Zu Gast: Tom Nollau von Gustavo Gusto (#11)

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir mit Tom Nollau, Director Brand, Product & Media bei Gustavo Gusto, über den Weg vom studentischen Geheimtipp zum Premium-Player im Tiefkühlregal – und darüber, wie eine klare Challenger-Strategie, kompromisslose Produktqualität und mutige Kommunikation gegen Branchenriesen bestehen können.

Themen der Folge:

• Challenger-Strategie: Wie man mit Produktüberlegenheit und Haltung gegen etablierte Marken antritt

• Inhouse-Marketing: Warum kreative Eigenleistung und stringente Markenführung Budgetlimitierungen ausgleichen können

• Packaging als Performance-Hebel im Regal – und die Rolle von Influencer-Kooperationen (u. a. mit Luca) für Reichweite und Relevanz

• Skalierung der eigenen Produktion: operative Hürden, Qualitätsversprechen und was das fürs Marketing bedeutet

• Retail Media und Marketing-Mix-Modelle: Datengestützte Steuerung zwischen Handel, Awareness und Abverkauf

• Markenkern statt Hype: Pizza als emotionales Genussprodukt statt funktionales Lebensmittel – und was das für Content und Kreation heißt

Über Tom Nollau:

Tom Nollau ist Director Brand, Product & Media bei Gustavo Gusto. In dieser Rolle verantwortet er die Markenführung, die Produkt- und Verpackungsentwicklung sowie die Orchestrierung der Media-Aktivitäten – von kreativer Inhouse-Vermarktung über auffälliges Packaging bis hin zu Creator-Partnerschaften und der datengetriebenen Verzahnung mit Retail Media.

Beyond The Screen ist eine Produktion der TLDR Studios

Transkript anzeigen

00:00:03: Beyond the Screen, der Marketing-Podcast von

00:00:05: Isam Advertising Technologies.

00:00:19: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Beyond the Screen.

00:00:22: Heute geht's um Challenger Marketing in der Foodbranche.

00:00:25: Mein heutiger Gast ist Tom Nallau, Director Brandt, Produkt und Media bei Gustavo Gusto.

00:00:29: Wir sprechen über mutige Kampagnen, Tiktok-Erfolge, unkonventionelle Content-Strategien und wie man mit einer Pizzamarke Branchenriesen herausfordert.

00:00:37: Tom, herzlich willkommen, schön, dass du da bist.

00:00:39: Danke, vielen Dank für die Anleitung.

00:00:41: Du hast mal gesagt, Am Ende muss die ganze Hand nach Pizza riechen.

00:00:45: Ist das dein persönliches KPI für ein gelungenes Abendessen oder die Grundlage eurer Marketingstrategie?

00:00:50: Beides.

00:00:51: Aber ich liebe Pizza natürlich selber sehr.

00:00:52: Sonst wäre ich im falschen Job.

00:00:54: Gleichzeitig freue ich mich natürlich, wenn jeder andere die Leidenschaft teilt da draußen, vor allem mit unseren Pizzen, die ich nach wie vor fantastisch halte.

00:01:00: Und wenn man sich dann so richtig mit den Pizzen beschäftigt und sie richtig ist, mit Leidenschaft und bloß nicht mit Messer und Gabel, ganz wichtig, dann muss die Hand nach Pizza riechen.

00:01:07: Perfekt.

00:01:08: Ich kann es nachvollziehen.

00:01:09: Ich habe mal früher als Pizzataxi Boote gearbeitet.

00:01:11: Habe ich im Vorgespräch nicht verraten.

00:01:12: Da probiert man auf jeden Fall alle Sorten und das kann ich sehr gut nachfüllen.

00:01:16: Du hast mal angefangen im Journalismus, glaube ich, bei Bauer, der bei Borda.

00:01:23: Zuerst bei Borda, dann bei Bauer, dann wieder bei Borda.

00:01:27: Und wie bist du dann bei Gustavo Gusto gelandet?

00:01:30: Ich hätte eigentlich immer den Wunsch, Journalist zu werden.

00:01:33: Ich habe wahnsinnig gerne geschrieben.

00:01:34: Ich habe mich sehr gerne mit Leuten behalten.

00:01:36: Akzeptabler Interviewer würde ich im Nachhinein von mir behaupten.

00:01:39: Und hab das einfach wahnsinnig gerne gemacht, hab dann irgendwann gemerkt, dass aber Journalismus eine schwierigere Branche wird.

00:01:45: Sehr viel Fatalismus, sehr viel schlechte Laune, sehr wenig Lösungen.

00:01:49: Und vor allen Dingen sehr, sehr stark auf Masse getrimmt.

00:01:51: Vor allen Dingen, als ich später ganz am Ende im Online-Journalismus war, hat der Klick einfach alles regiert.

00:01:57: Da war es dann auch gar nicht so wichtig, woher die Quellen kommen und auch gar nicht so wichtig, ob vielleicht alles gecheckt war, Hauptsache man war schnell und Hauptsache die Leute haben schnell geklickt.

00:02:05: Das hat mir nicht so gut gefallen, deswegen hab ich mich umgehört und umgeguckt.

00:02:08: Und hab dann Content Marketing für mich entdeckt, auch weil ich in meinem letzten Job an der Schnittstelle zwischen Redaktion und Formatik schon ein bisschen gearbeitet hab.

00:02:16: Und hatte Glück, dass ich jemanden kennengelernt hab, der mich in eine Content Marketing-Argitur in Hamburg geholt hat.

00:02:22: Und da konnte ich dann meine ersten AG-Versuche, muss man ganz offen sagen, machen, weil der Unterschied zwischen Journalismus und Content Marketing war doch ziemlich groß.

00:02:29: Und der Unterschied zwischen Journalismus und Marketing generell sehr groß.

00:02:33: Ah, es hat total Spaß gemacht.

00:02:34: Ziemlich außerhalb meiner Komfortzone, wie ich gewesen bin für die ersten Wochen und Monate, hat Gott sei Dank keiner gemerkt, habe ich gut überspielt.

00:02:41: Und ja, bin dann einfach in die Branche reingerutscht, wenn man so will, und habe Leidenschaft für Marketing KPI's entwickelt, für davon die Leute davon zu überzeugen, mit guten Geschichten vor allen Dingen, sich mit Marken zu beschäftigen, die sagenumwobene Time spent with Brand, die man ja vor allen Dingen heutzutage mit guten Inhalten, mit cleveren Ideen irgendwie produzieren muss.

00:03:00: ... und da bin ich geblieben und hat sich dann weiterentwickelt ... ... zu einem kleinen Aufenthalt ... ... bei einer Influencer Marketing-Argentur.

00:03:08: Und ich habe in meinen Dobs im Marketing ... ... mich wie Gott kennengelernt in CMO von Gustavo Gusto ... ... und wir sind immer in Kontakt geblieben und ... ... teilten sehr viel ähnliche Ansichten ... ... und hatten auch einen ähnlichen Lebenslauf ... ... und irgendwie hat es gut gepasst, auch persönlich.

00:03:24: Und dann gab es irgendwann mal das Gespräch, ... ... hast du nicht Lust, zu uns zu kommen.

00:03:28: Und so bin ich dann, äh, zwanzig, zwanzig, mitten während Corona bei Gustavo Gusto gelandet in der Firma, die mit dem, was die Firma heute ist, nichts mehr zu tun hat.

00:03:38: Okay.

00:03:39: Also was sehr, sehr spannend ist, weil ich die komplette Entwicklung von einem, ja immer noch Start-up zu einem Scale-up zu einem mittelständischen Unternehmen jetzt miterleben durfte und mitgestalten durfte.

00:03:49: Ja, tolle Reise.

00:03:51: Wahnsinn.

00:03:51: Und ich glaube, der Land wurde gegründet, zwei tausend drei.

00:03:54: Stimmt das?

00:03:55: Nee,

00:03:55: ist später.

00:03:56: Wir haben dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum mit den Pizzen im LEH.

00:04:00: Also wir sind seit... ...Zwanzigsechzehn im Lebensmittel-Einzelhandel und dieses Jahr im zehnjähriges Jubiläum.

00:04:08: Den Laden gab es vorher ein paar Jahre mit einem anderen Geschäftsmodell.

00:04:11: Und es fußt ja alles auf der sagenumwobenen Studentin Pizzeria in dem Bayerischen Uniort Passau,

00:04:17: der

00:04:18: unserer Gründer und Geschäftsführer Christoph, die damals gegründet hat und von da aus dann die Reise eben in den TK-Bereich und auch in die Supermärkte angetreten hat.

00:04:27: Sehr spannend.

00:04:28: Und Gustavo Gusto kennt man ja, glaube ich, inzwischen in der Branche auf jeden Fall durch die ganzen Awards, die ihr eingesammelt habt, aber auch sicherlich aus dem Tiefkühlregal.

00:04:36: Du bist ja jetzt betitelt mit verantwortlich für Brand, Produkt und Media.

00:04:41: Was umfasst das alles als Aufgabenbereich?

00:04:43: Also es umfasst tatsächlich sehr viel Produkt in der Zwischenzeit.

00:04:46: Also ich bin verantwortlich für Produktmanagement und Produktentwicklung.

00:04:50: Was total Spaß macht, weil ich eben mit dem Produkt sich sehr liebe.

00:04:52: ... praktisch in Kontakt bin und auch ... ... Insights in die Produktion habe, ... ... mir mit meinem Team zusammen überlegen kann, ... ... welche Produkte die Nächsten sein könnten, ... ... die wir anbieten, was uns noch fehlt, ... ... was wir brauchen, um das Produkt ... ... vielleicht auch noch besser zu machen.

00:05:07: Also all das, was irgendwie ... ... uns als Firma ja auch vorantreibt am Ende.

00:05:13: Und aber auch dann, ... ... nachdem die Produkte entwickelt, ... ... produziert, skaliert wurden, ... ... dann das Ganze tatsächlich auch ... ... in die Kommunikation mit einzubinden, ... ... mit dem tollen Marketing-Team von Michi Götz, ... ... das dann einfach ein Weg zu finden, ... ... wie man das am besten an die Kunden bringt ... ... und dann vor allen Dingen zusammen ... ... mit unserem Media-Agentur zu überlegen, ... ... mit den Mitteln, die wir haben, ... ... Spoilerler, die sind nicht besonders groß, ... ... sprechen wir wahrscheinlich noch ein paar Mal ... ... in dem Podcast drüber, ... ... wie wir es trotzdem schaffen, ... ... die Leute zu erreichen und zu begeistern ... ... und zu Kunden zu machen ... ... und zu Fans der Marke zu machen.

00:05:46: Gab es mal eine Pizza, ... ... die euch super geschmeckt hat, die er aber ... ... ja, die sich nicht erzählen ließ, ... ... die ihr nicht verkaufen konntet?

00:05:53: Meinst du, die wir dann gar nicht produziert haben oder die wir produziert haben und sich da nicht verkaufte?

00:05:57: Ja, beides.

00:05:58: Okay.

00:05:58: Also wir haben tatsächlich viele Produktideen, die irgendwo auf der Strecke bleiben, während der Entwicklungsprozess teilweise aufgrund von Limitierungen in der Produktion.

00:06:07: Wir produzieren unsere Pizzen komplett selbst.

00:06:09: Wir haben zwei Werke, eins in unserem Stammsitz in Gerritzried, das ist so eine halbe Stunde südlich von München, und ein Werk in Artern, das liegt in Thüringen.

00:06:17: Und da haben wir einfach bestimmte Limitierungen.

00:06:19: Wir haben leider nicht den Luxus ... ... bei einem Dienstleister aufzuschlagen und zu sagen, ihr macht uns mal die Pizza und es ist uns total egal, wie ihr sie macht.

00:06:25: Hauptsache am Ende kriegen wir sie für preis XY.

00:06:28: Wir müssen es selber machen.

00:06:29: Und dadurch sind unfassbar viele Sachen einfach auf der Strecke geblieben.

00:06:32: Wir hatten mal eine sehr spannende Kombination aus süß und salzig.

00:06:36: Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, weil vielleicht bringen wir sie noch mal.

00:06:38: Insofern ein großes Betriebsgeheimnis, dass ich jetzt hier nicht komplett ausplappern kann.

00:06:42: Aber wir hatten mal eine ganz coole Idee aus so einer Mischung aus süß und salzig.

00:06:45: Das hat einfach produktionstechnisch nicht geklappt, obwohl wir die Idee ... Fantastisch wandten und die auch in Verköstigungen bei uns innerhalb des Hauses einfach zu sehr national funktioniert hat oder sehr für sehr viel Überraschung und sehr viel irgendwie, das müssten wir eigentlich mal machen, Reaktionen geführt hat.

00:07:01: Aber konnten wir nicht umsetzen, vielleicht irgendwann mal, aber solche Sachen gibt es häufig.

00:07:05: Und wir hatten auch schon Pizzen, die wir in den Markt gebracht haben und die am Ende nicht das gebracht haben, was wir uns persönlich davon erwartet haben.

00:07:11: Das heißt nicht, dass die wie sich überhaupt nicht verkauft haben, aber eben nicht so, wie wir uns gehofft und erwartet hatten.

00:07:18: Und das ist in der Lebensmittelbranche komplett normal, dass du auch Innovationen oder neue Produkte in die Märkte oder bei uns in die Thron bringst, die dann am Ende halt nicht so funktionieren, wie man sich das vorstellt.

00:07:29: Ja, okay.

00:07:30: Aber ist ja gut, wenn wir viel experimentieren, kommen wir auch sicherlich sehr supergute Sachen raus und beweisen auch eure Erfolgsgeschichte.

00:07:36: Total.

00:07:36: Und wir bemühen uns ja auch immer wieder, neu und innovativ zu sein.

00:07:41: Gleichzeitig.

00:07:43: Jede Innovation hatten relativ langen Vorlauf, auch wenn wir da immer noch kürzer sind als unsere Marktmitbegleiter und wir immer noch schneller sind als mancher Konzernen.

00:07:51: Trotzdem ist es Zeit und Geld, die du investierst, um sowas umzusetzen.

00:07:56: Nicht zuletzt in der Produktion, sondern auch schon davor.

00:07:58: Und wenn da noch eine Marketingkampagne am Ende dazukommt, dann ist das schon für uns immer ein ziemliches Häufchen, was wir da investieren.

00:08:03: Da kannst du dir nicht so wahnsinnig viele Fehlschläge erlauben, schon gar nicht, wenn du eben noch eine Challenger-Marke bist.

00:08:10: Wie lange braucht ihr dann von Planung bis Launch im Tiefkühlregal?

00:08:14: Also wir sagen, wenn wir ein Jahr haben, haben wir nie.

00:08:18: Das heißt, wir sind meistens deutlich schneller unterwegs.

00:08:21: Sehr opportunitätsgetrieben in den letzten Jahren gewesen, wenn sich einfach coole Ideen entwickelt haben, coole Co-Apartner sich irgendwie gezeigt haben.

00:08:28: Dann konnten wir das teilweise auch deutlich schneller machen zwischen vier und sechs Monaten.

00:08:32: Birgt halt sehr viele Risiken, weil du ein paar ... Prozesse beschleunigen muss und das wirkt einfach riesig, aber bis jetzt hat es eigentlich immer gut funktioniert, trotz der Risiken.

00:08:42: Ja, spannend, vier bis sechs Monate.

00:08:44: Das ist schnell.

00:08:45: Ja, ist es.

00:08:47: Du sprichst auch häufig, wenn man Dinge von dir liest oder hört, über Mental Availability.

00:08:53: Für unsere Zuhörer, wer das jetzt nicht intuitiv einordnen kann, das bedeutet, dass, wenn man in der Kaufsituation am Küriger steht, dass man eigentlich sofort im Kopf des Kunden ist und man schon daran denkt, dass ich ja eigentlich jetzt in diesem Fall Gustavo Gusto kaufen will.

00:09:08: Wie wichtig ist das für euch?

00:09:09: Warum ist das so wichtig?

00:09:10: Das ist für uns deswegen so wichtig, weil wir wissen, dass ein Löwenanteil der Menschen an der TKTruhe erst die Entscheidung treffen, welche Pizzen sie kaufen.

00:09:20: Da gibt es diverse Marktstudien dazu, wir haben auch selber einige dazu gemacht.

00:09:24: Die ist halt was damit zu tun, dass am Ende der Preis natürlich mitentscheidet.

00:09:27: Wir sind in Deutschland, Preis ist König, ist leider so, selbst wenn man es gerne manchmal anders hätte als Markenhersteller und als Premiumhersteller, der wir sind, aber am Ende entscheidet der Preis.

00:09:36: Aber es entscheidet natürlich auch, das war die Wahrnehmung der Marke, die die Leute, die sowieso nur auf dem Preis gucken, die hast du meistens verloren als Markenhersteller, als Premiumhersteller, ist halt und hast gerade eine Preisaktion.

00:09:48: Aber die Leute, die... auf Marke gucken, die auf Qualität gucken, die müssen wir erreichen.

00:09:52: Und da müssen wir präsent sein, weil wir einfach, die sind die klein.

00:09:55: Auch wenn es noch kleinere gibt als uns in der Zwischenzeit, die auch den gleichen Weg versuchen, den wir gegangen sind, sind wir nach wie vor, auch wenn wir auf Platz drei liegen, wenn wir die Handelsmark mal rausnehmen, trotzdem immer noch sehr klein.

00:10:05: Ja.

00:10:06: Und es ist wichtig, dass die Leute wissen, dass es uns gibt.

00:10:08: Es ist wichtig, dass sie wissen, für was wir stehen und warum unsere Produkte auch das Geld kosten, was sie kosten, was unsere USPs sind, was das Produkt so besonders macht und worum es am Ende, meine bescheidene Meinung, besser schmeckt als die anderen Produkte.

00:10:21: Die Unterscheidung in Premium und nicht Premium habe ich bei Tiefkühlpizza jetzt das erste Mal gehört.

00:10:27: Die Differenzierung waren wir noch nicht so geläufig.

00:10:29: Erzähl doch mal genau, was das bedeutet.

00:10:31: Also ihr seid ein bisschen teurer, euer Produkt ist besser, weniger Zusatzstoffe, mehr Handarbeit, größer und dann gibt es auf der anderen Seite quasi Discount oder wie, da darf ich das verstehen, dass dann noch deutlich preiswerter ist.

00:10:47: Also es gibt den Premiumbereich, den wir quasi in entwickelt, gegründet, erfunden haben.

00:10:51: Bevor wir kamen, gab es den nicht.

00:10:52: Er wurde quasi mit Gustav Augusto.

00:10:55: Seit uns gibt es diese Kategorie, die jetzt ziemlich voll geworden ist in den letzten paar Jahren, weil natürlich auch viele andere Player auf den Markt verstanden haben, dass das A eine lohnenswertige Kategorie ist und sich vor allen Dingen auch damit beschäftigt haben, nicht zuletzt auch wegen uns und wegen dem Trend auch bei den Konsumenten, wie sie ihre Produkte besser machen können.

00:11:13: Denn der Bereich, der nicht premium Tiefglühpitzer ist, ist normale Tiefglühpitzer.

00:11:17: ... und die schmeckt wie Tiefglückpizza halt in den letzten ... ... fünfzig, sechzig Jahren geschmeckt hat.

00:11:23: Heißt nicht, dass es nicht unfassbar viele Leute kaufen, ... ... das ist auch vollkommen okay, ... ... aber halt halt mit Pizza, ... ... wie wir sie aus einer Pizzeria, ... ... aus einem Restaurant kennen, ... ... schlecht und einfach relativ wenig zu tun.

00:11:31: Ja.

00:11:32: Und deswegen war es uns wichtig, ... ... oder war das der Weg, den Gustavo ... ... Gustavo damals gegangen ist, ... ... genau diese Barriere zu durchbrechen ... ... und eine Tiefglückpizza anzubieten, ... ... die schmeckt wie eine Restaurantpizza, ... ... und somit eben eine Premium Tiefglückpizza ist.

00:11:43: Die ... Discounter-Pitzen und Eigenmarken gibt's da noch preislich drunter, aber das ist letztendlich alles eine große, sehr, sehr volatile Kategorie unter dem Premium-Tiefgipitzen, weil sich da einfach sehr, sehr viel über den Preis, über Angebotskommunikation, über Multi-Packs etc.

00:12:00: definiert.

00:12:01: Ja, super interessant.

00:12:04: Cool, ja, zum Start haben wir jetzt, glaube ich, einen guten Eindruck bekommen, was ihr, womit ihr so grundsätzlich antretet.

00:12:10: Jetzt wollen wir in den nächsten Minuten von dir verstehen, wie man's mit quasi Low Interest Produkt, was der Tiefgepitzer wahrscheinlich ist.

00:12:17: Ich versuche das so ein bisschen natürlich aufzubrechen, ohne ein neustelliges Media Budget trotzdem im Regal euch durchsetzt.

00:12:25: Vielleicht vorne nochmal zur Company und Urban Mindset.

00:12:28: Ihr habt ja so die Story von David gegen Goliath häufig geprägt, andere sagen dann hier Astricks gegen die Römer.

00:12:36: Goliath ist ja dann sicherlich Dr.

00:12:38: Ötka Wagner etc.

00:12:40: Und vielleicht handeln auch natürlich die Eigenmarken.

00:12:43: Wie stark brächt euch dieses Challenger gehen?

00:12:48: Der David im Arbeitsalltag, was macht das aus?

00:12:50: Was macht das mit der Company?

00:12:52: Es hat auf jeden Fall sehr, sehr viel dazu beigetragen, dass wir das Credo, dass unser Produkt signifikant besser sein muss, als alles, was ist da draußen geprägt.

00:13:00: Und das ist bis heute einfach der Fixstern.

00:13:03: Und das ist auch das, was unsere Gründer und Geschäftsführer bis heute immer als oberste Primisse ... in jedem Meeting, in jedem Gespräch anbringen, dass es die Qualität einfach stimmen muss, weil wir eben die anderen Möglichkeiten nicht haben, um gegen Goliath zu bestehen.

00:13:18: Also quasi die Qualität ist unser Stein in der Schleuder, wenn du so willst, wenn wir den nicht hätten, dann hätten wir keine Chance.

00:13:24: Und bis jetzt gelingt uns das, oder ist es uns gelungen?

00:13:27: Nur mit jedem Wachstum, den wir hingelegt haben, ist es natürlich auch

00:13:31: schwierig,

00:13:32: die Qualität zu steigern oder dabei zu halten.

00:13:34: Warum?

00:13:34: Weil wir eben selber produzieren und je mehr Pizzen man produziert, desto mehr geht man in den automatisierten Bereich, desto mehr muss man eben auch Geschwindigkeit haben, desto mehr muss man auch auf lieb gewohnte Sachen, die man vielleicht am Anfang gemacht hat, als man zwanzig Pizzen produziert hat, verzichten und da zerlegt es relativ viele.

00:13:50: Uns nicht, wir haben gute Lösungen gefunden.

00:13:53: Aber dieses Mindset, dass es da oben immer zwei große gibt, die mit... Noch mal unserer Meinung, minderwertige Rennprodukten und relativ viel Geld verdienen.

00:14:01: Uns unsere Produkte eigentlich mehr verdient hätten, noch von mehr Leuten gegessen zu werden, ist für uns ein klarer Antrieb.

00:14:08: Stark.

00:14:08: Was sind die einzelnen Details der Produktqualität?

00:14:10: Was macht das besser?

00:14:12: Also das Interessante bei Pizza ist ja, wir reden letztendlich von zwei sehr, sehr wichtigen Komponenten eines Teigs, anderes Soße.

00:14:19: Klar, okay, so darf er auch nicht fehlen, der Belag muss auch gut sein, aber unfassbar viele Stellschrauben über den Teig, also den Boden und die Soße und speziell beim Teig.

00:14:28: Mehlmischungen, Teigführung, Teigreife, das ist etwas, da kann man.

00:14:32: Unfassbar ins Detail gehen kann man auch mit unserem Geschäftsführer immer noch wahnsinnig gut machen, der sich jetzt nicht irgendwie mit irgendeinem Büro versteckt, sondern der tatsächlich auch immer noch unfassbar viel sich involviert in diese ganze Diskussion über die Qualität der immer noch wahnsinnig viel weiß über das ganze Thema Teigführung, Pizza etc.

00:14:50: Nicht zuletzt, weil er eben selber meine Pizzeria geführt hat.

00:14:53: Wie ist die Firmen Vollklohre so wild durch Italien gefahren ist und irgendwelchen Pizzabäckern, die Rezepte aus den Rippen geleiert hat.

00:15:02: Das heißt, es ist etwas, womit wir uns unendlich beschäftigen können.

00:15:05: Saucing.

00:15:06: Woher kommt das Mehl?

00:15:07: Woher kommt die Tomaten?

00:15:09: Woher kommt der Käse?

00:15:10: Aber vor allen Dingen eben auch sowas.

00:15:11: Wie können wir unseren Teig vielleicht besser reifen?

00:15:13: Wie können wir die Teigreife noch besser hinkriegen?

00:15:15: Weil Teigreife ist wirklich, was es macht, unfassbar viel mit dem Teig.

00:15:18: Es macht unfassbar viel mit der Pizza.

00:15:20: Und das sind Sachen, da kann man ins Detail gehen, bis zum Geht nicht mehr.

00:15:23: Und man kann nicht alles sofort umsetzen, was man sich vorstellt.

00:15:26: Noch mal, zwei große Produktionsstandorte.

00:15:28: Das ist jetzt nicht das flexibelste Setup der Welt, aber wir haben es dafür selber an der Hand und können dann dementsprechend damit arbeiten.

00:15:35: Dann kommen Sachen hinzu, wie das wir den Zeug von Hand ausbreiten am Ende, dass wir direkt auf Steinbacken in einem Ofen, in dem quasi ein Förderband Schamottstein durchläuft.

00:15:45: Wir geben uns extrem viel Mühe beim Sourcing unserer Rohe waren.

00:15:48: Stichwort Tunfisch der Hand geangelt ist, Stichwort unsere Salami-Pizzareine, Rindersalami.

00:15:53: Und das sind Sachen, die in der Kombination einfach was ein anderes Produkt ergeben, als es eben Tiefgepizza vor zehn, zwölf Jahren war.

00:16:01: Und bis heute auch, finde ich, eben im Markt immer noch eigentlich den Rollstandard bietet.

00:16:06: Stark.

00:16:06: Und was ist der Bestseller?

00:16:08: Margarita, klassisch.

00:16:09: Das ist in Deutschland der Klassiker, dass Margarita immer gut funktioniert, weil viele Leute sich die kaufen und dann auch selber pimpen und dann selber ihre Belege drauf machen.

00:16:16: Und ja, Salami ist auch immer die ewige Nummer zwei.

00:16:21: Bei uns wird auch sehr, sehr gerne genommen, also die klassische Salami eben, die große Pizza mit der Rindersalami.

00:16:26: Und es ist aber tatsächlich ganz spannend zu sehen, dass ich auch ... spezielle Ressorten trotzdem irgendwie in die Herzen der Menschen spielen können.

00:16:35: Und auch bestimmte Ideen, die man mal hatte, auch langfristig plötzlich irgendwie sich bei den Menschen verankern.

00:16:41: Insofern ist es ja das Schöne daran, wenn man auch ein Produkt mitarbeiten kann, dass man Entscheidungen trifft, die dann vielleicht ein paar Monate später oder ein, zwei Jahre später einen totalen Bestseller irgendwie produzieren, der stabil und gut im Markt liegt auch gut.

00:16:52: Cool.

00:16:53: Was ihr auch richtig anders gemacht habt, als die bisherigen Marktbegleiter ist, ihr habt ... das Packaging genutzt, um Kommunikation zu betreiben und ihr habt ja vor allem ... ... die Größe geändert.

00:17:07: Dieser weißen Box ist das heiliger als ein TV-Sport.

00:17:09: ein guter ... ... und warum macht ihr da auch selten Co-Obs?

00:17:15: Ich weiß nicht, ob es ein heiliger sei es ein TV-Sport, ... ... das ist auf jeden Fall in der Zwischenzeit einfach ... ... unfassbar gewachsen und man vergisst immer ... ... was vor zehn Jahren das im Handel ausgelöst hat.

00:17:27: Und was das vor zehn Jahren für ein Ding war, weil jetzt guckt jeder drauf und denkt, das sind ja die mit den lustigen Sprüchen.

00:17:31: Und viele kopieren uns in der Zwischenzeit auch.

00:17:33: Und die Kortons sehen bei manchen Marktmitbegleitern ähnlich aus, bei anderen nicht.

00:17:38: Aber vor zehn oder zwölf Jahren war das einfach noch eine komplette, war das einfach wirklich neu.

00:17:43: Und das war deswegen neu, weil erstens die Größe das komplette System wie Pizzen in den Truhen liegen bei den Händlern komplett zerschossen hat.

00:17:51: Und der Handel uns auch ganz, ganz klar davon abgeraten hat, dieses große Format zu machen.

00:17:56: eben deswegen, weil es für sie sehr viele Probleme erst mal mit sich gebracht hat.

00:18:00: Und genauso, wenn wir auf Marktworschung gehörten oder wenn wir Marktworschung geglaubt hätten, hätten wir niemals den weißen Karton machen können, weil weiß ist ja eher eine billige Marke.

00:18:11: Also welche Marken haben meistens, also welche Farben haben?

00:18:14: meistens Eigenmarken oder früher.

00:18:16: Wenn du ja attraktiv und preiswert sind, dann ist es gut und günstig.

00:18:18: Ja, alles weiß.

00:18:19: Also weiß hat eigentlich eher so ein trashiges Image als Verpackungsfarbe.

00:18:23: Spannend, ja, stimmt.

00:18:25: Und natürlich haben alle gesagt, ihr müsst Gold machen, ihr müsst Schwarz machen.

00:18:29: Nee, damals hat sich tatsächlich das Bauchgefühl durchgesetzt, es hätte total in die Hose gehen können, ist es aber nicht.

00:18:34: Insofern am Ende ist es so schön, die Sieger haben recht und wir hatten in dem Fall, war es die richtige Entscheidung.

00:18:40: Die Tatsache, dass wir die Sprüche auf den Karton gemacht haben, war einfach eine reine Notwendigkeit auch, weil wir es nicht ein einzigen Cent für Werbung gab.

00:18:49: Und die Möglichkeit, mit den Kunden zu sprechen.

00:18:51: Hundert Prozent nur über die Kartonsliefer am Anfang.

00:18:53: Und bis heute ist es immer noch ein wichtiges Vehikeln.

00:18:56: Und deswegen wird's auch nicht abgeschafft.

00:18:59: Und deswegen werden die Kartons auch nicht stark verändert und wird auch irgendwie diese Idee beibehalten, weil sie so prägend war und weil sie sehr stark für uns steht.

00:19:06: Aber am Anfang war es reine Notwendigkeit, weil wir keine andere Möglichkeit hatten, irgendwie zu sprechen und irgendwie gehört zu werden.

00:19:13: Spannend.

00:19:14: Ja, kein Media-Budget, da muss man sich andere Dinge einfallen lassen und wird das im Vorgespräch erzählt.

00:19:18: Zum Start seid ihr auch mit einer Co-Creation quasi ... Ich glaube, groß geworden über Luca.

00:19:24: Erzähl mal ein bisschen, wie das zustande kam.

00:19:27: Wir hatten die Idee mit sehr bekannten YouTuber Luca Pizzen zu machen.

00:19:33: Im Hintergrund war, dass wir angesprochen wurden von dem Partner, der uns erzählt hat, dass es schon immer Lukas Wunsch war, mal eine eigene Pizza zu machen.

00:19:43: Und zwar damals gab's halt so was wie Creator Economy noch gar nicht.

00:19:47: Also es gab nicht viele Möglichkeiten, wie man sich das vorher da angucken könnte.

00:19:50: Wie macht man so was?

00:19:51: Es gab noch keine Preistabellen, noch keine TKPs, KPIs, wie man das macht.

00:19:55: Und deswegen hat man einfach gesprochen und die Gespräche waren irgendwie gut.

00:19:58: Und dann hat man einfach mal losgelegt.

00:19:59: Und das Erste war eigentlich nur eine klassische Margarite einer anderen Verpackung, die cool war mit irgendwie eine Autogrammkarte und so.

00:20:06: Und es war eigentlich nicht besonders aufregend, weder vom Produkt noch von dem Ganzen drum herum.

00:20:12: Aber Luca hatte Bock drauf und hat ... Videos dazu gemacht.

00:20:14: Und das hat dazu geführt, dass die Follower und Abonnenten von Duka die Revis gestürmt haben und wir tatsächlich von diversen Marktleitern irgendwie Anrufe bekommen haben.

00:20:27: Wer seid ihr eigentlich?

00:20:28: Das sind Leute in meinem Laden, die wollen ihre Pizza.

00:20:29: Ich kenn euch überhaupt nicht.

00:20:30: Wer seid ihr?

00:20:31: Und so sind wir teilweise bei vielen auch erst und auch bei Marktleitern, auch bei Händlern.

00:20:36: Er ist überhaupt präsent geworden und überhaupt erstmal auf dem Zettel aufgetaucht, weil vorher, ja, man hatten wir so ein paar Listungen und es hat gut funktioniert, aber diesen ersten großen Sprung haben wir dadurch gemacht.

00:20:46: und weil es so gut funktioniert hat, haben wir noch zwei weitere Pizzen mit Luca gemacht, eine schwarze, also mit eingefärbte, den Teig haben wir eingefärbt, eine schwarze Pizze mit Schinken und eine mit mehreren Käsesorten und es war... immer total cool und hat Spaß gemacht und hat uns wirklich in diesen knapp eineinhalb Jahren, den wir die drei Pizzen gemacht haben, wirklich auch nochmal auf so ein anderes Niveau gebracht.

00:21:09: Dann kam Corona, das war der nächste große Sprung, wo wir tatsächlich uns ganz schön festhalten mussten und uns ganz schön auch zusammenreißen mussten, auch als Firma gucken mussten, wie können wir überhaupt diesen... ... die Erwartungshaltung der Kunden ... ... und der Händler erfüllen.

00:21:22: Also wie können wir auf gut Deutsch ... ... auf gleichem Niveau mehr produzieren, ... ... weil die Nachfrage einfach unfassbar ... ... Anstieg in diesen zwei Jahren ... ... und uns einen riesen Schritt noch mal ... ... machen lassen.

00:21:31: Stark.

00:21:32: Und dann hattet ihr, glaube ich, ... ... Batspenser und Terminal Still ... ... habe ich mal gesehen.

00:21:36: Jetzt habe ich gesehen, ... ... da bin ich ein bisschen heller geworden, ... ... weil ich glaube immer ein Kind ... ... dann schon auf dem Konzert war, ... ... deine Freundin Baggarita.

00:21:41: Also da seid ihr auch im ... ... Cultural Marketing relativ ... ... aktiv, würde ich sagen.

00:21:47: Ich weiß gar nicht, ob ich's Cultural Marketing nennen würde.

00:21:49: Ich find, für mich sind's eher gute Co-Obs.

00:21:51: Ich find's Cultural Marketing müsste meiner Meinung nach sogar noch ein bisschen mehr dazukommen.

00:21:57: Wir haben mit unseren Kooperation wirklich viel Glück gehabt bis jetzt.

00:22:00: Ganz tolle Partner gefunden, haben ganz tolle Cases auch aufgebaut, weil wir auch teilweise so ungewöhnliche Wege gegangen sind.

00:22:06: Weil wir uns teilweise auch Sachen getraut haben.

00:22:08: Bei Bad Spencer und Tarantill ist es eigentlich eine witzige Geschichte, weil das Ganze kam aufgrund der Zeile, die auf dem Karton ist.

00:22:17: Ja.

00:22:17: Vier Käse für ein Halleluja, statt viel Vöße für ein Halleluja.

00:22:20: Das war die Idee und aufgrund dessen haben wir einen kompletten Ausbruch gemacht und haben diese ganze Sache irgendwie gestemmt, die sehr, sehr gut funktioniert hat.

00:22:27: Und bis heute ist die Pizza auch bei unserem Standardsortiment, auch wenn die beiden Jungs, also Batspanzer und Herren, zählen nicht mehr, dass die Verpackung ziehen, ist diese Pizza trotzdem noch da, weil die so gut gelungen wurden, war damals die Entwicklung der vier Käse-Pizza.

00:22:41: Ähnlicher Fall Ghostbusters haben wir auch in der Koop gemacht.

00:22:45: Und das war tatsächlich für uns der Moment, wo wir das Gefühl hatten, wenn wir uns mit dem Film zusammen tun und in der Franchise und in der Filmpie zusammen tun.

00:22:56: Dann muss es aber auch irgendwie besonders sein und dann müssen wir das irgendwie rocken und dann müssen wir mutig sein und müssen uns was trauern und es darf nicht sein.

00:23:03: Okay, wir machen halt irgendwo ein Logo klein irgendwo drauf und dann kannst du eine Reise gewinnen.

00:23:07: Okay, man konnte bei uns auch eine Reise gewinnen, aber wir haben trotzdem einfach ein bisschen größer und ein bisschen mutiger gemacht.

00:23:13: Und ich kam mich noch an, als wir den Vorschlag für den Karton an den Lizenzgeber gespielt haben, um drüber zu sprechen, ob das für die okay ist.

00:23:22: Die sind aus allen Wolken gefallen, weil wir halt nicht irgendwie so eine kleine Ecke oben gemacht haben, wo wir das Drucker gemacht haben, sondern einfach das Ghostbusters-Logo vollfrontal quasi riesig auf die Verpackung gemacht haben, die Verpackung schwarz eingefärbt haben, was sonst weiß war.

00:23:34: Und also wirklich dieses Ding mit Volle Überzeugungen gespielt haben, weil wir aber auch voll überzeugt waren, dass die Marke oder auch dieses leichte Nostalgeschirr von Ghostbusters irgendwie funktioniert.

00:23:47: Plus, in dem Film ging es sehr viel in New York eingefroren, es hatte auch einen ganz guten inhaltlichen Punkt.

00:23:53: Plus, wir haben dann irgendwie ganz gute Filme dazu gemacht, wo wir auch irgendwie die Pizza quasi in Films, denen eingebaut haben, weil die Pizza natürlich unsere Pizza nicht in den Film vorgekommen ist, so viel Geld haben wir leider nicht.

00:24:02: Aber das hat funktioniert und dadurch hat das gegriffen ist für mich aber nicht.

00:24:05: cultural marketing ist für mich eine kleinere koops haben wir gut gemacht hat total spaß gemacht hat in den in den truen sein national funktioniert.

00:24:12: Für uns ist es immer wichtig wenn wir sowas machen.

00:24:15: Diesen moment zu haben wenn so alles zueinander findet und wir könnten.

00:24:20: Wahrscheinlich mit fast jeder IP, der draußen zusammenarbeitet.

00:24:23: Wir kriegen unfassbar viele Anfragen, wir kriegen unfassbar viele Vorschläge, Konzepte.

00:24:28: Und es erd uns total, dass die Leute uns auch das so vertrauen und sagen, hey, wir haben Bock drauf mit euch zu arbeiten.

00:24:33: Aber wir sagen auch unfassbar viel ab, weil wir einfach nicht die Koop so machen wollen oder die IP so spielen wollen, wie es viele andere machen.

00:24:40: Du machst einfach irgendein Logo drauf, was ich mache.

00:24:44: Fünfte, ich will jetzt keinen Namen nennen, damit ich die mal auf die Beine auf die Füße trete, aber Masse hat irgendwie das fünfte Produkt mit dem gleichen Logo und dem gleichen lustigen Comic-Charakter drauf.

00:24:53: Irgendwie muss es funken.

00:24:55: und bei Ghostbusters, obwohl es eher auch eine große IP ist, die auch schon ganz viel gemacht hat und die auch schon ganz viel irgendwie irgendwie jetzt da gefunkt.

00:25:00: Es gab so diesen Moment, leicht die Gänsehaut, leicht das Kribbeln hinten, die Nackenhaare stellen sich auf und dann machen wir es.

00:25:06: Und dann haben wir Bock drauf, dann gehen wir auch all in, dann machen wir ein Produkt dafür, dann machen wir auch eine Verpackung dafür, dann haben wir Spaß dabei.

00:25:14: Aber nicht nur um der Koop-Winsel, es muss irgendwie, es muss alles ineinander greifen und du musst eine coole Geschichte erzählen können.

00:25:20: Cool, ja, wenn du es gut fühlst und sich gut anfühlt, dann ist das ein total guter Indikator, dass auch was Gutes rauskommt.

00:25:26: Ihr habt ja ab einem gewissen Zeitpunkt dann auch ... bisschen Geld über gehabt, um euch dem Thema Media zu stellen.

00:25:32: Und da Dinge auszuprobieren, oder zum Anfang gesagt, ihr habt jetzt ganz lange ohne gespielt oder ohne Media gearbeitet und seid gewachsen über Influencer, über Koops.

00:25:41: Heute macht ihr schon Media.

00:25:44: Wie habt ihr euch dem Thema genährt?

00:25:46: Und natürlich, wie sieht ein idealer MediaMix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-Mix-

00:25:58: Kampagnen in dem Sinne.

00:26:00: und es gab eine Kampagne, die vorhin mal gespielt wurde.

00:26:03: Ich glaube, mit dem fünfstelligen Budget.

00:26:05: Und das war alles, was vorher passiert war, jemals.

00:26:09: Und es gab eine Agentur, die die ganze Zeit darauf wartete, dass es mal losging.

00:26:12: Es gab aber aufseiten von Gustavo Gusto überhaupt keine Infrastruktur dafür.

00:26:17: Also ich bin auch gar nicht für Media geholt worden.

00:26:19: Ich bin für ein anderes Thema geholt worden.

00:26:21: Und war zwei Wochen, drei Wochen im Unternehmen.

00:26:25: Und dann haben wir ... ... entschieden, dass es für eben die Bud Spencer und Terrence Hillpizza tatsächlich eine richtige, die erste richtige Kampagne, Kampagne geben soll.

00:26:33: Mit dem sagenumwobenen Media-Budget von ... ... ich glaube, zweieinertausend Euro.

00:26:40: Also jeder, der sich mit Media ein bisschen auskennt, weil es ist ...

00:26:42: ... da geht man noch nicht so richtig aus im Sattel.

00:26:44: Das

00:26:44: ist überschaubar, ja.

00:26:45: Also kann man auch ... ... Handzettel quasi am Jungen Stickier verteilen.

00:26:48: Da reißt du wahrscheinlich eh nicht viele Leute.

00:26:50: Nein, also ... ... Spaß beiseite, das war auf jeden Fall nichts da und ... ... es ist mir dann quasi so ein bisschen in den Schoß gefallen.

00:26:56: Ehrlich gesagt, ich saß da und war quasi der Neue und war noch nicht so tief in anderen Projekten drin.

00:27:02: Und Michi Götz kam zu mir und meinte, du sprichst mal mit der Media-Agentur und restete es ein bisschen Geschichte in Anführungszeichen, weil wir dann eben angefangen haben, wirklich unsere Set-Ups aufzubauen.

00:27:11: Das heißt, erstmal wirklich zu verstehen, auch als Marke, was brauchen wir denn eigentlich, um Kampagnen sauber vorzubereiten?

00:27:19: Ja und aufzubauen und es hört sich total platt und total lowkey an.

00:27:24: aber wenn du halt in einem unternehmen bist wo das noch nie eine rolle gespielt hat.

00:27:28: Baust du es von null auf und das war tatsächlich auch so ein werden paar leute die hat ein bisschen ahnung davon die haben schon mal für andere marken irgendwas gemacht mich inkludiert.

00:27:36: aber das alles zusammenzuführen und dann einen richtigen workload rauszumachen ist interessant.

00:27:41: Und ja, die erste Kampagne hat uns wahnsinnig viel gelehrt, wo wir noch richtig viel irgendwie, wo wir noch besser werden mussten.

00:27:49: Trotzdem war das Produkt ein Erfolg und von dem Moment an war dann auch klar, okay, die finanziellen Spielräume werden ein bisschen besser.

00:27:55: Die sind immer noch sehr überschaubar.

00:27:58: Wir haben eine tolle Media-Agentur, die supergeduldig ist mit uns.

00:28:02: Und die versteht, in was für eine Situation wir sind, muss man vielleicht auch nochmal dazu sagen, wir sind nicht investor gebackt, sondern wir sind komplett selbst finanziert.

00:28:08: Das heißt, jeden Euro, den wir für eine Kampagne ausgeben müssen oder wollen oder dürfen, muss irgendwann mal durch den Verkauf einer Pizza reingekommen sein.

00:28:16: Wir haben keinen stillen Teilhaber irgendwo im Hintergrund, wo wir hingehen können sagen, wir brauchen nochmal zwei Millionen oder drei oder fünf oder zehn Millionen Euro für Marketing.

00:28:24: Wir müssen wir uns durch Verkäuferharte arbeiten.

00:28:27: Wir haben gut verkauft in den letzten Jahren.

00:28:29: Aber wir sind ja nicht die einzigen, die investieren wollen in der Firma.

00:28:32: Gibt ja auch eine Produktion, gibt auch noch Leute, in die man investieren will und muss etc.

00:28:36: Also es war dann einfach ein Weg, den wir gegangen sind.

00:28:40: Was uns relativ schnell klar war, wir werden niemals auch nur ansatzweise dahin kommen, wo damals Ötger und Wagner waren, was Media-Budgets, was Schlagkraft, was auch Manpower angeht.

00:28:55: Deswegen mussten wir immer andere Wege gehen.

00:28:56: Und das haben wir von Anfang an beim Media so gemacht.

00:28:58: Das haben wir, Kreation sowieso von Anfang an so gemacht.

00:29:01: Und das machen wir bis heute immer noch.

00:29:03: Es ist ein bisschen aufgeweicht, weil wir natürlich jetzt auch ein paar, ich sag jetzt mal, Abhängigkeiten und ein paar bisschen Pflichtprogramm auch haben, was wir auch leisten müssen.

00:29:12: Aber gleichzeitig ist es immer unser Credo.

00:29:14: Wir können nicht die zehnte Marke sein, die karierte Tischdecke und das Pärchen am Abendessen-Tisch bei Kerzenscheinen irgendwie zeigen.

00:29:23: Es geht nicht, können wir nicht.

00:29:24: Und gleichzeitig können wir auch nicht die zehnte Marke sein, die genau den gleichen Medienmix hat, wie unsere Konkurrenten, die das so bis zum Erbrechen bespielt haben, vor allem Ötgehör, bis heute tun, dass es eigentlich Kategoriewerbung ist.

00:29:35: Das ist ja nicht Werbung für Dr.

00:29:37: Ötgehör-Restaurante in der Menge, in der sie es teilweise tun, sondern es ist Kategoriewerbung.

00:29:40: Ist auch vollkommen okay.

00:29:42: Wenn man so viel Geld hat und wenn man die Möglichkeiten hat, ist das fantastisch.

00:29:45: Hätte ich auch gerne mal.

00:29:46: Hilft

00:29:46: euch auch ein bisschen.

00:29:47: Hilft uns ein bisschen, aber eben nur ein bisschen.

00:29:49: Deswegen müssen wir unseren eigenen Weg gehen.

00:29:51: Bei Media hieß es... zu gucken, wo können wir mit unserem Geld überhaupt irgendwas bewegen?

00:29:56: am Anfang.

00:29:57: Das heißt, auch da ist eigentlich der Media Mix und die Media Strategie sehr stark aus den Notwendigkeiten und aus den Limitierungen entstanden.

00:30:04: Und das war vor allen Dingen erst mal sehr stark digital.

00:30:08: Und ist es bis heute.

00:30:10: Und das ist für uns auch gut so, weil wir am Anfang auch gesehen haben, dass das auch eine Lücke ist, die uns die anderen Stück weit lassen.

00:30:17: Und deswegen sind wir da sehr stark reingegangen.

00:30:19: Social heißt aber eben auch das wie CTV, General Online Video.

00:30:23: Und bis wir unsere ersten richtigen Fernsehsport hatten, sind ein paar Jahre ins Land gegangen.

00:30:28: Also wir haben quasi den... Weg andersrum gemacht, wie viele andere.

00:30:31: Wir haben erst mal die digitalen Sachen sehr, sehr gut bespielt, bis wir uns dann in den klassischen TV-Ramen bewegt haben.

00:30:37: Was wir an was wir immer geglaubt haben, war Plakate witzigerweise.

00:30:40: Also da waren wir sehr analog unterwegs.

00:30:42: Der Klassiker war für uns irgendwie immer, hat für uns immer, es war die Firmengeschichte eines der ersten großen Marketing-Ausrufezeichen, war die Kampagne erst weniger Tiefkühlpizza während des ersten Corona-Lockdowns.

00:30:53: Und die hatten wir damals aufgrund eines einer sehr, sehr großzügigen Spende, vor allem über achtzehn Eintel machen können.

00:30:58: Und deswegen ist das immer so ein bisschen der der Firmen Kern geblieben.

00:31:02: beim Thema Marketing und Media sind irgendwie cool.

00:31:05: Ja, das ist eigentlich der typische Weg von Challenger Brands, die fangen digital an, arbeiten sich so ein bisschen den Pfannel hoch, lassen sich distruieren, wachsen und dann überlegst du ja ab irgendeinem Punkt wo dein nächster Wachstumshebel ist im Media und dann kommst du zwangsläufig weiter den Pfannel hoch und irgendwann das größte was du bereit hast was zu machen.

00:31:22: ganz ist ja fairerweise TV, wenn das deine Zielgruppe hergibt.

00:31:27: Und das ist unser Vorteil.

00:31:28: Unser Zielgruppen ist groß.

00:31:29: Ein Tiefgebietzer kannst du theoretisch mit jedem sprechen.

00:31:31: Also wir haben uns zwar ein Low-Entrance-Produkt, aber gleichzeitig ein sehr breites.

00:31:35: Das heißt du kannst natürlich eigentlich aus dem Vollen schöpfen, was einerseits super ist, auf der anderen Seite, wenn du nicht viel Geld hast, dann wiederum neue Fragezeichen mit sich bringt, wenn du aus dem Vollen schöpfen kannst, aber du eine ganz kleine Gießkanne da hast.

00:31:47: Auf wen richtest du die Gießkanne?

00:31:48: Und das ist das, was wir tatsächlich in den letzten Jahren sehr stark uns überlegt haben.

00:31:52: Wir haben Zielgruppen-Segmentierungen gemacht, haben uns dann angeschaut auf Basis der Zielgruppen-Segmentierungen, welche Kanäle machen für uns am meisten Sinn.

00:31:59: Deswegen ist die vorherige Frage, mit dem perfekten Media-Mix-sächsen-zwarzig schwer zu beantworten, weil wir das tatsächlich sehr, sehr stark auf den Produkt B von der Zielgruppe und den unterschiedlichen Segmenten abhängig machen.

00:32:11: Wir bemühen uns, sehr, sehr stark alles ein Stück weit mitzudenken, um eben mit den Möglichkeiten, die wir haben, so bereit wie möglich zu fahren.

00:32:19: Fernsehen ist oder klassisch TVC ist klassischer Fernsehspot ist dabei immer noch die Ausnahme.

00:32:25: Aktuell haben wir wieder einen.

00:32:26: Zum ersten Mal seit langer Zeit seit zwei Jahren.

00:32:27: Insofern dankbar, dass wir das noch mal machen konnten jetzt.

00:32:30: Aber prinzipiell ist es für uns vor allen Dingen wichtig, die Zielgruppen zu targeten zu können, die wir brauchen.

00:32:39: Parallel haben wir aber auch was unsere... ... den Sales Impact unserer Kampagnen angeht, ... ... in der Zwischenzeit ein Marketing-Mix-Modell ... ... laufen mit unserer Media-Agentur, ... ... wo wir aber auch relativ gut sehen können, ... ... welche Kanäle sind denn diejenigen, ... ... die auch die Kassen zahlen, ... ... ein bisschen mehr bewegen, ... ... als vielleicht andere.

00:32:55: Und dadurch machen wir uns dann dementsprechend ... ... den Mix, den wir brauchen.

00:33:00: Leider eben mit der Limitierung, ... ... dass wir nicht genug Geld haben, ... ... um die Klavier-Tour so zu spielen, ... ... wie ich sie persönlich gerne ... ... und auch, glaube ich, viele in der Firma ... ... sie gerne spielen würden.

00:33:08: Weil wir vor allen Dingen hinsichtlich der Bekannter der Marke und das Market in unserer Marketing Bubble erstmal ein bisschen überraschen.

00:33:16: Echt noch ziemlich weit hinten dran sind.

00:33:18: Wenn wir jetzt hier wahrscheinlich unsere Kollegen und Kolleginnen fragen würden, die kennen uns wahrscheinlich alle in unseren Firmen, also in meiner Firma sozusagen, wenn Dana wahrscheinlich auch und wahrscheinlich auch in der Marketingbranche, aber wenn man auf die Straße geht.

00:33:31: haben wir einfach noch unfassbar, hätten wir noch unfassbar viele Möglichkeiten, noch mehr Leute für uns zu gewinnen, weil wir einfach, was die Markenbekannte angeht, immer noch ziemlich niedrig unterwegs sind.

00:33:42: Wir haben aber gleichzeitig nicht genug Geld, um das wirklich nachhaltig zu ändern.

00:33:44: Und das ist so schade, weil wir einfach sehen, was wir für einen Sprung machen könnten, wenn wir investieren könnten und wenn wir mehr investieren könnten in Kanäle, von denen wir nachweislich sehen können, das hat einfach Einfluss auf Marken bekannt hat und somit auch auf Sales und im Jahr vielleicht sogar auf beides gleichzeitig.

00:34:02: Aber wir müssen halt mit einem bestimmten Betrag leben und der macht sowas extrem herausfordernd leider.

00:34:08: Klar, so eine Konjunktivwette, wenn ich mehr investierte, geht auch die Sales parallel hoch und dann wird für alle besser, das ist natürlich auch extrem heikel.

00:34:17: Das erfordert ja schon sicherlich dann ein Investor.

00:34:20: Ja, und also entweder ein Investor, den wie gesagt nicht haben oder halt eine sehr, sehr genaue Planung innerhalb der Firma.

00:34:25: Und das ist halt etwas, wie ich gerade gesagt habe, gibt es noch andere Leute in der Firma anderer Teilungen, die natürlich auch genauso anrecht haben, dass in sie investiert wird.

00:34:33: Und unsere Produktion oder unsere Produktionsstandorte sind wir nicht.

00:34:36: Wenn unsere Werke nicht funktionieren, kann ich noch so einen schönen Spot irgendwie bei euch buchen oder bei wem auch immer.

00:34:43: Wenn es keine Pizzen gibt, gibt es nichts mehr.

00:34:44: Deswegen sind unsere Werke das Herz und die Lunge dieser Firma und am Ende müssen wir uns um die sauber kümmern.

00:34:51: Und dann ist der Kuchen halt dann am Ende so groß wie er ist.

00:34:54: Es ist nur so schade, weil wir eben als Marke komplett den, wir stehen auf so einer Startrampe, die wir so clever gebaut haben in den letzten zehn Jahren und könnten jetzt einfach, wenn wir ein Turbo zünden könnten, könnten wir es einfach noch viel, viel schneller wachsen bei einer Mahnung nach und könnten noch viel mehr rausholen.

00:35:11: Aber es ist halt nicht die Realität, in der ich lebe, in der wir als Firma leben.

00:35:15: Und das ist etwas, was manchmal echt, muss man ganz schön schlucken, muss man auch mal seine Frustration auch ein bisschen zurückhalten, weil es fühlt sich manchmal so an, dass die den sehr, sehr guten Vor... Lauf, den wir hatten oder einen sehr guten Job, den wir gemacht haben, gerade am Anfang, als es noch kein Geld gab.

00:35:33: Dazu führt, dass es durchaus manche Leute gibt, die denken, na ja, wieso?

00:35:36: Das funktioniert aber ohne Geld.

00:35:38: Das habt ihr doch bewiesen.

00:35:38: Das ist doch super.

00:35:39: Aber ab einer bestimmten Größe, ab einer bestimmten Marktsituation und die Marktsituation hat sich in den letzten, ja, achtzehn Monate noch mal massiv geändert, ist es halt nicht mehr so einfach.

00:35:49: Und das ist unser, unser kleines Dilemma, an dem wir gerade stehen.

00:35:52: Wachstum von einer kleinen Basis ist prozentual immer einfacher als von einer größeren Basis.

00:35:57: Und irgendwann musst du Bekanntheit mit Geld aufbauen, die kostet halt, kann man ja auch einigermaßen linear hoch rechnen.

00:36:03: Ja, und wir hatten bis jetzt immer Glück, dass wir da deutlich effektiver gearbeitet haben als unsere Markenmitbeglatter, was die Markenbekanntheit angeht, mit deutlich weniger Geld, deutlich höhere Sprünge gemacht.

00:36:13: Zugegen in der Massen, wenn man mal bei ninety bis siebenundneinzig Prozent liegt, so wie Dr.

00:36:17: Erdgas, der Weg nach oben.

00:36:20: Den brauchst du dann nicht mehr so.

00:36:21: Aber wir haben trotzdem einfach mit wenig viel gemacht.

00:36:23: Deswegen haben wir ja auch irgendwie Effis gewonnen und so weiter.

00:36:26: Aber es ist am Ende des Tages ist es die Vergangenheit.

00:36:30: Und die Gegenwart sieht anders aus.

00:36:31: Und die Gegenwart bedeutet, dass wir uns eigentlich mehr strecken müssten und es aktuell nur sehr, sehr vorsichtig können.

00:36:38: Ja, aber du hast ja schon den Weg der Professionalisierung jetzt auch.

00:36:40: beschrieben, wie ihr euch da aufgestellt habt.

00:36:42: Was sind denn jetzt im Hinblick auf KPI's, so die wesentlichen Dinge, weil du hast schon gesagt, ihr guckt euch die Sales im Laden an den Marketing-Mix-Modelingen.

00:36:50: Ist denn eher Sales oder ist es Airbrand, wenn ihr investiert?

00:36:54: Oder hekt es ab vom Kanal?

00:36:55: Da kommt darauf an, wenn du fragst in der Firma.

00:36:58: Wir haben natürlich für uns als Marketing, ich bin so eine Twitter-Funktion.

00:37:04: Ich bin mit einem Bein im Sales, mit einem Bein im Marketing, so von der Struktur her.

00:37:08: Klar, im Marketing denken wir natürlich sehr stark über die Brand awareness nach, weil uns halt auch ganz, ganz viele Leute, mit denen wir auch uns austauschen und ganz kluge Köpfe uns immer wieder sagen, da ist einfach euer größter Hebel.

00:37:19: Ihr seid einfach noch nicht bekannt genug, wenn ihr noch bekannter werdet, dann schließt es natürlich auch neue Zielgruppen auf und dann schließt es natürlich neue Käuferschaften auf, ist gleich mehr Sales, ist gleich mehr Umsatz und so weiter.

00:37:28: Zumindest in der Theorie.

00:37:29: Klingt das sehr einfach.

00:37:30: Ja,

00:37:30: definitiv.

00:37:32: Wenn ich mit unserem CFO spreche, der natürlich die Gelder freigibt für die Kampagnen, der interessiert sich natürlich, was bringt das eigentlich, was sie da macht?

00:37:40: Und wenn du sagst, Brand Awareness, dann guckst du in traurige Augen die ... dann quasi deine Summe zusammenstreichen.

00:37:48: Wir müssen andere Wege suchen und wir haben auch andere Wege gefunden, um das eben ein bisschen messbarer zu machen.

00:37:53: Die Brand Awareness ist für uns wichtig, wir müssen aber gleichzeitig den Sales Faktor eben auch betrachten.

00:37:57: Deswegen machen wir dieses Marketing-Mix-Model.

00:37:59: Deswegen versuchen wir auch immer wieder mit Partnern bessere Zahlen zu generieren, wie aktivieren wir mit den Kampagnen und mit unseren Maßnahmen die Leute in den Märkten.

00:38:10: Und das ist tatsächlich immer noch was, wo wir in riesiges Delta zwischen Anspruch und wirklich.

00:38:16: die Daten, die wir da teilweise bekommen, sind einfach nicht besonders gut oder sind nicht besonders breit in der Form, wie sie erfasst werden.

00:38:24: Und da beziehe ich auch Retail Media mit ein.

00:38:25: Ich war ein sehr starker Verfechter von Retail Media in den letzten zwei Jahren und teilweise erschrecken, welche Daten man bekommt, was man nicht bekommt und wie wenig Korrelation das am Ende dann doch zulässt und wie, wenn man mal genau hinguckt, wie hoch dann doch der Einsatz war.

00:38:43: ... den man pro Verkauf der Pizza irgendwie auf den Tisch legen musste.

00:38:47: Also diese ... ... für uns im ersten Moment sehr spannende ... ... ich sag will's nicht sagen mehr, aber diese spannende ... ... quasi Historie, dass man damit sehr, sehr schnell ... ... an die Leute rankommt in den Supermärkten ... ... und dass das sofort auch in sich in Zells niederschlägt ... ... manchmal, das ist sozusagen.

00:39:03: Mal so, mal so.

00:39:07: Also für uns war Retail Media vor allem oder ist sehr, sehr stark eben Werben in den Supermärkten.

00:39:12: Das heißt, die klassischen Stehlen oder Screens, die ihr sicher auch schon gesehen habt.

00:39:17: Bei Rewe stehen jetzt fast in jedem Markt Stehlen und wo reinkommst, Edik hat da sehr stark nachgezogen.

00:39:22: In den letzten Jahren haben sich jetzt Partner gesucht, bieten das jetzt auch in der zentralen Buchung quasi an seit, glaube ich, letzten Jahr oder seit diesem Jahr, ne, letzten Jahr.

00:39:31: Das ist tatsächlich für uns eine superspannende Situation gewesen, weil wie ich vorhin gesagt habe, wir wissen, dass viele Leute die Kaufentscheidungen an der Truhe treffen.

00:39:39: Und du hoffst natürlich, dass wenn du beim Reingehen den Leuten einen Impuls gibst, dass sie dann an der Truhe sich daran erinnern und vielleicht zu deinem Produkt greifen.

00:39:45: Und wir haben festgestellt, bei manchen Produkten hat das bei uns gut funktioniert, ein paar anderen weniger.

00:39:49: Und dann bleibt ja eigentlich nur noch die Möglichkeit, sich zu belegen, liegt es am Lachs am Werbemittel, Lachs am Asset, was einfach bei den Kampagnen, bei denen es sehr gut funktioniert hat, besser geklappt hat und besser mit den Leuten gesprochen hat.

00:40:01: Oder liegst vielleicht auch einfach am Produkt alleine, was ich von alleine schon... prinzipiell mehr mit den Leuten spricht.

00:40:06: und dann ist es aber auch egal, ob du Retail-Media machst oder nicht, weil dann hast du beim Produkt einfach schon mal vielleicht nicht einen Fehler gemacht, aber mit einer anderen Zielgruppe gesprochen.

00:40:14: Und das sind eben sehr, sehr essentielle Fragen, mit denen wir uns letztes Jahr beschäftigt haben, mit denen wir uns dieses Jahr auch beschäftigen werden.

00:40:19: Wenn Retail-Media, wie gesagt vor allen Dingen Screens und Möglichkeiten eben in den Supermärkten mit den potenziellen Kunden zu sprechen, dann quasi wann und mit welchen Essels und weil einfach nur so macht es keinen Sinn.

00:40:34: Also das kann man jetzt schon sagen, nach den zweieinhalb Jahren, die wir da mit Erfahrung hatten, wir waren da relativ früh dran, Early Adopter aus dem Fall, um sowas dann irgendwie auch zu testen und keinen Selbstläufer, sagen wir so.

00:40:46: Leider, schwer so schön.

00:40:48: Ich habe mal mit einem alten Kollegen von mir gesprochen, der in die Spirituosenbranche hier auch in der Nähe gewechselt ist und der hat ein großes Festival Sponsoring gemacht.

00:40:55: und ich meinte, Mensch, wie ist das denn, bringt das für eure Abverkäufer auch so ein Sponsoring?

00:41:01: Und er meinte, Mensch.

00:41:03: Wenn ich was abverkaufen will, dann stelle ich einfach ein paar Kisten irgendwo in Gang im Supermarkt, dann reißen die Leute das einfach weg.

00:41:09: Aber so, der Rest wäre jetzt eher was für die Marke, kann man nicht so richtig rechnen.

00:41:13: Aber im Supermarkt Kisten in Wegstellen, das ist wohl das Mittel der Wahl.

00:41:18: Ich wünschte, wir könnten das.

00:41:20: Dann taun die Dinger nur auf.

00:41:21: Das ist ein Problem auf jeden Fall.

00:41:23: Ja, wir haben, also ich bewunder ja die ganzen Marken, viele Marken, die sich wahnsinnig viel... Gedanken, wie wir Präsentationen am LEH machen und Aufsteller machen und Displays und keine Ahnung.

00:41:34: Wir können es nicht, wir dürfen, also wir können den natürlich anbieten, irgendwo Truhen hinzustellen.

00:41:38: Es wird in den aller aller wenigsten Fällen irgendwie wirklich wahrgenommen oder angenommen.

00:41:42: Es ist, es ist einfach ein, wie immer im LEH ein Vertragungswettbewerb, nur haben wir diesen zusätzlichen Bonus nicht, dass wir es einfach irgendwo dann cool verkaufen, cool verpacken können.

00:41:52: Und deswegen sind wir da auf den Einfach tollen Job angewiesen, den unser Außendienst macht.

00:41:58: Wir haben in der Zwischenzeit eine große Außendienstforce, die es wirklich extrem gut schafft, unseren Case zu vertreten bei den verschiedenen Händlern.

00:42:07: Ohne die werden wir wahrscheinlich nie so stark gewachsen und hätten nicht eine Dezibuzonsquote wie die, die wir jetzt haben.

00:42:14: Weil so viele andere Möglichkeiten haben wir nicht.

00:42:16: Wir haben auch natürlich wie jeder Marke mal über.

00:42:20: E-Commerce, D-to-C etc.

00:42:21: nachgedacht, ist halt im TK-Bereichen und dankbares Games sehr teuer, sehr schlecht für die Umwelt, was uns ja auch wichtig ist.

00:42:28: Wir sind ja auch eine Firma, die sich auch dem Klimaschutz ein Stück weit verschrieben hat.

00:42:33: Das können wir nicht mit gutem Gewissen machen, dass wir da bei jeder Lieferung draufzahlen, unter irgendwelche tausende Autos irgendwie durch die Republik schicken, nur um irgendwie zwei Tiefgripitzen zu versenden.

00:42:43: Das ist nicht unser Ansatz.

00:42:44: Wir können sich immer angucken, vielleicht tut sich mal irgendwas, dass... Vertretbarer wird das zu tun und einfacher wird auch im Fulfillment, dann kann man nochmal drüber nachdenken, aber es ist einfach ein hohes Invest und bietet relativ wenig Aussicht auf, umsatzlich.

00:43:01: Wie viele Familien haben denn jetzt Platz, um dann so eine riesengestapel Pizza einzufrieren?

00:43:05: Und so bleibt ja im Wesentlichen noch so der Weg über die Liefer-Services.

00:43:09: Genau, und mit denen haben wir natürlich auch unsere Kooperationen, die listen uns alle, da sind wir auch gut vertreten.

00:43:15: Aber es wäre schon cool, wenn man einfach auch selber ein bisschen mehr mit den Kunden sprechen könnte.

00:43:18: Wir haben ja mal das Problem, dass wir eigentlich nicht quasi B to C sind, sondern B to B to C. Das ist verkaufens an die Händler und die Händler verkaufen es an unsere Endkunden.

00:43:29: Und natürlich melden sich die Endkunden bei uns mit Lob und Tadel.

00:43:31: Klar.

00:43:32: Aber so dieses wirklich klassisch miteinander richtig in Gespräch kommen.

00:43:36: Mal von Daten ganz abgesehen.

00:43:37: Das ist natürlich schwierig, wenn du einfach quasi eine Stufe weiter entfernt bist als manch anderer.

00:43:42: Aber es ist halt das... LEH-Geschäft in Deutschland.

00:43:46: Ja, soll hart sein, wie man hört.

00:43:49: Ah, wirklich hart.

00:43:51: Ja, kein Kommentar.

00:43:53: Wie ist denn euer Agenturset ab?

00:43:54: Also, Media Agentur hast du schon genannt.

00:43:56: Kreation habt ihr sich auch oder macht ihr das alles selber?

00:43:59: Und wie macht ihr es eigentlich?

00:44:00: Magst du das sagen oder ist das eher was, was ihr nicht kommentiert?

00:44:03: Doch, das kommentieren wir, das ist auch, glaube ich ... relativ bekannt, dass wir wahnsinnig viel in Haus machen.

00:44:09: Fast alles in der Zwischenzeit oder von Anfang an fast alles.

00:44:13: Wir haben immer wieder Agenturpartnern, mit denen wir Sachen umsetzen und die wir uns dazu holen und ausprobieren.

00:44:19: Und dann entscheiden wir uns dann doch wieder selber zu machen.

00:44:22: Also es ist tatsächlich einfach ein sehr, sehr gelerntes Set-up bei uns.

00:44:26: Wir sind auch ein sehr spezieller Kunde, wenn man mit uns als Agentur zusammenarbeitet, ganz offen gesagt.

00:44:31: Also wir haben da auch nicht, wir sind da auch nicht die einfachsten.

00:44:34: Deswegen will ich das auch gar nicht irgendwie sagen, dass die Agenturen da irgendwie nicht funktioniert haben.

00:44:39: Aber die Zusammenarbeit Gustavo Gust und die Agentur war meistens... Schwierig.

00:44:46: Und das liegt daran, dass die Leute sehen uns.

00:44:48: Und wie gesagt in der Marketingbubble sind wir ein bekannter Name, manche sagen sogar eine Lovebrand, ich bin ein bisschen vorsichtig mit dem Begriff und den Schwierig.

00:44:56: Weil wer entscheidet jetzt, wer eine Lovebrand ist und wer nicht.

00:44:58: Aber manche Leute nennen uns so und die sehen Gustavo Guston sagen geil, will ich haben.

00:45:02: Dann gibt es Gespräche oder vielleicht sogar ein Pitch.

00:45:04: Man lernt sich kennen, es werden die besten Geschichten, die besten Ideen irgendwie geklöppelt.

00:45:09: Und dann kommt man in die Realität an.

00:45:11: und der Realität bedeutet bei uns, dass wir... Ich glaube, ich hab's schon ein paar Mal erwähnt, relativ wenig Geld haben, um Sachen umzusetzen.

00:45:18: Und gleichzeitig eine sehr, sehr, sehr, sehr klare Vorstellung davon haben, was wir inhaltlich machen wollen.

00:45:24: Und einen sehr, sehr kreativ denken ins CMO haben, der ein klares Verständnis davon hat, wie er denkt, wie diese Marke funktionieren soll.

00:45:35: Und das jahrelang jetzt auch mit einem In-House-Setup gemacht hat, mit Leuten, die seit von Anfang an eigentlich die Kreation ... dieser Marke irgendwie geprägt

00:45:44: haben.

00:45:44: Ja.

00:45:46: Und da dann reinzukommen als Agentur und zu sagen, so nee, aber wir haben noch eine andere Idee, dann muss die Idee schon entweder sehr, sehr gut sein.

00:45:51: In unseren Augen, nicht in den Augen der Agentur, sind ja auch immer zwei verschiedene Blickfelder.

00:45:57: Oder es muss einfach ein gutes Timing sein.

00:46:00: Und das hatten wir jetzt ein paar Mal, dass das ein gutes Timing war.

00:46:02: Und wir hatten auch ein paar gute Ideen.

00:46:04: Aber ich würde jetzt mal sagen, von den großen oder von den Kampagnen, die man bei uns draußen jetzt gesehen hat, waren bis jetzt Fast zu hundert Prozent alles in der Hauskampagne.

00:46:15: Spannend.

00:46:16: Ja.

00:46:17: Sprich ja für eure kreative Stärke da innerhalb des Unternehmens.

00:46:22: Ist doch auch gut, was man hat.

00:46:24: Wie guckt ihr auf die Entwicklung nach vorne raus?

00:46:28: Also einerseits natürlich Media.

00:46:29: Was sind die Themen für dich für dieses Jahr?

00:46:32: Woan glaubst du, was kommt?

00:46:35: Was nutzt ihr davon für euch?

00:46:37: Jetzt nicht nur AI in der Kreation oder so oder in der Produktentwicklung, sondern auch was woran glaubst du?

00:46:42: Was ist vielleicht auch oberhalb?

00:46:45: Und natürlich auch produktseitig.

00:46:47: Was passiert da?

00:46:48: Denn produktseitig, ich sehe jetzt überall irgendwelche Proteinsachen.

00:46:53: Überall Protein.

00:46:54: In der langen Zeit war es mal Bio, Vegan, Protein.

00:46:59: Was kommt da alles noch?

00:47:00: und was ist das nächste, was dann relevant wird?

00:47:02: Also es ist ja... Zum Teil auch abstruß.

00:47:04: Also, wenn ich jetzt pfiffgepizza esse, brauche ich mich über Protein jetzt mal keine Gedanken machen eigentlich.

00:47:10: Ja, danke, dass du das so sagst.

00:47:12: Sehen wir relativ ähnlich.

00:47:14: Für uns ist Pizza.

00:47:15: Und spätestens unsere Pizza ist für uns ein ... ist kein Functional-Food, ist einfach ein Indulgence-Food.

00:47:20: Du hast Spaß damit, wie gesagt, die Hand muss nach Pizza riechen, das ist ja nicht ... sprich dir auch schon eine gewisse Sprache, dass man das irgendwie leben und spüren und genießen muss.

00:47:29: Und es geht nicht darum, dass man hinten draufguckt und sagt, okay, mit dem Stück habe ich jetzt sieben Gramm Protein, dann brauche ich jetzt für den Tag noch xy Gramm.

00:47:36: Ich glaube, dass wir dafür die falsche Marke sind.

00:47:38: Ich sage nicht, dass es die niemals geben wird, weil vielleicht kommt jemand andere in der Firma auf die Idee oder... Über die Idee haben wir natürlich auch schon gesprochen, dass jetzt auch ein Trend der so offensichtlich ist seit zwei Jahren, dass man da nicht vorbeikommt.

00:47:49: Aber vielleicht gibt es immer eine andere Entscheidung der Firma, dann machen wir es trotzdem.

00:47:52: Das ist ja nicht mal eine Firma.

00:47:53: Aber für meinen Part sehe ich es nicht.

00:47:56: Und sehe Pizza als Genussmittel.

00:48:00: Und das widerspricht so ein bisschen dem functionen Food-Gedanken mit irgendwelchen Superfoods oder Proteinen.

00:48:06: Und das, was wir an Marktforschung kennen, bestätigt das.

00:48:12: heißt nicht, dass es nicht irgendwo funktionieren kann.

00:48:13: Aber für uns, wir sprechen einfach eine andere Sprache,

00:48:17: glaube ich.

00:48:18: Das heißt, produkttechnisch gibt es, wir haben natürlich unfassbar viele Sachen, an denen wir arbeiten.

00:48:22: Wir haben ganz viele Ideen, die wir immer wieder überprüfen und versuchen, umzusetzen.

00:48:26: Und sind dann natürlich auch im Austausch mit unseren Kunden teilweise.

00:48:29: Austausch natürlich auch, soweit es rechtlich und inhaltlich möglich ist, mit dem Handel umzugucken.

00:48:34: Was haben wir noch für Möglichkeiten?

00:48:35: Klar, schauen wir uns auch die Konkurrenz an.

00:48:37: Also wir sind jetzt auch nicht so vermessen und so blind, dass wir sagen, total egal, was die Konkurrenz macht.

00:48:44: Und versuchen, da unseren Weg zu gehen und zu finden.

00:48:46: ... der Platz wird einfach nur sehr, sehr schmal ... ... in den Truhen.

00:48:51: Das heißt also, du musst schon ... ... gute Ideen haben und du musst gute ... ... ja, eine gute Begründung haben, ... ... warum jetzt noch eine neue Tiefgrillpizza, ... ... warum noch eine neue Sorte.

00:49:02: Und das ist tatsächlich das, ... ... worüber wir natürlich sehr, sehr stark nachdenken, ... ... so wie wahrscheinlich jeder auch sonst.

00:49:07: Und da ist auch gar nicht ausgeschlossen, dass man auch wieder über Kooperationen nachdenkt und nicht nur über das Produkt kommt, sondern über die Mischung aus Produkt und quasi einem im Idealfall Reichweiten starken Vehikel, dass das Ganze dann mitnimmt und dafür steht und das nochmal aufleht und man dann einfach wieder so einen Moment hat, wo es halt kribbelt und Spaß macht.

00:49:25: Aber das ist tatsächlich eine Diskussion, die wir konstant haben.

00:49:31: Also wir sind da auch super.

00:49:33: kritisch in der Bewertung unserer Roadmap, die wir haben.

00:49:37: Und legen uns dann nicht hin, wenn wir die Roadmap definiert haben und sagen, okay, das machen wir, sondern da wird dann sehr häufig drüber geredet und noch noch mal geguckt, ob man nicht doch noch was anderes machen kann.

00:49:45: Und wir sind jetzt an den Punkt angekommen, an dem wir sozusagen die Basis abgedeckt haben.

00:49:52: Die wichtigsten Sorten haben wir.

00:49:54: Wir wissen genau, was funktioniert, was funktioniert nicht.

00:49:56: Jetzt müssen wir mal gucken, in welche Richtung wir weitergehen und gibt's... Viele, viele, viele Wege, an denen wir gerade arbeiten.

00:50:03: Und was es dann am Ende wird, bin ich selber gespannt.

00:50:06: Das ist ja noch nicht ganz final.

00:50:08: Aber wird auf jeden Fall nicht langweilig.

00:50:11: Und das Thema, an was wir mediatechnisch glauben oder was wir denken, was Overhyped ist, ist gar nicht so einfach zu beantworten.

00:50:18: Ich hatte gerade ja schon so ein bisschen meine etwas Schmerz von Reise mit Retail-Media geschrieben.

00:50:25: Ich würde jetzt nicht sagen, dass es Overhyped ist, aber es ist ein Kanal, den wir uns gerade sehr, sehr genau angucken.

00:50:32: nach Partnern suchen, die uns die Wirksamkeit stärker und besser belegen können.

00:50:37: Und die uns Daten liefern, die uns wirkliche Rückschlüsse zulassen, wie effektiv die Kampagnen sind.

00:50:46: Und ob das wirklich den, dieses Näheversprechen Konsument ist im Supermarkt, ist an der Truhe, ob das wirklich eingehalten wird oder nicht.

00:50:55: Und es gibt immer wieder... sehr positive Ergebnisse, die uns dann aufhorchen lassen und die wir feiern und die wir dann auch mit den Anbietern, mit denen wir zusammen machen, die entsprechend teilen und den Anbietern dann auch ihren Raum lassen, um das auch zu vermarkten.

00:51:09: Es gibt aber auch innerhalb von größeren Kampagnen, die wir gefahren haben, dann immer wieder Rückschläge, dass wir Zahlen bekommen, auch von großen Playern, auch von großen LEH-Playern, die einfach nicht das Widerspiegeln, was wir uns erwartet haben.

00:51:23: Und auch teilweise die Datenlage einfach auch.

00:51:26: Maoist.

00:51:27: Und ich finde, das ist ein Versprechen, den die Anbieter von Vitaminia besser einlösen müssen.

00:51:32: Die Datenlage muss besser werden, die Korrelation zwischen dem Budget, was da reingeflossen ist und den Sachen, die wirklich verkauft wurden, müssen besser gezeigt werden.

00:51:39: Und da sind einige dran und da gibt es gute Bewegungen.

00:51:42: Aber teilweise eben auch noch nicht gut genug.

00:51:43: Und das wird uns auf jeden Fall beschäftigen.

00:51:47: Weil wir, wie gesagt, eben sehr gut entscheiden und sehr, sehr genau hingucken müssen, entscheiden müssen, in was wir weiter investieren.

00:51:53: Sehr schön.

00:51:55: Ja, wir sind gespannt, was der Ort beim Realitätscheck rauskommen wird in diesem Jahr.

00:52:00: Zum Abschluss würde ich gerne nochmal deine drei Streaming-Empfehlungen einsammeln.

00:52:04: Was guckst du im Streaming gerade am liebsten?

00:52:07: Was möchtest du unseren Hörerinnen und Hörern ans Herz legen?

00:52:10: Ich kann jetzt nicht so tun, als ob ich überrascht wäre, weil ich mir vorher ein paar Folgen angehört habe.

00:52:13: Ich wusste, dass die Frage kommt und habe festgestellt, dass ich mein Leben in den letzten Jahren dramatisch geändert hat.

00:52:18: Wenn mir die Frage vor ein paar Jahren gestellt hätte, hätte ich dir wahrscheinlich etwa nochmal forty-fünf Minuten gebraucht, um nochmal darüber zu reden.

00:52:24: weil ich tatsächlich alles, alles, alles gesehen habe, was es da draußen gab und ein riesen Serien- und Film-Fan war und immer noch bin.

00:52:30: Durch Kinder und Co.

00:52:32: hat sich das extrem zurückgefahren.

00:52:34: Und ich kann tatsächlich aktuell nur sagen, ich mache gerade nach langer Zeit mal wieder ein Re-Watch von der ersten Staffel von Andor.

00:52:42: Star Wars ist das einzig gute Star Wars Produkt der letzten fünf Jahre, sechs Jahre.

00:52:49: Fantastisch.

00:52:50: Ich bin Riesenfan von auch schon bisschen älter, aber kann man sich immer wieder angucken.

00:52:54: Riesenfan von Succession.

00:52:56: Absolut

00:52:57: spektakulär.

00:52:59: Und als letzte Empfehlung natürlich was, was mit Food zu tun hat.

00:53:05: Culinary Class Wars.

00:53:06: Auf Netflix eine koreanische Sendung.

00:53:09: Reality Sendung treten quasi Street Food Leute kleinere Köche gegen Sterneköche an und müssen sich quasi in Aufgaben Viren und Beweisen und die unterschiedliche Herangehensweise ist einfach faszinierend.

00:53:25: Wie gehen Leute mit zwei, drei Michelin-Stern an solche Aufgaben ran?

00:53:30: und wie machen das Menschen, die ihr Leben lang ein einziges Gericht in einem Street-Food-Stall irgendwie vorbereitet haben.

00:53:37: Es macht total Spaß anzugucken.

00:53:38: Es ist extrem gut produziert und nicht mit ein bisschen weniger Drama, also es ist wahrscheinlich, wenn es in Europa oder in den USA produziert.

00:53:46: Das gucke ich mir mal an.

00:53:48: Tom.

00:53:48: Vielen Dank, da war super viel drin, hat riesen Spaß gemacht.

00:53:51: Ich hab Hunger auf Pizza und viel Erfolg in den Jahr.

00:53:55: Vielen Dank.

00:53:56: Danke dir.

00:53:57: Du willst mehr in die Digital Marketing

00:54:00: Welt von morgen eintauchen?

00:54:02: Dann abonniere unseren Podcast oder besuche

00:54:09: www.isam.com.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.