne sicherlich Diskussion, die jetzt heute nicht zum ersten Mal unterkommt?
00:28:59: Ja
00:29:00: also auch da fange ich nochmal vorne grundsätzlich an.
00:29:04: Ich finde dass wir uns alle eben sind vor einem Tagesgeschäft so wie ein Hamsterrad.
00:29:08: Alle bewegen sich da drin und man dann mal austreten muss aus dem Amsterrad und genau diese Themen auch sich in seine Zeitplanung mit reinnimmt.
00:29:18: Passiert mir auch, dass ich das oft vergesse.
00:29:20: also wir haben alle nicht daran, dass eben Bot-Traffic genau angeschaut wird und mit Plattformen diskutiert die das nämlich nicht abschalten.
00:29:29: sie könnten viel mehr sehen verdienen aber damit Geld.
00:29:32: Das heißt da als Kunde robust aufzutreten vielleicht mit weiteren Kolleginnen und Kollegen ist eigentlich in die richtige Aufgabe.
00:29:39: Wer macht das so genau?
00:29:41: Oder zweitens, was ich da alle schon gesehen habe, das macht einen ja schon fast Angst.
00:29:45: Also warum drehen wir nicht gemeinsam hin und machen Wasserzeichen?
00:29:49: Ich sage jetzt mal dass du weißt A, das ist tatsächlich authentiziert.
00:29:53: Das gehört dir, das gehört zu deiner Marke dazu.
00:29:55: Alle so Themen, die ich sicherlich irgendwann im Laufe des Tages Eher lieber verkässe, weil ich die anderen Dinge machen muss.
00:30:02: Aber wie wär's wenn wir uns alle mal eine halbe Stunde pro Tag Zeit nehmen um diese Themen zu setzen?
00:30:07: Also ich selbst höre mich jetzt gerade das Sagen und denke wieder, du musst da mehr tun.
00:30:12: Vor allem müssen wir die Themen tatsächlich auch miteinander lösen.
00:30:15: Und sagen wir mal, AI hat halt alles natürlich den Nachteil dass er vieles entgleitet auf einmal in der Maschine ist und dann Stereotypen quasi nach oben kommen, die ich mir ganz genau angucken müsste.
00:30:28: also von daher Was will ich sagen?
00:30:31: Wir alle haben eine Verantwortung.
00:30:32: Ich versuche das zu ermöglichen, dadurch dass ich in ein paar Verbänden bin und ich sage mal diese Themen kommuniziere mit mir ein bisschen Zeit nehme.
00:30:38: für dir ist eine andere aber es könnte alles mehr sein.
00:30:41: Ja
00:30:42: also direkt delegieren geht nicht.
00:30:43: Das will ich damit sagen.
00:30:44: Ja das machst du ja.
00:30:46: den Veranruferspruchs bei allen Themen gerade die wir besprechen finde ich auch eine super tolle Einstellung.
00:30:51: Ich
00:30:51: meine vielleicht hast du auch nochmal eine Idee was heißt eigentlich müsste man da wirklich tatsächlich gemeinsam in Initiativen denken und dann auch die gemeinsamen Grenzen überschreiten, dass sie ermöglichen.
00:31:00: Naja ich glaube halt es fordert vor allem... ...die Konsequenz von denjenigen, die das kaufen.
00:31:06: Und das sind letztendlich die Werbekunden, weil die kaufen das!
00:31:09: Und wenn du was nicht kaufen möchtest, dann kaufst du's nicht.
00:31:12: Bist ja aber natürlich der Konsequentz im Bewusst und muss natürlich in der Lage sein, die Konseqenzen auch in deiner Organisation durchzustehen
00:31:20: Auch wenn
00:31:21: die Performance leidet.
00:31:22: Leitet die?
00:31:23: Aber ich weiß nicht, ob das für jeden dann auch opportun ist, das zu ertragen oder ob sich jeder Organisation leisten kann oder möchte und es gibt ja vielfältige Ebenen in der Diskussion.
00:31:32: Das alles tut dann weh mit Geld.
00:31:34: aber wenn ich was sicherlebe... Ich habe wirklich auch eine Hultoleranz bei dem ganzen Thema Hass und Hetze.
00:31:39: also das heißt wirklich in deinen eigenen Streams in unseren Social-Media auftritten hab' ich natürlich auch schon in meinen frühen Stationen da gehabt Da gab's natürlich auch Dinge, die nicht so gut waren hier nicht toleriert.
00:31:49: Du wirst hier rausgeschmissen, ja?
00:31:52: Wir löschen hier deinen Posit.
00:31:55: Aber du glaubst nicht was da für Shitstorms und sonstiges passiert sind.
00:31:59: Also die Bank lässt das nicht zu, meine Aussage und so.
00:32:03: Und das dann auch durchzuhalten – auch wenn von rechts und links.
00:32:05: aber was dabei ist, aber ein richtiger Gunde für uns….
00:32:08: Das ist schon höchstmaß interessant, dass es durchzuhalten.
00:32:11: Ich glaube, da können wir uns gegenseitig irgendwie ermutigen und vor allen Dingen auch Kraft zusprechen.
00:32:16: Das ist, glaube ich, die Idee.
00:32:17: Ja perfekt!
00:32:20: Wir bleiben bei Media.
00:32:20: Wir haben ja eben schon gesprochen über diese Echtzeit-Personalisierung, auch über die Entscheidungen, die auch die unterstebene, also ich finde das ebenen Denken eigentlich nicht cool, aber so zahlen wie vielleicht die neuesten, jüngsten Kollegen, die jetzt gerade sich reinfinden, dass sie souverän Verantwortung übertragen bekommen, dass es echt Zeit sein soll.
00:32:38: Wie übersetzt ihr diese Anforderung in die Mediensteuerung?
00:32:42: Schnelles reagieren und schnelles ausliefern.
00:32:44: natürlich musst du dann auch Media in Haus aufbauen und die Kompetenz haben.
00:32:51: Jetzt muss ich jetzt hier sagen, das ist eben mein neuen Job.
00:32:53: Das Thema Medienplanung – also ich meine, ich habe achtzehnt Prozent meiner Budgets.
00:32:58: Das ist eine totale Zahl.
00:32:59: Das sind Social-Media mittlerweile.
00:33:01: Ja klar wegen Bitubi.
00:33:03: Es
00:33:03: ist vor allem Bitubifokus aber ehrlich war es auch zu Konsumer immer weiter als unsere Mitarbeitenden.
00:33:09: So einfach das klingt sind unsere Kanäle Ja, also auf LinkedIn und allen anderen Social Media Kanälen.
00:33:15: Das heißt diese Leute zu steuern ist für mich das Mutig.
00:33:18: was ich sage ist Mediasteuerung.
00:33:21: Sie steuert Menschen die letztendlich Kommunikatoren sind oder Botschafters oder Throat-Lieder oder wie auch immer was ein riesen Schatz ist.
00:33:29: Ich habe mich über die Jahre ja hier Richtung Vertrauensgüter quasi weitergebildet.
00:33:35: Das ist alles das, was ich in den letzten Jahren gemacht hatte immer mit einer Unterschrift beendet also so ob es jetzt ein Mobilfunkvertrag war oder einen Kreditvertrag oder ob du Kontro vertragst oder jetzt eine Versicherung oder bisschen zu einem Fonds am Ende oder schreibst du etwas und vertraust dass später die Leistung dann auch zurückkommt?
00:33:49: Und dort glaube ich sowieso, dass unsere Mitarbeitenden die schlauste Idee sind im Sinne von Testimonials und Botschafter für die Marke und auch für die Produkte.
00:33:59: Also von daher ist Widersteuerung für uns Menschensteuerungen mal wieder, nämlich der Mitarbeitenden.
00:34:04: Und was dann darüber hinaus noch geht kann ich ganz ehrlich sagen kriegt Marketingmanager auch noch hin?
00:34:10: Und vor allen Dingen, wenn er ein gutes Ökosystem Marketing-Technologie Text deckt und weiß auch schon mal da sind die Kunden.
00:34:16: Da kann ich sie erreichen.
00:34:17: so unsere Conversion-Rates habe ich das wirklich als Dashboard dann auch begreift.
00:34:23: Frühere Stationen, die mehr klassische Medien noch genutzt haben, da hatte ich immer die Idee du brauchst schon da einen festen Agenturpartner dafür der auch auf der Technologie Seite durch den Einkaufsvolumen auch die Richtgesprache sprechen kann.
00:34:36: Das heißt auch Richtung Plattformen nochmal ganz anders robust auftreten kann, wie wenn ich da mit meinem Geld ankomme.
00:34:42: Also von daher ist das auch das in echt.
00:34:44: dem Wandel muss ich ganz ehrlich was zu sagen.
00:34:46: Aber Thema Einkaufsvolumen zumindest bei deinen Einstationen war das immer noch ein großer Hebel?
00:34:51: War immer noch einen großen Hebel.
00:34:52: aber ich glaube also ich finde ja ganz super dass ich in der Welt angekommen bin die eben damit nicht mehr ich sage mal raus geht weil viele meiner Kollegen und Kollegen sind schon.
00:35:02: Aber wie sage ich das dir liebevoll?
00:35:04: Also sie könnten sich da mehr Gedanken machen, weil das zerfließt ihr ja regelrecht.
00:35:09: Die Reichweiten zerfliessen die.
00:35:11: Es wird immer kleinteiliger.
00:35:12: also es braucht natürlich dann wieder Angebote... Verletztes TV und können wir gleich noch mal darüber sprechen.
00:35:18: Die Dinge wieder zusammen holen, aber die sind ja dann plattformagnostisch.
00:35:20: also das heißt die bauen die verschiedenen element hier zu sammeln Ja Und wenn ich da immer noch hoffe dass da irgendeiner irgendwie fußball schaut oder ich da irgendwie noch einen sekunden keine ahnung Hälfte Sekundenspotter irgendwie reinsetzen Das wird nicht mehr so sein und in meinen Zielgruppen ist es schon nur nicht mehr.
00:35:38: Und das macht uns ehrlicherweise kreativer oder ehrlicherweise auch der Painful ist höher, und wir da beschäftigen uns damit wie kriegen wir das dann andersweit aufgestellt?
00:35:46: Ja also finde ich auch total spannende Diskussion.
00:35:48: Also reichweiten Erosionen im klassischen Medien.
00:35:51: Wie geht's weiter?
00:35:51: Wir machen ja nebenbei als einen unserer Hauptkanäle CTV und du siehst halt die Themen wie diese lagervolle Momente, Sportrechte, Schubti Wuppkopf Paramount Plus einfach die Champions League-Rechte, Magenta zeigt alle Spiele der WM.
00:36:06: Und dann hast du natürlich noch mit den Jahren Fernsehen jetzt große Spiele, aber dann wird's auch langsam dünne.
00:36:14: und in der Tat hast Du diese Zersplitterung der Nutzung um das alles oben wieder zusammen zu binn' – nicht nur im City wie so ein Orang Social und im Spotify und Digital Auto Form also im Prinzip da wo Nutzungen stattfindet.
00:36:27: dass zusammen zu binden, das finde ich schon herausfordernd Und dann kriegt er auch eine große Kleinteiligkeit natürlich.
00:36:33: Also wie gesagt, es gibt die Geschäfte, die weiterhin auch die Reichweite brauchen und das verstehe ich alles aber Bibelpärt weil so ist es schon nicht mehr und so wird's morgen auch nicht mehr sein.
00:36:44: Am Ende ist die Magie tatsächlich wahrscheinlich ein Leitmedium zu nutzen oder mindestens mal ein System und dazu additieren je nachdem was ihr hier aufgabe.
00:36:51: ich habe also ich mag ja auch weiterhin Autofoam sehr.
00:36:55: Also wenn du über Social Media sprichst, dann hast du noch zusätzlich Erwärmespitzen und Bilder von der Marke oder Produkt durchzusetzen.
00:37:04: Und das ist auch noch digital ehrlicherweise.
00:37:06: Das kann ich ja sehr gut vernetzen mittlerweile.
00:37:07: Das finde ich schon spannend aber das Gerichtenkunde schon selbst hin also weiß ich nicht.
00:37:14: Ich war gerade vor wenigen Wochen bei Max von Scalable Capital.
00:37:19: Der hat mir gesagt er macht alles selber!
00:37:21: Auch Digital- oder Formplanung und Scalable Capital hängt ja in Hamburg, Berlin, München.
00:37:26: Die hängen überall die Autofoamflächen voll weil sie sagen Sie finden es gut auch im echten Welt als Brand erlebbar zu sein was auch die Conversion wieder hochzieht für Google etc.
00:37:36: Ja das finde ich spannend!
00:37:38: Dann Thema Agilität.
00:37:41: hast du mal gesagt?
00:37:43: Agilitet ist mehr als die Aufforderung mal aus dem Quark zu kommen und einen Zahn zuzulegen.
00:37:48: Hab ich das wirklich gesagt?
00:37:49: Hast du
00:37:49: anscheinend gesagt, wenn du es nicht gesagt hast, dann musst du noch mal die Quelle rausholen.
00:37:54: Kannst du vorstellen dass du dir das gesagt hast und wenn ja wie schützt du deinen Team davor sich zu verzerrtern in den ganzen Themen?
00:38:04: Habe ich bestimmt gesagt!
00:38:05: Also naja also ich wollte schon angedeutet das Thema Marke jetzt kommt das natürlich auch einer Historie heraus.
00:38:13: sehr stark ist mir wichtig als Ordnungsprinzip.
00:38:16: Das heißt, ich verzettel dem Sinne von was sag' ich denn?
00:38:19: Kommt bei mir immer aus den Markenwerten oder den Versprechen.
00:38:23: Und ich hab über die Jahre gelernt dass sie sich eben nach innen und nach außen spiegeln.
00:38:26: das heißt also wenn ich nach ihnen ein Kulturwert habe wie kollaborativ zu sein als miteinander zu arbeiten hat der Kunde davon etwas.
00:38:34: nämlich ist alles aus aller Hand es ist maßgeschneidert für ihn nicht ganz persönlich gemacht.
00:38:39: Das heißt, es hat wie so eine Münze zwei Seiten.
00:38:41: Und damit kann ich dann auf einmal auch in Social Media und all den modernen Marketing-Aktivitäten das mir da verbinden.
00:38:47: Also ich kann zeigen, wie wir zusammenarbeiten intern – was bei LinkedIn ist oder wo auch immer – und danach außen sagen, was der Kunden davon hat!
00:38:55: Ja.
00:38:55: Und diese Scharnierfunktion oder diese Münzenfunktion auf beiden Seiten, die zu bespielen hilft schon mal um die Botschaften immer schlüssig miteinander zur Verbindung in der Innenwelt über eine Geschäftsstrategie hin nach außen hin zu Produkten-Services, die wir an einen Mann bringen wollen oder dass der Kunden noch mehr davon kauft.
00:39:11: und das ist schon einmal für mich wirklich wahnsinnig wichtig weil es so einfach doch jetzt klingt wie viele von diesen Strategien hast du schon gesehen?
00:39:18: Die so deutlich ausgearbeitet sind und die dann auch wirklich so durchgesetzt sind?
00:39:23: Das ist für mich das A und O. Dafür braucht es Menschen, die die Marke verstehen, dafür braucht es wie gesagt eine Synchronisierung mit der Geschäftsstrategie und dann wirklich hartes Management dass das auch so funktioniert.
00:39:33: Und da gibt's dann irgendwann jetzt auch wenn ich vorhin von angstfreien Räumen und so gesprochen habe
00:39:36: absolut
00:39:37: aber da gibts jetzt auch kein Padon.
00:39:40: Ich kann mir nicht mal eine eigene Marke basteln.
00:39:42: Dieses funktioniert nicht.
00:39:42: Wir sind eine Persönlichkeit an die wir alle arbeiten Und die hat verschiedene Facetten, aber die ist immer im Kern gleich.
00:39:51: Das zweite ist so... Auch da habe ich ein paar Formate.
00:39:54: Ich glaube, als wir zusammengearbeitet haben auch erlebt ob das jetzt eine Operation Meeting ist.
00:39:58: D.h.,
00:39:58: dass wirklich alle zusammenkommen.
00:40:00: Das war vorhin nicht nur so metaphorisch gedacht sondern Dann treffst du dich halt einmal in der Woche mit all diesen Menschen gemeinsam, die an dem kreativen Produkt arbeiten.
00:40:09: Und das ist auch möglich und das ist total spannend weil dann kriegst du auch mit den Partnern zusammen, gemeinsam arbeiten und kannst priorisieren.
00:40:18: was ist besonders wichtig?
00:40:19: Du arbeitest quasi einem Rhythmus wie so ein Drumbeat.
00:40:21: Du hast immer von Donnerstag auf Donnerstage und dann wird wieder was vorbereitet.
00:40:25: Das tut super anstrengend!
00:40:27: Ja, das stimmt.
00:40:28: Du erinnerst dich?
00:40:30: Ich fand es aus verschiedener Perspektive... spannend und insbesondere, weil man nahe aneinander ist.
00:40:37: Und wenn man auch mit den Partnern nahe auseinander ist und das jetzt aus der Medienerfahrung früher hattest du häufig das Thema dass dann an irgendeiner Säubruchstelle Kreationen und Media aneinander geraten.
00:40:46: da keine Ahnung.
00:40:47: werbemittel kommen ja spät an weil vielleicht kunde spät gebrieft wie auch immer.
00:40:54: Und dann seht ihr noch mal falsch programmiert.
00:40:55: Dann sagt man, man müsste mal die Programmierung ändern und der Kampagnenstart steht bevor... ...und dann wird sich der schwarze Peter von A nach B geschoben.
00:41:02: Wenn du mit den Menschen mal zusammensitzt und hast ja auch dann mittags mal ein paar Käsebrötchen da gereicht oder mal abends zusammen auf dem Weihnachtsmarkt,... ...dann sprichst du auch mal persönlich und schwuppt die Wuppe durch so das kulturelle Thema hin.. ..und dann schreibt man sich keine bösen Mails mehr sondern ruft man sich schnell an und schickt sie in eine SMS.
00:41:18: Und dann gehen die Themen glatt.
00:41:20: Auf einer Seite kriegste natürlich auch raus!
00:41:23: Wer ein faules Eich ist in dieser Gruppe und das ist dann auch die Entscheidung findet dann auf breiter Basis dazu Stimmung, positiven wie im Negativen.
00:41:36: Und man hat ja immer Lust mit guten Leuten zu arbeiten.
00:41:41: gesagt und das war dafür ein cooles Modell auch, wenn es anstrengend ist.
00:41:44: Ist natürlich
00:41:44: auch
00:41:45: für eine deutschen Bank auch mitten in Corona dann gewesen.
00:41:47: Aber das kriegst du auch virtuell hin.
00:41:49: Anführungszeichen also nicht immer aber zumindest mal kannst du diesen gemeinsamen Raum da schon gestalten.
00:41:54: Nächst hat er halt wirklich wie du sagst ja mehrere Effekte.
00:41:56: erstmal arbeitest quasi einem Drumbeat im Rhythmus, du arbetest dann miteinander, ist aber die Verantwortung tatsächlich auf der Kundenseite zu sehen oder in dem Marketing dass du auch diesen Raum so schaffst.
00:42:06: das heißt jeder weiß was er da ist, dass seine Aufgabe auch nicht in Bettbewerb zueinander.
00:42:11: Ganz wichtig, weil wenn ich sage naja mal gucken wir ja heute die beste Idee hat.
00:42:15: Also im Sinne von kriegst du dann auch den Zuschlag für das Agenturprojekt.
00:42:20: Dann wirst du sofort alles abräumen was in Kollaboration und Gemeinsam was arbeiten ist.
00:42:25: Wenn du aber weißt ah das ist mein Zuhause und hier kann ich auch mal eine neue Idee zeigen, weil ich kann mich auch wieder zurückziehen zu dem Thema oder da wird es bei auch keiner reinspucken in die Suppe.
00:42:33: Das ist genau da wo dann auch dann die Veränderung auf funktionieren.
00:42:36: Das heißt das hilft dir also das Lernen weil du kriegst auch nur gewisse Aufgaben, dann auch geschafft von Donnerstag zu Donnerstag.
00:42:44: Und von daher ist das... Das ist vielleicht das zweite und das dritte.
00:42:48: Ich habe immer versucht, ich bin ja auch immer sehr ambitioniert gewesen aber versuchst halt dann schon auch dann wirklich zu hören und dann auch zu korrigieren.
00:42:55: also wenn es zu viel auf den Tisch liegt so ein Mitarbeiter-Soundingboard eingerichtet, da können wir gleich noch einen Detail darüber diskutieren.
00:43:02: Aber das hilft ja natürlich schon auch Rückmeldung zu geben über vor dass du jetzt gerade ist was zuviel Wie funktionierten das?
00:43:08: Also das heißt an verschiedenen Stellen in die Privatisierung zu gehen und in die gemeinsame Arbeit ist glaube ich der Schlüssel wie Zeitwelt die wahnsinnig schnell abverlangt, dass du Entscheidungen trist und dass du nach vorne kommst tatsächlich nicht verzettelst.
00:43:22: Es braucht aber das finde ich halt total beruhigend.
00:43:25: Ich sehe gerade eine Renaissance der Marke des Markendenkens wieder als Ordnungsprinzip und das ist ehrlicherweise deswegen beruhigent weil manchmal denkt man mein Gott man hat alles irgendwie was man früher mal gelernt hatte kann es jetzt irgendwie ein Hasen geben.
00:43:40: ja tatsächlich ist ich da wirklich wieder ein zurück zu Klarheit, um dann die Vielzahl, um die Personalisierung und die Hyper-Welt quasi irgendwie in den Griff zu kriegen.
00:43:51: Ja
00:43:51: also den Organisationsrahmen drum herum wo man sich festhält und was auch am Ende eine Differenzierung ist weil natürlich viele Themen wie Google werden ja auch stark Komodität am Ende und du musst gucken dass du in den Karrierenwortniveau auftauchst.
00:44:06: Woher willst du mich ganz spannen?
00:44:07: Jetzt hab ich was fürs Live wieder erlebt.
00:44:08: Also da, dass da die Kommentation zusammen gehört und ich meine der Marketing-Mensch denkt ja so ein Pfannel, also im Sinne von vorne Erwernis und hinten kommt etwas hinten raus, spitzt sich zu und dann loyalisiere ich.
00:44:18: Und der kommst Mensch denkt ja in Narrativen wie gesagt um den Sinn von Reputation und diese Dinge verschwelten halt auch ja.
00:44:26: Die konvergieren ja so dermaßen weil erst dann wenn ich so narrativ verstanden habe kann ich in Social Media auch einen Influencer loslaufen lassen und im besten Fall sogar eine eigene Mitarbeiter Ja, braucht das aber auch.
00:44:37: Sonst kann ich das eben halt nicht miteinander setzen und ich finde es auch da so interessant hin- und herzuspielen und das quasi möglich zu machen.
00:44:45: Und dann sitzen am Tisch wirklich Leute die ganz unterschiedliche Historien haben und einfach bemerken Ui, wir arbeiten am gleichen!
00:44:52: Das ist interessant und dann probst du das quasi in einen Prozess reinsetzen und kommt danach mehr raus.
00:44:56: und die Performance ist natürlich besser wenn die Dinge miteinander konvertieren und zusammenkommen.
00:45:01: Erzählen wir mal ganz kurz das Thema Sounding Board.
00:45:03: Was war das Spannende, was du da gelernt hast?
00:45:06: Von
00:45:06: den Mitarbeitern... Also erstmal muss ich erklären wie es funktioniert.
00:45:10: Jedes Team wählt seinen Klassensspeicher.
00:45:14: Ich sage immer von Mann bis Maus, also jeder ist mit dabei.
00:45:17: Das habe ich in der Schweiz hier gelernt und dann hast du einmal in einer Woche oder einmal im Monat je nachdem wie der Rhythmus dann halt ist mit diesen Kollegen die dann entsendet worden sind ein Sounding Wort mir gehabt hat nichts mit H A nicht mit Betriebswerten
00:45:30: zu tun
00:45:31: sondern wirklich die Themen die da auf dem Tisch liegen zu verstehen.
00:45:35: Und das Spannende ist, dass die meisten Themen sich um den Drucker, Kaffee und andere Dinge, die aber zu wohl befinden hat auch dazu.
00:45:44: Oder
00:45:45: in der Corona-Zeit muss ich die Kamera ein oder ausmachen?
00:45:48: Das klingt lustig!
00:45:49: Aber ich finde so was kann man gar nicht hr über einen Sound werfen und ihr löst das sondern es ist die Aufgabe von jedem verantwortlichen Manager dabei ist.
00:45:59: Die Dinge, die über die Zeit nicht mehr so genau anguckt oder diese blinden Flecken sind.
00:46:03: Wo man sagt hier an dieser Maßnahme Tim da hast du den Kunden nicht in Fokus gesetzt, nicht am Anfang deiner Kette und wie konnte das eigentlich passieren?
00:46:10: Und dann kriegst du einen Spiegel dargestellt oder guckst dann da rein und das hilft dir natürlich dich selbst zu korrigieren.
00:46:16: und sagen muss ich genauer hinschauen und Mitarbeiter merken dass sie das sollen und dürfen und die dann auch entsendet sind.
00:46:23: und die sind die beste Quelle damit man ständig sich verbessert Weil die Dinge werden einfach schonungslos angesprochen.
00:46:30: Schön, du musst es zulassen
00:46:31: und es akzeptieren!
00:46:33: Es kann auch mal weh tun aber es kommt doch so viel zurück, dass wir beim Kinder kriegen.
00:46:40: Ja, Wahnsinn... Wir biegen langsam leider in die letzte Runde unseres Interviews ein Und ich würde gerne mit dir noch eine kleine Schneefragerunde machen.
00:46:51: Kurze Antwort Daten des Sport oder Bauchgefühl?
00:46:56: Beides!
00:46:57: Beides, sehr gut.
00:46:59: Die wichtigste Marketing KPI-Sechsenszwanzig-Siebenzwanzig.
00:47:05: Sentiment.
00:47:06: Sentiments?
00:47:07: Sehr gut.
00:47:08: Wie bist du das?
00:47:09: Im Sinne von diesen Marken werde ich voll besprochen habe wie die liegen also stehe mich dazu stehe ich da nicht zu und die nach innen wie nach außen interessant ist.
00:47:18: wenn ihnen ganz klar ist wir sind total zusammenarbeiten und außen.
00:47:21: der kunde sagt Wobblix hier kollaborativ dass alles einzelmeistern funktioniert nicht.
00:47:25: Dann hast du relativ schnell einen Kundenerlebnispunkt nicht gut gemanagt und dann kannst du da in die Verbesserung gehen.
00:47:31: Welcher BtoB-Kanal wird maßlos überschätzt?
00:47:35: Oh, das ist schwierig!
00:47:37: Wenn auch das Thema PDFs schicken gilt... Was wir immer noch viele von den Kollegen tun und ehrlich war sie sogar irgendwie auch mal... Aber das kann man natürlich viel besser gestalten, ob es auf einer eigenen Webseite ist was dein Zugang oder du hast das auf der App.
00:47:53: Aber glaube es mir, es werden noch sehr viele E-Mails verschickt und PDFs hinten dran.
00:47:58: Welcher PtoB Kanal wird maßlos unterschätzt?
00:48:02: Ja da sind wir tatsächlich wahrscheinlich schon bei all den Themen die Jenny i heißen.
00:48:07: und wie nennen sich die ganzen lustigen AI Produkte?
00:48:10: also tatsächlich auch bei höchst komplexen Entscheidungsprozessen frag ich heute in einem Chat die Maschine.
00:48:20: Wenn ich die Leute dann frage von Google und wie sie alle heißen, wie das jetzt hier genau funktioniert, können wir bis heute keiner so genau sagen.
00:48:25: Wie wissen Sie auch gar nicht?
00:48:26: Weil die Maschine sich ja dann auch mal... Wir wissen aber nur dass sie sich, ich sage es mal mindestens mal schlau macht über ganz viele Contents und Inhalte Und von daher ist die Aufgabe, wie komme ich denn die schlauen Contents so bekommen oder erstellen, dass dann die Maschinen das auch tatsächlich richtig gut setzt.
00:48:42: Also daher, wir werden daran nicht mehr vorbeikommen.
00:48:45: Ja
00:48:46: Das kann ich unterschreiben.
00:48:50: Was ist die meist unterschätzte Fähigkeit eines CMOs heute?
00:48:54: Meistens.
00:48:57: Ich bleib da jetzt mir ganz treu, dass sie am nächsten am Menschen ist und eigentlich dementsprechend auch den Kunden am besten versteht, nämlich es ist nicht sales.
00:49:06: also das ist jetzt ganz brutal.
00:49:08: Die wollen ja was von dem Kunden.
00:49:10: der Marketing kann neutraler drauf schauen und wenn man das nutzt als Wachstumstrauber weil da ist ganz nah dran dann kann Unternehmen auch wirklich in die Zukunft gehen.
00:49:20: Sehr gut.
00:49:21: Jetzt kommt unsere Abschlussfrage.
00:49:22: Noch eine!
00:49:23: Und
00:49:23: jetzt wird
00:49:23: vorbereitet, das ist die allerletzte.
00:49:26: Jenseits von Optimierung Personalisierung KI Was sind deine ganz persönlichen drei Streaming-Tipps?
00:49:32: Du vielleicht mal zum abschalten auf den Sofa guckst.
00:49:37: Warte mal, warte... Also erstens ich höre Podcast geht es auch aus Streaming?
00:49:41: Das gilt grundsätzlich als Streaming
00:49:44: Nicht ganz live, aber alles was Gabor Steingal macht mit seinem Pioneer finde ich super.
00:49:48: Kann ich nur empfehlen beim Laufen mache ich mal jeden Abend ist das die beste Zusammenfassung des Tages?
00:49:54: beziehungsweise er macht es ja nicht morgens, aber ich höre es dann halt abends an und ich find's auch toll dass der so eine Medienmarke wieder von null nach oben gesaut hat.
00:50:01: also wäre mein erster Tipp ein Pioneer werden und Podcast hören.
00:50:05: zweitens wer es noch nicht gesehen hat expand also das heißt die Serie Science Fiction auf Amazon Prime Da es auch mehrere Staffeln sind, kann man das auch mehrere Wochen an-crownen.
00:50:16: Dann muss er sich dauernd hoffen, dass bald wieder weitergeht.
00:50:19: Großartig geht's um die Zukunft und ist irre.
00:50:24: Und dann lese ich immer noch ein bisschen zum Einschlafen.
00:50:28: Da würde ich sagen einfach Bestsellerliste angucken, Krimis... ...und dann kann man Nummer eins picken.
00:50:33: Aktuell ist glaube ich die Hausfrau.
00:50:34: Ich kann das Buch nicht mehr weglegen.
00:50:36: Spannend!
00:50:37: Mega.
00:50:38: Vielen Dank.
00:50:39: Das war vielfältig Mega Folge, da war super viel drin.
00:50:42: Auch insbesondere zum Thema Organisationsmodell-Führung von Menschen und wo es wirklich ankommt.
00:50:48: Vielen Dank, dass du heute unser Gast warst.
00:50:49: Hat super viel Spaß gemacht!
00:50:51: Danke und immer wieder gerne!
00:50:53: Bis bald, danke Tim!
00:51:07: Ciao!
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